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title: "OLVG-Krankenhaus Amsterdam Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche ohne medizinischen Grund geplant; Petition erreicht über 70.000 Unterschriften gegen den Plan"
sdDatePublished: "2026-08-11T04:09:00Z"
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OLVG-Krankenhaus Amsterdam Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche ohne medizinischen Grund geplant; Petition erreicht über 70.000 Unterschriften gegen den Plan

Niederlande: Keine Spätabtreibungen aus „sozialen Gründen“! - Stiftung Zukunft CH

Niederlande: Keine Spätabtreibungen aus „sozialen Gründen“!

Ein Krankenhaus in den Niederlanden macht Schlagzeilen: Im Rahmen eines „Modellversuchs“ sollen Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden – ohne medizinischen Grund. Eine Petition ruft zu Protest dagegen auf. Mehr als 70‘000 Menschen haben sie bereits unterzeichnet.

Die Medizin macht laufend neue Fortschritte. Besonders eindrücklich ist dies bei Babys, die zu früh geboren werden. Noch in den 1960er Jahren starben die meisten Frühchen, wenn sie vor der 30. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen. Inzwischen überleben Kinder oft schon, wenn sie deutlich früher geboren werden. Den Weltrekord hält derzeit der kleine Nash, der nach nur 21 Wochen und einem Tag Schwangerschaft das Licht der Welt erblickte und sich – allen Unkenrufen zum Trotz – völlig gesund entwickelte.

Vor diesem Hintergrund ist ein Vorhaben in den Niederlanden umso abstossender: Das OLVG-Krankenhaus in Amsterdam hat ein sogenanntes „Pilotprojekt“ gestartet, in dessen Rahmen Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden sollen. Mehrere andere Krankenhäuser „prüfen“ Berichten zufolge, wie sie sich an diesem Plan beteiligen können.

Unter bestimmten Umständen ist dies in den Niederlanden auch bisher legal. Für die in Frage stehenden Abtreibungen sollen „soziale Gründe“ akzeptiert werden. So sind nicht einmal medizinische Gründe erforderlich. Bei diesem „Modellversuch“ werden dann also Kinder sterben, die völlig gesund und sogar schon lebensfähig, aber ungeplant oder ungewollt sind.

Nicht nur die Frau ist „extrem verletzlich“

In der 24. Schwangerschaftswoche ist ein Baby etwa 30 Zentimeter gross und wiegt gute 500 Gramm. Es kann sich bewegen (was die Mutter auch spürt), verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen und hat sogar schon Musikvorlieben .

Bei Spätabtreibungen in diesem Stadium werden Wehen eingeleitet, die Frau bringt das Kind auf natürlichem Weg zur Welt. Selbst die niederländischen Gynäkologen geben zu, dass die Babys bei diesem Prozedere oft lebend zur Welt kommen. Sie täten daher gut daran, nicht nur zu betonen, dass sich die betroffenen Frauen „in einer extrem verletzlichen Situation“ befinden, sondern dies auch den Kindern zuzugestehen.

Der Tod eines „fast fertigen Babys“

Denn was passiert dann mit diesen Babys? Darüber schweigen sich Ärzte und Medien aus – nämlich dass man sie ihrem Schicksal überlässt, sie sterben lässt. Auch darüber, was dies alles mit einer Frau macht, gibt es keine Debatte. Geht es spurlos an einer Mutter vorbei, wenn sie ihr „fast fertiges Baby“ , wie es eine Mutter-Infoseite zu Recht liebevoll bezeichnet, tot zur Welt bringt oder lebend gebärt und weiss, dass es spätestens dann dem Tod geweiht ist?

Auch die Wirkung auf das medizinische Personal müsste mitbedacht werden. Das Krankenhaus sicherte „individuellen Mitarbeitern“ zwar zu, sich weigern zu dürfen, an diesen Abtreibungen mitzuwirken. Doch „das Team als Ganzes“ habe „die Pflicht“, diese „Versorgung“ (!) zu gewährleisten. Bei dieser Vorgabe und diesem Druck darf man sich getrost fragen, wie lange die Gewissensfreiheit der einzelnen Teammitglieder sichergestellt ist.

Statt all dieser dringend notwendigen Diskussionen beschränkt man sich jedoch auf Beschönigungen wie „Modellversuch“ und „Pilotprojekt“ – als ob man ein Kind auf Probe töten könnte.

Über 70‘000 Menschen haben bereits ihre Empörung über diese Pläne gezeigt und eine Petition des christlichen niederländischen Patientenverbandes „Zorg voor het leven“ an die Mitglieder des Repräsentantenhauses unterzeichnet.

Hier geht’s zur Petition: „Stoppt Abtreibungen in der 22. bis 24 Schwangerschaftswoche!“

Vielen Menschen ist nicht klar, was eine Abtreibung wirklich bedeutet, wie sie abläuft und welche Konsequenzen sie nach sich ziehen kann. Zukunft CH hat darum den Faltflyer „Abtreibungsmethoden: Fakten und Folgen“ erstellt, der diese und weitere Fragen beantwortet. Er kann über das Bestellformular bezogen werden (Bestellungen aus dem Ausland nur bei Übernahme des Portos).

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