BEKB berichtet Halbjahresergebnis 2026 in der Schweiz; Gewinn +8,3% auf 82,6 Mio CHF

BEKB Vorlage

Börsennews 12. August 2026

Aktien Schweiz Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht

SMI 14'633.70 (+0.61%) Dow Jones Industrial 53'975.98 (-0.11%) S&P 500 7'753.11 (-0.06%) NIKKEI-225 66'970.22 (+2.08%)

Swiss Blue Chip Shares Umsatz CHF 2.287 Mrd. Mid & Small Caps Swiss Shares Umsatz CHF 542 Mio.

Auftakt: US-Inflationsdaten und Iran im Fokus Heute stehen die US-Inflationsdaten im Fokus. Am Nachmittag werden dort die Konsumentenpreise für den Juli veröffentlicht, am Donnerstag folgen die Produzen- tenpreise. Im Markt wird ein leichter Rückgang der Infla- tionsrate auf 3,4 Prozent erwartet. Spekulationen über eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf dürften dann zumindest erst einmal nicht weiter angeheizt werden. Bereits ein schwacher US- Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag hatte die- se gedämpft. Die US-Vorgaben für den heutigen Han- delstag sind verhalten. So haben die US-Börsen gestern nach europäischem Handelsschluss noch nachgegeben. Auf der anderen Seite sind die Ölpreise weiter angestie- gen. Die Fronten im Nahen Osten haben sich verhärtet. Am späten Abend haben die USA einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen.

BEKB blickt auf ein von Nullzinsen geprägtes erstes Halbjahr 2026 zurück. In diesem Umfeld bleibt die Haupteinnahmequelle, das Zinsgeschäft, unter Druck. Dank der guten Entwicklung im Anlagegeschäft gelang es aber dennoch, den Gewinn zu steigern. Der Ge- schäftserfolg der BEKB, der in der Branche als Mass für die operative Leistung gilt, stieg um 12,3 Prozent auf 127,8 Millionen Franken. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 82,6 Millionen. Das war ein Plus von 8,3 Prozent. Das Zinsgeschäft litt aber weiterhin unter der Nullzinspolitik der Nationalbank (SNB). Netto fiel der Zinserfolg im Halbjahr um 4,2 Prozent auf 183,3 Millio- nen Franken. Dieser Rückgang wurde von der BEKB mit weiterem Wachstum im Anlagegeschäft aufgefangen.

www.bekb.ch | Börsennews | 12. August 2026 2 Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg stieg um 11,9 Prozent auf 70,1 Millionen Franken. Zudem nah- men der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 55,2 Pro- zent auf 14,2 Millionen und der übrige Erfolg um 70,2 Prozent auf 23,7 Millionen zu. Insgesamt rückte der Geschäftsertrag um 5,1 Prozent auf 291,2 Millionen Franken vor. Demgegenüber stieg der Geschäftsauf- wand um 2,0 Prozent auf 142,9 Millionen. Das Kosten- Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich so innert Jahresfrist um 1,5 Punkte auf 49,1 Prozent. Aufseiten der Kundenausleihungen verbuchte die BEKB in den Monaten Januar bis Juni weiteres Wachstum. Sie stiegen um 2,6 Prozent auf 32,8 Milliarden Franken. Mit der Vergabe von Hypotheken allein wurde gar ein Wachstum von 3,2 Prozent erzielt. Die Kundeneinlagen nahmen um 2,4 Prozent auf 28,8 Milliarden Franken zu. Werden die gesamten verwalteten Vermögen betrach- tet, die auch die von Beraterinnen und Beratern betreu- ten Wertschriftendepots umfassen, gelang der BEKB ein Zuwachs um 4,8 Prozent auf 47,5 Milliarden Franken. Ausblick: “Wir sind operativ sehr gut unterwegs”, wird BEKB-Chef Armin Brun zitiert. Mit einer soliden finanziel- len Basis, der hohen Ertragskraft und dank des diversifi- zierten Geschäftsmodells blicke man dem weiteren Jah- resverlauf mit Zuversicht entgegen. Brun erwartet eine weiterhin erfreuliche Geschäftsentwicklung.

