---
title: "Studie untersucht Süßes in 180 Teilnehmenden; keine Unterschiede in Vorliebe nach sechs Monaten"
sdDatePublished: "2026-08-12T11:22:00Z"
source: "https://www.aponet.de/artikel/weniger-suesses-weniger-verlangen-eine-studie-widerspricht-der-verbreiteten-annahme-33692"
topics:
  - name: "health"
    identifier: "medtop:07000000"
  - name: "health treatment and procedure"
    identifier: "medtop:20000464"
  - name: "disease and condition"
    identifier: "medtop:20000446"
  - name: "scientific research"
    identifier: "medtop:20000735"
  - name: "food and drink regulations"
    identifier: "medtop:20000637"
locations:
  - "Germany"
---


Studie untersucht Süßes in 180 Teilnehmenden; keine Unterschiede in Vorliebe nach sechs Monaten

Weniger Süßes, weniger Verlangen danach? Eine Studie widerspricht der verbreiteten Annahme | aponet.de

Peter Erik Felzer | 12.08.2026 10:30 Uhr

Podcast aponet in 3 Minuten

Podcast: "gecheckt!" Podcasts: Allergien Podcasts: Apotheke Podcasts: Arzneimittel Podcasts: Baby und Familie Podcasts: Diabetes Podcasts: Erkältung Podcasts: Ernährung Podcasts: Frauengesundheit Podcasts: Gesund leben Podcasts: Haut & Haare Podcasts: Magen-Darm Podcasts: Männergesundheit Podcasts: Medizin Podcasts: Naturheilkunde Podcasts: Psychologie Podcasts: Sport & Bewegung Podcasts: Zähne Podcast: Was ist das überhaupt?

Podcast: Was ist das überhaupt?

Apotheke Pharmazeutische Dienstleistungen Apothekensuche Arzneimittel Beratung Gesundheit digital Tipps vom Apotheker

Medizin Gesundheit Psyche Diabetes Haut, Zähne & Schönheit Krankheiten A-Z Gesundheitstests Wissenstests Checklisten

Naturheilkunde Heilpflanzenlexikon Pflanzliche Medizin Alternative Therapie

Ernährung Gesund leben Abnehmen Genuss Gesunde Rezepte Nähr- und Vitalstoffe

Sport & Wellness Sport & Fitness Wohlfühlen

Jung & Alt Jugendliche Senioren Baby & Familie

Frau & Mann Frauengesundheit Männergesundheit Sex & Partnerschaft

Service Arzneimitteldatenbank Krankenkasse Ratgeber-Bücher Nachrichtenarchiv

Das Apotheken Magazin Prominente im Interview Archiv Apotheken Magazin Diabetes

aponet.de - Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen

Weniger Süßes, weniger Verlangen danach? Eine Studie widerspricht der verbreiteten Annahme

Wer weniger Zucker und Co. isst, gewöhnt sich angeblich an einen weniger süßen Geschmack. Eine neue Studie kommt nun zu einem überraschenden Ergebnis: Selbst nach sechs Monaten änderten sich weder die Vorlieben für Süßes noch wichtige Gesundheitswerte.

Um diesen Audio Player anzuzeigen, werden Inhalte von goaudio geladen. Dabei könnten personenbezogene Daten an goaudio übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.

Viele Menschen versuchen, ihren Appetit auf Süßes zu zügeln, indem sie süß schmeckende Lebensmittel möglichst meiden. Doch genau dieser Ansatz könnte weniger wirksam sein als oft angenommen. In einer sechsmonatigen Studie wurden 180 Teilnehmende in drei Gruppen eingeteilt. Sie erhielten Ernährungspläne mit hohem, durchschnittlichem oder niedrigem Anteil süß schmeckender Lebensmittel. Die Süße stammte dabei nicht nur aus Zucker, sondern auch aus natürlich süßen Lebensmitteln und kalorienarmen Süßstoffen.

