Resiliente Regionen Wissenstransfer und Verstetigung Regionen; Verankerung der Resilienz in Regionen
BBSR - Region gestalten - Resiliente Regionen – Verstetigung und Wissenstransfer
Ausgangslage Klimawandel und Stromausfälle bedrohen Bevölkerung, Verwaltung und Infrastruktur
Klimawandel und Stromausfälle bedrohen Bevölkerung, Verwaltung und Infrastruktur
Forschungsprojekt : Resiliente Regionen – Verstetigung und Wissenstransfer
Vom Klimawandel über Cyberangriffe bis zum Ausfall kritischer Infrastrukturen: Krisen werden vielfältiger und überlagern sich zunehmend. Sind akute Krisen bewältigt, startet die mit vielen Konjunktiven gespickte öffentliche Diskussion: „Hätte man doch …. Wichtig wäre gewesen, …“. Die für den Katastrophenschutz zuständigen Landkreise sehen sich dann mit mannigfaltigen Erwartungshaltungen und zahlreichen Vorwürfen konfrontiert.
Resiliente Regionen wollen vorbereitet sein
Dass immer mehr Landkreise und Regionen Anstrengungen unternehmen, um besser auf Krisen vorbereitet zu sein, ist konsequent.
Zehn Modellvorhaben haben in den vergangenen drei Jahren Analysen und Instrumente umgesetzt, um für den Krisenfall vorzusorgen und die Krisenbewältigung bestmöglich vorzubereiten. Ihre Vorgehensweisen, Instrumente und Erfahrungen sind in der Toolbox Resiliente Regionen zusammengestellt – mit Hintergrundwissen und konkreten Beispielen.
Acht so genannte Transferregionen lernen nun von ihnen, wie sie Risikoanalysen angehen, Resilienzstrategien entwickeln, eine gute Risikokommunikation bewerkstelligen und eine Resilienz-Governance aufbauen können – um für die nächste Krise gewappnet und von Anfang an „vor der Lage“ zu sein.
Die Modellvorhaben und Transferregionen sind sich sowohl in der Einschätzung aufziehender Krisen als auch bei den zu schützenden Sub- und Objekten einig: Die folgende Grafik zeigt die Top-Resilienzthemen der insgesamt 18 involvierten Regionen.
Bedrohungslagen und Schutzgüter, die von den Modell- und Transferregionen als vorrangige Resilienzthemen aufgegriffen werden Quelle: inter 3
Die Folgen des Klimawandels und die Gefährdung durch Stromausfälle sind dabei die Krisenereignisse, die von den meisten Regionen als bedrohlich angesehen werden. Im Ernstfall sorgen sie sich insbesondere um die Funktionsfähigkeit von öffentlicher Verwaltung und Daseinsvorsorge, den Schutz kritischer Infrastrukturen sowie der Bevölkerung. Durch den Klimawandel sehen sie darüber hinaus auch Siedlungen und Naturräume sowie die Wirtschaft, insbesondere die Landwirtschaft, gefährdet.
Risiken kennen und kommunizieren, Strategien entwickeln und Umsetzung verstetigen
Das Wissen, die Erfahrungen und Instrumente der Resilienten Regionen werden nun an acht Transferregionen weitergegeben: Sie nutzen dafür die Toolbox Resiliente Regionen und treffen sich in großen und kleinen Wissenstransferformaten mit den Modellvorhaben.
Die Wissensbedarfe der Transferregionen erstrecken sich über alle Arbeitsbereiche der Resilienzthematik. Besonders gefragt sind die Vorgehensweisen und Erfahrungen zur Durchführung von Vulnerabilitätsanalysen sowie zum Einsatz von Planspielen, in denen mit allen wichtigen Akteuren Krisenereignisse und Bewältigungsstrategien durchgespielt werden.
Wissensbedarfe der Transferregionen Quelle: inter 3
Zugleich arbeiten fünf der Modellvorhaben – der Landkreis Friesland, der Landkreis Leipzig, der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, der Ostalbkreis und der Landkreis Oberallgäu – an der dauerhaften Verankerung ihrer Resilienzaktivitäten in der Region: Um die in der dreijährigen Modellphase erarbeiteten Grundlagen in den Arbeitsalltag zu überführen und in routinierte regionale Abläufe effektiv und effizient zu integrieren.
Überblick über die Modellvorhaben Resiliente Regionen und die Transferregionen Quelle: agl
Andrea Hartz agl Hartz • Saad • Wendl Landschafts-, Stadt- und Raumplanung Großherzog-Friedrich-Straße 16-18 66111 Saarbrücken E-Mail: andreahartz@agl-online.de
plan + risk consult E-Mail: fleischhauer@plan-risk-consult.de
inter 3 GmbH Otto-Suhr-Allee 59, 10585 Berlin Dr. Susanne Schön Telefon: +49 30 34 34 74-52
Sebastian Schulz Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Referat RS 1 „Raumentwicklung“
Bedrohungslagen und Schutzgüter, die von den Modell- und Transferregionen als vorrangige Resilienzthemen aufgegriffen werden
Überblick über die Modellvorhaben Resiliente Regionen und die Transferregionen