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title: "Verbände der Wertschöpfungskette Druck fordern Moratorium für Geltungsbeginn der PPWR Berlin/Frankfurt am Main; Übergangszeitraum für rechtssichere Umsetzung"
sdDatePublished: "2026-08-12T12:28:00Z"
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Verbände der Wertschöpfungskette Druck fordern Moratorium für Geltungsbeginn der PPWR Berlin/Frankfurt am Main; Übergangszeitraum für rechtssichere Umsetzung

Microsoft Word - 2026-08-12_PI_Verbände der Wertschöpfungskette Druck fordern Moratorium für den Geltungsbeginn der PPWR

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Verbände der Wertschöpfungskette Druck fordern Moratorium für den Gel-
tungsbeginn der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR)
Berlin/Frankfurt am Main, 12.08.2026. Gut eine Woche vor dem heutigen Gel-
tungsbeginn der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR)
hat die Europäische Kommission überarbeitete FAQ veröffentlicht. Darin nimmt
sie teils neue Einordnungen zur Rollenverteilung und dadurch zu Pflichten von
Wirtschaftsakteuren vor. Die Verbände der Wertschöpfungskette Druck begrü-
ßen grundsätzlich die teilweise neue Auslegung der Vorordnung als Schritt in
die richtige Richtung, um die praktische Umsetzung zu erleichtern – kritisieren
jedoch die Kurzfristigkeit der Veröffentlichung ausdrücklich.
Die Unternehmen in den Handelsstrukturen der Druckindustrie sowie der Presse-
und Buchbranche sehen sich aufgrund der Komplexität der Verordnung, neuer
Rechtsbegriffe und zusätzlicher Pflichten seit Monaten mit erheblicher Unsicherheit
konfrontiert. Bereits die FAQ der Kommission vom März 2026 ließen zahlreiche Fra-
gen offen. Die nun Anfang August veröffentlichte Überarbeitung zeigt zudem, dass
auch auf EU-Ebene zentrale Umsetzungsfragen erst schrittweise erfasst und geklärt
werden.
„Bis zum heutigen Geltungsbeginn bleibt den Unternehmen nicht genug Zeit, um
neue Auslegungen zu Rollen und Pflichten rechtssicher zu bewerten und in ihren
Prozessen umzusetzen“, betonen die Verbände. Besonders groß seien die Umset-
zungsprobleme beim grenzüberschreitenden Versand im EU-Binnenmarkt – vor al-
lem für Unternehmen, die nur Kleinstmengen versenden, ist z. B. eine Bestellung von
Bevollmächtigten in jedem einzelnen Land wirtschaftlich nicht tragbar.
Die Verbände fordern daher:
– einen angemessenen Übergangszeitraum für eine rechtssichere Umsetzung
der PPWR,
– Vertrauensschutz für Unternehmen, die ihre Pflichten auf Grundlage der bislang
veröffentlichten Informationen nach bestem Wissen umgesetzt haben,
– Zurückhaltung bei Kontrollen und Sanktionen zum Start der Anwendung: Behör-
den müssten berücksichtigen, dass aufgrund der späten Klarstellungen faktisch
keine ausreichende Vorbereitungszeit bestand,

Presseinformation
Berlin, 12. August 2026
Bundesverband
Druck und Medien e. V.
Markgrafenstraße 15
D-10969 Berlin
Silke Leicht-Sobbe
Leitung Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0) 30 .20 91 39 171
F +49 (0) 30 .20 91 39 113
silke.leicht-sobbe@bvdm-online.de
www.bvdm-online.de
Unser Zeichen
sls/jr/ms

BVDM ⋅ Markgrafenstraße 15 ⋅ D-10969 Berlin ⋅ www.bvdm-online.de
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– eine einheitliche, verlässliche Auslegung der PPWR in der EU: unterschiedliche
Bewertungen zwischen Europäischer Kommission und nationalen Behörden
müssten umgehend geklärt werden,
– pragmatische Lösungen für den EU-Binnenmarkt, insbesondere zu Registrie-
rung und Systembeteiligung – inklusive dringend erforderlicher Korrekturen für
Kleinstunternehmen sowie für geringe, zudem recyclingfähige Verpackungs-
mengen beim Versand über Ländergrenzen hinweg.
– Zudem muss die Pflicht zur kostenintensiven Bestellung von Bevollmächtigten
in EU-Ländern dringend überarbeitet werden.
Die notwendige Übergangszeit müsse die EU gemeinsam mit den Mitgliedstaaten
nutzen, um eine praxistaugliche und rechtssichere Umsetzung der PPWR sicherzu-
stellen, fordern die Verbände der Wertschöpfungskette Druck.