UBS: Noch gibt es keinen Entscheid zu den vom Bun- desrat vorgeschlagenen und umstrittenen verschärften Eigenkapitalregeln für systemrelevante Grossbanken. Die zuständige Ständeratskommission will zwar eine stärkere Eigenkapitalunterlegung, hat sich aber noch nicht festgelegt. Die Frage, wie stark systemrelevante Grossbanken ihre Beteiligungen im Ausland mit Eigen- kapital unterlegen sollen, ist höchst umstritten. Der Bun- desrat beantragt eine vollständige Unterlegung von Auslandsbeteiligungen mit hartem Eigenkapital. Heute liegt die Anforderung bei rund 60 Prozent. Dabei müs- sen allerdings nur 45 Prozent mit sogenanntem hartem Eigenkapital unterlegt werden, für die weiteren 15 Pro- zent kann die Bank auch auf sogenanntes zusätzliches Kernkapital (“Additional Tier1”) zurückgreifen. Von der Verschärfung wäre faktisch nur die UBS betroffen. Sie wehrt sich vehement dagegen. Dass nach dem CS- Debakel die Eigenkapitalunterlegung bei ausländischen Beteiligungen systemrelevanter Banken gestärkt werden soll, war in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) unbestritten. Entsprechend trat sie auf die Vorlage ein. Wie die Stärkung erfolgen solle, sei aber noch nicht entschieden. Die WAK-S wolle eine Balance “zwischen dem legitimen Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung” und der “ebenso legitimen Wettbe- werbsfähigkeit des Finanzplatzes”. In der WAK-S liegen gemäss der Mitteilung verschiedene Anträge vor, beim vollständigen Abzug ausländischer Beteiligungen von den Eigenmitteln nicht nur hartes Kernkapital, sondern auch AT1-Instrumente zu berücksichtigen. Gleichzeitig könnten AT1-Instrumente so angepasst werden, dass sie frühzeitig wesentlich zur Stabilisierung einer Bank beitragen können. AT1-Anleihen sind hochverzinste Anleihen, die bei einer gravierenden Schieflage der Bank entweder in Eigenkapital umgewandelt oder für wertlos erklärt werden. Die Ständeratskommission will ihre Bera- tungen am 31. August fortsetzen, wenn ein Bericht der zuständigen Verwaltung - in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Justiz (BJ) - zu den bisherigen Formulie- rungsvorschlägen vorliegt. Vorgesehen ist, dass der Ständerat im Herbst über die Verschärfung des “Too big to fail”-Dispositivs entscheidet. Die vom Bundesrat ge- wünschte Verschärfung soll bewirken, dass Banken in einer Krise ausländische Töchter ohne negative Folgen für die Kapitalquoten des Stammhauses ganz oder teil- weise verkaufen können, solange sie noch eigenständig handeln können. Die Anträge sind Konsequenzen aus dem Zusammenbruch der Grossbank Credit Suisse (CS) und der erzwungenen Notfusion der CS mit der UBS vom März 2023.

BLKB hat im ersten Halbjahr 2026 den Geschäftserfolg bereinigt um den Einmaleffekt bei der Beteiligung an der eingestellten Online-Bank Radicant um 24 Prozent auf 117,5 Millionen Franken gesteigert. Der Halbjahresge- winn stieg um 5,3 Prozent auf 96,5 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag erhöhte sich auf 248,9 Millionen Franken, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Der Netto- Zinserfolg legte um 3,3 Prozent auf 177,0 Millionen Franken zu, während der Kommissionserfolg um 5,2 Prozent auf 49,5 Millionen Franken stieg. Ausblick: Die Kantonalbank erwartet für 2026 in dem von tiefen Zin- sen geprägten Umfeld einen mit dem Vorjahr vergleich- baren Geschäftsgang ohne Einmaleffekt. Der Rückbau der Radicant nach der angekündigten Einstellung des Bankbetriebs und Rückgabe der Banklizenz verlaufe planmässig.

SGKB ist im ersten Halbjahr 2026 gewachsen und hat unter dem Strich deutlich mehr verdient. Nun wird das Jahresziel angehoben. Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent auf 140,5 Millionen Franken, wie