Was nach sechs Monaten ohne viel Süßes passierte

Das überraschende Ergebnis: Am Ende der Studie zeigten sich zwischen den Gruppen keine bedeutsamen Unterschiede bei der Vorliebe für süße Lebensmittel oder bei der Wahrnehmung von Süße. Wer weniger süß aß, verlor also nicht seinen Geschmack für Süßes. Gleichzeitig entwickelten Menschen mit besonders süßer Ernährung keine stärkere Vorliebe für süße Speisen. Veröffentlicht wurde die Studie im American Journal of Clinical Nutrition.

Gewicht und andere Werte blieben ähnlich

Die Forschenden untersuchten nicht nur die Geschmackspräferenzen. Sie erfassten auch das Körpergewicht und analysierten Blut- sowie Urinproben auf Marker, die mit Diabetes- und Herz-Kreislauf-Risiken in Verbindung stehen. Auch hier zeigte sich nach sechs Monaten kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen. Weder Gewicht noch die gemessenen Gesundheitsmarker entwickelten sich unterschiedlich, obwohl die Teilnehmer verschieden viel süß schmeckende Nahrung zu sich nahmen.

Warum süßer Geschmack nicht mit Zucker gleichzusetzen ist

Die Ergebnisse stellen die verbreitete Annahme infrage, dass eine geringere Aufnahme süß schmeckender Lebensmittel automatisch dazu führt, dass Menschen weniger Süßes mögen oder verlangen. Nach Ansicht der Forschenden sollte der Fokus möglicherweise stärker auf dem tatsächlichen Zuckergehalt und auf energiereichen Lebensmitteln liegen, nicht auf dem süßen Geschmack allein.

Das ist ein wichtiger Unterschied: Ein Lebensmittel kann süß schmecken, weil es Zucker enthält, aber auch durch natürlich vorkommende Zucker oder kalorienarme Süßstoffe. Umgekehrt können manche Produkte reichlich Zucker enthalten, ohne besonders süß zu schmecken.

Was die Studie nicht beantworten kann

Die Untersuchung hat die Studienteilnehmenden war zwar zufällig auf die drei Gruppen viel, durchschnittlich oder wenig Süßes aufgeteilt und gilt damit als aussagekräftig. Dennoch wurden die Teilnehmenden nur über sechs Monate beobachtet. Zudem zeigt die Studie lediglich, dass sich die gemessenen Werte in diesem Zeitraum nicht unterschieden. Ob andere Effekte bei längerer Beobachtungsdauer auftreten könnten, lässt sich daraus nicht ableiten.

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Im Fokus diesmal: Sonnenbrillen mit UV-Schutz, mögliche Ursachen für Hüftschmerzen sowie die Frage,…

aus Apotheke , Forschung und Gesundheitspolitik .

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

Ich stimme der Datenübermittlung zu und möchte die externen Inhalte laden. Mehr Informationen finden Sie in der

Kann man sich die Lust auf Süßes durch Verzicht abtrainieren? Eine Studie wirft Zweifel daran auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Studie: Hoher Süßstoffkonsum hängt mit schnellerem Gedächtnisabbau zusammen

Warum Zucker immer Lust auf mehr macht: Die Antwort liegt im Gehirn

Hochverarbeitete Lebensmittel bremsen das Abnehmen

Appetit statt Sättigung: Süßstoff verändert das Hungergefühl

Warum Süßstoffe nicht beim Abnehmen helfen

Süßigkeiten erhöhen das Risiko für Depression, Diabetes und Schlaganfall

WHO rät von Süßstoffen ab

Wie Fast Food und Süßigkeiten das Gehirn verändern

Podcast "aponet in 3 Minuten": Die wichtigsten Gesundheits-News diese Woche (07.08.2026)

ADHS: Deutlich mehr Neudiagnosen – besonders bei Mädchen

Diabetes im Alter: Warum strenge Diätregeln zum Risiko werden können

Expertin zur Abnehmspritze: Wie GLP-1-Medikamente funktionieren und für wen sie geeignet sind

Krankheiten von A - Z

Melden Sie sich jetzt beim aponet.de Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Zur Newsletter-Anmeldung