Gemeinschaft Emmanuel feiert 30 Jahre Forum Altötting in der bayerischen Wallfahrtsstadt Altötting; 1.300 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum
Gemeinschaft Emmanuel seit 30 Jahren in Altötting | Bistum Passau
Gemeinschaft Emmanuel seit 30 Jahren in Altötting
Mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst auf dem Kapellplatz endete am Sonntag, 9. August das diesjährige Forum Altötting, das die Gemeinschaft Emmanuel in Zusammenarbeit mit der Stadt Altötting ausrichtete. Rund 1.300 Menschen – überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum – nahmen vom 6. bis 9. August an dem viertägigen Glaubensfestival für Jung und Alt teil. Bei sonnigem Wetter auf dem Kapellplatz und den umliegenden Veranstaltungsorten der bayerischen Wallfahrtsstadt konnten die Besucher viele Impulse mitnehmen, Gemeinschaft erleben und ihre Gottesbeziehung vertiefen. Für Kinder von 3 bis 12 Jahren gab es ein Kinderforum, ab 13 Jahren durfte man zum Teensforum rund um die Josefsburg.
Das Forum Altötting startete am Donnerstagmittag, 6 . August. Auf dem Kapellplatz wurden die zahlreichen Gäste willkommen geheißen und konnten sich im Emmanuel Village anmelden, in der Verkaufsbude schmökern oder sich im Emmanuel-Zelt über die verschiedenen Projekte informieren – zum Beispiel die internationale Hilfsorganisation Fidesco, die Evangelisationsschule „ Rejoice“, die Akademie für Dialog und Evangelisation in Wien oder die pastoralen Gemeindegründungsprojekte Emmanuel House Münster, Herz Jesu in Köln oder Emmanuel 4 You in München. Ein großer Anlaufpunkt war das Forumscafé, wo man Crêpes, Kaffee oder kühle Getränke bestellen und ein wenig ausruhen konnte. Das „ Maß-Kottchen“ erfreute die Forumsgäste mit kreativen Aktionen und setzte das Forumsmotto humorvoll um.
Beim offiziellen Beginn in der Basilika stellte das Forumsteam auf unterhaltsame Weise das Motto „ Schneller. Höher. Weiter.“ vor – mit Stoppuhr, Leiter und Fernglas. Es wurde dazu eingeladen, aus dem immer schneller werdenden Alltag auszusteigen, sich nicht höher zu stellen als andere und mit neuen Perspektiven weiterzugehen. Bürgermeister Stephan Antwerpen und Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl waren einige der vielen Ehrengäste, aus Stadt, Politik und Pfarrei, die bei der Eröffnung dabei waren und auf der Bühne interviewt wurden. Erfahrungsberichte aus der Welt des Sports sowie über einen langsameren Lebensstil der Menschen in Osttimor rundeten den Abend ab.
Die Vormittage starteten jeweils mit einer Lobpreiszeit bei modernen Liedern der Forumsband auf dem Kapellplatz, gefolgt von einem Hauptvortrag zu den Themen „ Schneller“ (Referent: Ulrich Hagemann), „ Höher“ (Jörg Niemeier und Kathrin Scheckenbach) und „ Weiter“ (Martin & Elisabeth Fenkart). Danach wurde mit fast 20 Priestern die Heilige Messe gefeiert (Abb. 5 ) mit erfrischenden Predigten (Freitag: Bischof Hermann Glettler von Innsbruck, Samstag: Martin Sinnhuber vom Emmanuel House Münster, Sonntag: Markus Zurl, ab Oktober im Pfarrverband München-West).
Am Freitag- und Samstagnachmittag konnte man die Gesprächsrunden mit „ runden und eckigen Tischen“ zu den Themen Politik, Mission oder Frieden besuchen, sich einen passenden Workshop aussuchen (zum Beispiel Vertiefung der Hauptvorträge, Ehe, Gebet, Alleinsein, Umgang mit Krisen), die Josefsburg besichtigen oder Zeit auf der Anbetungswiese verbringen. Am Freitagnachmittag war Familienzeit angesagt mit zahlreichen Angeboten rund um Altötting – vom Baden über Outdoor-Sportangeboten bis hin zu verschiedene Ausstellungen in der Stadt. Die Young Professionals, die frisch im Beruf stehen, hatten eigene Programmpunkte.
Am Freitagabend gestaltete die Evangelisationsschule „ Rejoice“ der Gemeinschaft Emmanuel auf dem romantisch beleuchteten Kapellplatz einen Abend der Barmherzigkeit. Eine ausdrucksstarke Pantomime der Studenten zeigte, wie sich ein Leben ohne Gott durch die Beziehung zu Jesus Christus zum Positiven änderte. Dieser Abend war für viele ein geistlicher Höhepunkt. Die Teilnehmer konnten auf vielfältige Weise die liebevolle Zuwendung Gottes erfahren – zum Beispiel bei der Eucharistischen Anbetung, im Gespräch mit Gebetspaten, durch einen konkreten Bibelvers oder beim Empfang des Sakraments der Versöhnung. Am Samstagabend gab es für die Jüngeren auf dem Kapellplatz ein Konzert der „ Rejoice“-Band, mit dem sich die Studenten nach zehn Monaten in der Evangelisationsschule Altöt-ting verabschiedeten. Die zehn Musiker begeisterten mit bekannten Popsongs und modernen Gospels. Sie wurden beim Gottesdienst am Sonntag zum Abschluss ihrer Ausbildung mit einem feierlichen Segen ausgesendet.
