Bergwacht Schwarzwald zu sechs Einsätzen im Ortenaukreis; Mehr als 300 Einsatzkräfte im Einsatz
Einsatzreicher Dienstag für die Bergwacht Schwarzwald: Bergwacht Schwarzwald e.V.
Einsatzreicher Dienstag für die Bergwacht Schwarzwald
Am Dienstag, 11. August 2026, wurde die Bergwacht Schwarzwald am Nachmittag und Abend zu insgesamt sechs Einsätzen alarmiert. Seit dem frühen Dienstagabend unterstützt sie außerdem die Einsatzkräfte der Feuerwehren bei der Bekämpfung der Waldbrände im Ortenaukreis.
Gegen 17:00 Uhr wurde die Bergwacht Schwarzwald zur Unterstützung der Feuerwehr nach Zell am Harmersbach alarmiert. Dort waren zeitweise mehr als 300 Einsatzkräfte im Einsatz, um drei parallele Waldbrände bei Zell am Harmersbach, Biberach und Steinach zu bekämpfen. 15 Bergwacht-Einsatzkräfte wurden zur rettungsdienstlichen Absicherung im Gelände sowie zur Fachberatung hinzugezogen.
Der Bergwacht-Fachberater steht der Einsatzleitung insbesondere bei der Geländebeurteilung und der Planung des einsatztaktischen Vorgehens beratend zur Seite. Für den heutigen Mittwoch wird die Bergwacht voraussichtlich die Spezialisten der Organisation @Fire im steilen, felsdurchsetzten Gelände sichern und mit All-Terrain-Vehicles (ATV) Material ins Einsatzgebiet transportieren.
Seit 17:00 Uhr am Dienstag sind Einsatzkräfte verschiedener Bergwacht-Ortsgruppen in wechselnder Besatzung durchgehend vor Ort.
Zwei Einsätze in der Wutachschlucht
Am frühen Nachmittag wurden die Bergretterinnen und Bergretter in die Wutachschlucht alarmiert. Eine Wanderin war nahe der Schurhammerhütte aufgrund eines ausgebrochenen Wanderwegs etwa drei Meter abgerutscht und hatte sich dabei am Arm verletzt. Die Bergwacht-Einsatzkräfte übernahmen die notfallmedizinische Erstversorgung, bevor sie die Patientin mit dem Bergrettungsfahrzeug aus der Schlucht transportierten und anschließend an den straßengebundenen Rettungsdienst übergaben.
Am Abend wurden die Einsatzkräfte erneut alarmiert. Eine Touristin aus Großbritannien hatte sich bei einem Sturz schwer verletzt. Sie war in der Nähe der Schattenmühle vom Weg abgekommen und etwa sieben Meter abgestürzt. Die Bergwacht-Einsatzkräfte transportierten die Patientin gemeinsam mit dem Team des straßengebundenen Rettungsdienstes durch die Wutach auf eine kleine Insel im Fluss. Von dort konnte sie mithilfe der Rettungswinde eines Rettungshubschraubers aus der Schlucht gerettet werden. Insgesamt waren zehn Bergwacht-Einsatzkräfte sowie ein Bergwacht-Luftretter im Einsatz.
Am späten Nachmittag wurde die Bergwacht-Ortsgruppe Notschrei in den Steinwasenpark alarmiert. Eine Besucherin hatte sich am Fuß verletzt und konnte nicht mehr selbstständig gehen. Die Bergwacht-Einsatzkräfte übernahmen gemeinsam mit dem Team des straßengebundenen Rettungsdienstes die notfallmedizinische Erstversorgung, bevor sie die Patientin mit einer Gebirgstrage aus dem Gelände des Steinwasenparks transportierten. Am Ausgang des Parks übergaben sie die Patientin an den straßengebundenen Rettungsdienst.
Hilflose Personen in der Rötenbachschlucht
Am Nachmittag wurde die Bergwacht-Ortsgruppe Hochschwarzwald zu zwei hilflosen Personen in der Rötenbachschlucht alarmiert. Zwei 16-Jährige, die mit ihren E-Bikes in der Schlucht unterwegs waren, kamen nicht mehr weiter und setzten den Notruf ab. Da der Mobilfunkempfang dort schlecht war, lagen den Bergwacht-Einsatzkräften keine genauen Koordinaten vor. Nahe der Rötenbachschlucht-Brücke konnten sie die beiden erschöpften Jugendlichen glücklicherweise schnell auffinden. Die unverletzten Jugendlichen wurden mit dem Bergrettungsfahrzeug aus der Schlucht gebracht und anschließend ihren Eltern übergeben.
Zwölf Bergretterinnen und Bergretter der Bergwacht-Ortsgruppen Baden-Baden und Pforzheim wurden gegen 20:00 Uhr zu einer laufenden Suchaktion in Baden-Baden hinzugezogen. Sie suchten in einem Waldgebiet mithilfe von Bergrettungsfahrzeugen, All-Terrain-Vehicles (ATV) und einer Drohne mit Wärmebildkamera markante Geländepunkte ab. Gegen 23:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen.
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