Informationen zu den absendenden Verbänden:
Der Gesamtverband Pressegroßhandel e.V. (GVPG) ist die Interessenvertretung der Pressegroß-
händler in Deutschland. Seine Mitglieder sind mit Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftli-
chem Interesse betraut. Sie stellen als neutrale Absatzmittler passgenaue Zeitungs-, Zeitschrif-
ten- und Zusatzsortimente zusammen und beliefern werktäglich Overnight den stationären Einzel-
handel aus einer Hand. Das Grosso-Vertriebsnetz umfasst bundesweit 2.000 Auslieferungstouren
mit rund 75 Tausend Angebotsstellen in den Städten und auf dem Land.
Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e. V. (BDZV) ist die zentrale Stimme
der deutschen Zeitungsunternehmen und digitalen Publisher. Der Spitzenverband bündelt die
Kräfte seiner Mitglieder, die mit ihren gedruckten und digitalen journalistischen Angeboten für
professionellen und unabhängigen Journalismus stehen. Die Förderung und Stärkung der Ver-
lagsbranche als essenzielle Säule einer pluralistischen Medienlandschaft und als Repräsentant
von Meinungs- und Pressefreiheit ist zentrales Ziel des BDZV. Auf deutscher und europäischer
Ebene setzt sich der BDZV aktiv für zukunftsfähige wirtschaftliche, politische und rechtliche Rah-
menbedingungen der freien, privatwirtschaftlich organisierten Presse ein.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. ist die Interessenvertretung der deutschen
Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt
rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er
veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des
Wortes.
Der Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen e. V. (BVDA) vertritt als Spitzenorganisation
seit seiner Gründung am 3. Juli 1987 die Interessen der Verlage kostenloser Wochenzeitungen in
Deutschland. Dem BVDA gehören 157 Verlage mit insgesamt 474 Titeln und einer Wochenauflage
von 35,5 Millionen Exemplaren an. Damit repräsentiert der BVDA 65 Prozent der Gesamtauflage
der kostenlosen Wochenzeitungen in Deutschland. Kostenlose Wochenzeitungen werden bun-
desweit von rund 50 Millionen Menschen über 14 Jahren gelesen.
Der Bundesverband Druck und Medien e. V. (BVDM) ist der Spitzenverband der deutschen
Druck- und Medienwirtschaft. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und techni-
scher Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druck- und Medienwirtschaft gegen-
über Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und der Zulieferindustrie. Getragen wird der BVDM von
acht regionalen Verbänden. International ist er über seine Mitgliedschaft bei Intergraf und FESPA
organisiert. Zur Druckindustrie gehören aktuell rund 6.000 überwiegend kleine und mittelständi-
sche Betriebe mit mehr als 95.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Der Medienverband der freien Pressen e. V. (MVFP) vertritt die Interessen der deutschen Zeit-
schriftenmedien auf nationaler und europäischer Ebene. Insgesamt informieren in Deutschland
knapp 7.000 Zeitschriftentitel der Publikums-, Fach- und konfessionellen Presse mit digitalen und
gedruckten Ausgaben ihre beruflich oder privat interessierte Leserschaft über praktisch alle denk-
baren Themen. Die ca. 300 Mitglieder des MVFP sind überwiegend kleine oder mittlere Unterneh-
men und repräsentieren gemeinsam den Großteil des deutschen Zeitschriftenmarktes.

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Die Interessengemeinschaft Deutscher Kunsthandel vertritt die sechs größten deutschen
Kunsthandelsverbände mit ca. 1.000 Mitgliedsunternehmen. Ihre Mitglieder sind der Berufsver-
band des Deutschen Münzenfachhandels e.V., der Bundesverband Deutscher Galerien und Kunst-
händler e.V., der Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer e.V., der Kunsthändlerverband
Deutschland e.V., der Verband der deutschen Münzenhändler e.V. und der Verband Deutscher An-
tiquare e.V.