Die Erwachsenen konnten in der Basilika einen besinnlichen Abend erleben mit bodenständigen Erfahrungsberichten, Musik und geistlichen Momenten. (Abb. 10 ) Immer wieder gab es während des Forums Gelegenheit, sich mit den Banknachbarn auszutauschen und am Ende in einfacher Form füreinander zu beten. Jeden Tag gab es in der Basilika eine vierstimmig gesungene Vesper, die viele Forumsbesucher mitfeierten. Ansonsten konnte jeder aus dem offenen Programmangeboten das mitnehmen, was ihm gut tat und sich auch jederzeit eine Auszeit in der Chill-out-Area oder einem Altöttinger Eiscafé nehmen. Auch die Führungen durch die Josefsburg, Sitz der Gemeinschaft Emmanuel in Deutsch-land und Zentrum ihrer internationalen Evangelisationsschule, boten einen Einblick in das denkmalgeschützte drittälteste Gebäude Altöttings.
Buntes Programm für Kinder und Teens
Dass Gottes Liebe schneller, höher und weiter als alles Denkbare ist, erlebten die Kinder während des Forums mit einem bunten Programm. Die rund 60 Vorschulkinder ( 3 bis 6 ) erforschten die schützende Nähe und Fürsorge Gottes am Beispiel der Vögel und erfuhren, dass man an der Hand Mariens schneller, höher und weiter zu Jesus kommen kann. Etwa 120 Schulkinder ( 7 bis 12 ) nahmen an einer Olympiade mit Petrus-Erfahrungen teil. In Gruppen erlebten sie: gerufen werden, von Jesus aus dem Wasser gezogen werden, erwählt werden, nach der Liebe gefragt werden, gesandt werden. Lobpreis mit Heiligen-Theater, eine kindgerechte Einführung in die Beichte und ein Mottolied sowie das Gebet in den Familien füreinander waren Highlights.
Das Programm im Teensforum (ab 13 Jahren) war geprägt von Spiel, Sport, Spaß und Spi-rit mit Tiefgang! Neben Schwimmbad, Fuß- und Volleyball ging es für die rund 120 Jugend-lichen – unter anderem mit Bischof Hermann Glettler – darum, wie die Freundschaft mit Jesus konkret gelebt werden kann. Dazu konnte man verschiedene Gebetsfor-men kennenlernen, die auch gleich ausprobiert wurden. Am Sonntag überraschten sie die Erwachsenen nach dem Gottesdienst mit einem Flashmob. Viele der Jugendlichen werden sich bei den kommenden Teens-Wochenenden bald wiedersehen.
Rund 250 ehrenamtliche Helfer trugen zum Gelingen des gesamten Forums bei. Viele waren schon eine Woche zuvor in der Altöttinger Josefsburg und wirkten beim Auf- und Abbau des Glaubensfestivals mit. Aber auch während des Forums fanden sich erstaunlich schnell viele helfende Hände, vor allem für die Essensausgabe. „ Wenn ihr euch schnell meldet und die Hand ganz hochstreckt, können wir mit dem Programm weitermachen“, hieß es humorvoll bei den organisatorischen Ansagen. Teilnehmer, die lieber campen wollten, statt in ein Hotel zu gehen, konnten auf einem Zeltplatz neben der Basilika übernachten. Es gab aber auch die Möglichkeit, bei einer der zahlreichen Gastfamilien rund um Altötting unterzukommen. Prälat Günter Mandl nahm gleich elf Gäste bei sich auf, die aus Ruanda stammen.
Der Termin für das nächste Forum Altötting steht bereits fest: vom 5. bis 8. August 2027
Emmanuel ist eine internationale katholische Gemeinschaft, die 1972 in Frankreich entstanden ist – wie andere neue geistliche Gemeinschaften in dieser Zeit. Ihr gehören weltweit rund 14 . 000 Mitglieder an, darunter etwa 400 in Deutschland und 120 in Österreich – Menschen aus allen Lebensständen und Altersstufen: Junge Leute, Singles, Ehepaare, Priester, zölibatär lebende Frauen und Männer, Senioren. Jeder lebt in seinem eigenen familiären und beruflichen Umfeld. „ Emmanuel“ – das heißt: Gott mit uns. Aus dieser Hoffnung versuchen die Mitglieder den Alltag zu gestalten und mit den Menschen in ihrem Umfeld auf dem Weg zu sein. Die katholische Gemeinschaft mit weltweiter päpstlicher Anerkennung ist in rund 60 Ländern aktiv. Darüber hinaus sind viele auf ihrem Glaubensweg mit der Gemeinschaft verbunden und nutzen ihre Angebote. Die Gemeinschaft engagiert sich in vielfältigen Initiativen für einen relevanten, lebendigen christlichen Glauben. Mitten im modernen Alltag soll ein offener Dialog über Glaube und Kirche anregen und Begegnung mit Gott ermöglichen. Weitere Angebote der Gemeinschaft Emmanuel unter www.emmanuel.de.
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