www.bekb.ch | Börsennews | 12. August 2026 3 die SGKB am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich resul- tierte ein 5,1 Prozent höherer Reingewinn von 119,9 Millionen. Insgesamt erwirtschaftete das Ostschweizer Staatsinstitut einen Geschäftsertrag von 313,9 Millionen Franken (+4,0%). Dabei resultierte im Zinsengeschäft, das rund 60 Prozent zu den Erträgen beisteuert, ein 2,8 Prozent höherer Netto-Erfolg. Erneut deutlich steigern konnte die SGKB zudem ihr Ergebnis im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+7,5%). Der Handelserfolg hingegen, der in der Vorjahresperiode von der sehr ho- hen Börsenaktivität profitiert habe, ging um 2,9 Prozent zurück. Der Geschäftsaufwand stieg im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich an (+4,1%). Allerdings erhöhte sich nur der Personalaufwand (+6,5%), der Sachaufwand blieb konstant. Die höheren Personalkosten begründet das Institut mit der Sicherstellung des Wachstums sowie einer Optimierung des Angebots und des Risikomana- gements. Tatsächlich ist das Institut im ersten Semester gewachsen. Die Kundenausleihungen stiegen um 1,4 Prozent auf 35,2 Milliarden Franken. Der Grossteil der neuen Kundenausleihungen stamme aus Hypotheken an Privatpersonen in den Kantonen St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden, so das Communiqué. Weiter deutlich zulegen konnte die Bank bei den verwalteten Vermögen, die sich per Ende Juni auf 76,0 Milliarden Franken (+5,9%) beliefen. Der Kantonalbank flossen dabei im Halbjahr Neugelder in Höhe von 2,1 Milliarden Franken zu. Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2026 ist die Kanto- nalbank nun zuversichtlicher. Nachdem bislang ein Kon- zerngewinn auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt wurde, soll nun ein Wert “leicht über der Höhe des Vor- jahres” erreicht werden. Voraussetzung dafür sei, dass die aktuellen Zinsen stabil blieben, die Aktienmärkte sich weiter positiv entwickelten und die Schweizer Wirtschaft keine Rezessionsphase durchlaufe.

IVF Hartmann hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 11 Prozent auf 85,9 Millionen Franken gestei- gert. Der EBIT erhöhte sich um 28 Prozent auf 12,1 Mil- lionen Franken, während der Konzerngewinn um 25 Prozent auf 10,3 Millionen Franken zunahm. Treiber waren Marktanteilsgewinne, Neukunden sowie temporä- re Nachfrageseffekte. Ausblick: Für 2026 erwartet die Anbieterin für medizinische Verbrauchsgüter einen Um- satz und einen EBIT über dem Niveau des Vorjahres. Im zweiten Halbjahr rechnet IVF Hartmann wegen der vor- gezogenen Nachfrageeffekte jedoch mit schwächerem Wachstum und verweist auf mögliche Margenbelastun- gen durch sinkende Preise aufgrund von zu höheren Beschaffungskosten aufgebauten Lagerbeständen.

Temenos lanciert ein neues Aktienrückkaufprogramm. Bis spätestens zum 26. Februar 2027 sollen über die ordentliche Handelslinie eigene Aktien im Umfang von bis zu 100 Millionen Franken zurückgekauft werden. Das neue Rückkaufprogramm startet am (morgigen) 13. August 2026. Die zurückgekauften Aktien sollen für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Dazu zählen laut Temenos insbesondere Aktienpro- gramme für Mitarbeitende sowie die Finanzierung mög- licher Akquisitionen. Finanziert werde der Rückkauf aus dem freien Cashflow. Temenos erwarte, dass die Ver- schuldung Ende 2026 innerhalb des angestrebten Ziel- korridors von 1,0 bis 1,5x Nettoschulden im Verhältnis zum bereinigten EBITDA liege. Den letzten Aktienrück- kauf über ebenfalls 100 Millionen Franken hatte Teme- nos im April 2026 abgeschlossen.

Schindler hat den Auftrag zur Modernisierung von 31 Aufzügen im General-Motors-Gebäude in Manhattan erhalten. Dabei wird das Zielrufsystem Schindler PORT installiert, um das Verkehrsmanagement und die Sicher- heit zu verbessern. Das Projekt umfasst eine vollständi- ge Erneuerung der Aufzugsanlagen. Ein Auftragswert wird in dem Communiqué nicht genannt.

Rating- und Kurszieländerungen Landis+Gyr: UBS erhöht auf 52 (51) Fr. - Neutral Sandoz: Julius Bär erhöht auf 88 (84) Fr. - Buy Logitech: Julius Bär erhöht auf 90 (85) Fr. - Hold Amrize: Jefferies erhöht auf 41,40 (40,70) Fr. - Hold Alcon: Jefferies erhöht auf 95 (90) USD - Buy Alcon: Bernstein SG erhöht auf 76,15 (73,50) Fr. – Out- perform Alcon: CFRA erhöht auf 71 (67) Fr. - Buy Aryzta: Berenberg senkt auf 70 (72) Fr. - Buy Clariant: Berenberg erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 12,00 (7,80) Fr. Clariant: Goldman Sachs erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 12 (8,50) Fr.

Beteiligungsmeldungen

www.bekb.ch| Börsennews | 12. August 2026 4

Agenda Termine 13.08.2026 Polypeptide – Resultat H1 2026 TKBP – Resultat H1 2026 Swissquote – Resultat H1 2026 14.08.2026 VZ Holding –