Stadt Böblingen sperrt Oberer See und Unterer See; Blaualgenblüte verursacht Sperrung bis auf Weiteres

Starkregen, Hochwasser & Trockenheit | Stadt Böblingen

Starkregen, Hochwasser und Trockenheit gehören zu den Auswirkungen des Klimawandels, die auch in Böblingen zunehmend spürbar werden. Während Starkregen und Hochwasser innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen können, belasten längere Trockenperioden Menschen, Natur, Gewässer und die städtischen Grünflächen. Gut informiert ist besser geschützt: Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die Risiken von Starkregen, Hochwasser und Trockenheit. Außerdem finden Sie Hinweise zur Eigenvorsorge, Informationen zu Überflutungsrisiken vor Ort sowie aktuelle Hinweise und Regelungen, beispielsweise zum Wasserentnahmeverbot im Landkreis.

Aktueller Hinweis zu Blaualgen in den Böblinger Seen

Aktuell sind der Obere und der Untere See aufgrund einer Blaualgenblüte bis auf Weiteres gesperrt. Bitte meiden Sie jeden Wasserkontakt und halten Sie auch Hunde von den betroffenen Gewässern fern.

Hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit begünstigen die Ausbreitung von Cyanobakterien (Blaualgen). Diese können die Wasserqualität beeinträchtigen und gesundheitliche Risiken verursachen.

Starkregenereignisse werden auch in Böblingen zukünftig wahrscheinlicher. Vergangene Starkregenereignisse in den Jahren 2010, 2013, 2018 und 2020 richtete schwere finanzielle Schäden an. Unter Starkregen versteht man einen lokalen und eher kurzen, dafür jedoch intensiven Regenschauer. Der Deutsche Wetterdienst spricht bei 10mm Regen in der Stunde bzw. 20mm in 6 Stunden von einem Starkregen bzw. Starkniederschlag. Starkregen trifft oft überraschend auf und stellt somit ein kaum kalkulierbares Ereignis dar. Um die Auswirkungen von Starkregen abzuschwächen, benötigt es ein sogenanntes Starkregenrisikomanagement. Etwa einmal in 30 Jahren tritt ein seltenes Starkregenereignis mit 40mm

h spricht man von einem außergewöhnlichen Starkregenereignis, welches nach aktuellem Stand der Forschung einmal in 100 Jahren auftritt.

Ihr Weg zu den Starkregen-Gefahrenkarten

Auf den Starkregen-Gefahrenkarten der Stadtentwässerung Böblingen kann jede*r einsehen, ob das eigene Grundstück durch Starkregen gefährdet ist. Darüber hinaus bietet dieses Informationsangebot eine gute Grundlage für die persönliche Eigenvorsorge, da mögliche Risiken frühzeitig erkannt und geeignete Schutzmaßnahmen rechtzeitig geplant werden können. Zudem bietet die Stadtentwässerung auch eine persönliche Beratung an, wie Objektschutz auf dem eigenen Grundstück umgesetzt werden kann. Wenden Sie sich hierfür bitte mit Ihrer Anfrage an starkregen@stadtentwaesserung-bb.de .

Informationen zu Hochwasser, Pegelständen und Überflutungsbereichen

Extreme Niederschläge und steigende Wasserstände können jederzeit zu lokalen oder größeren Hochwasserereignissen führen. Während Hochwasser meist durch länger andauernde Niederschläge (Dauerregen) entsteht und Bäche oder Seen über ihre Ufer treten können, entstehen Überflutungen bei Starkregen häufig innerhalb kurzer Zeit direkt dort, wo das Wasser nicht schnell genug versickern oder abfließen kann. Um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein, ist es wichtig, verlässliche Informationen zu kennen. Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Pegelstände, Warnmeldungen, Hochwasserprognosen sowie mögliche Überflutungsbereiche in Baden‑Württemberg. Die Hochwasservorhersagezentrale Baden‑Württemberg (HVZ) bietet aktuelle Wasserstände, Warnungen, Vorhersagen und interaktive Karten mit Überflutungsflächen. Das Portal Hochwasserzentralen.de liefert zusätzlich einen schnellen Überblick über Pegel und Warnungen im gesamten Bundesgebiet. Mögliche Überflutungsbereiche in Baden‑Württemberg können über den interaktiven Karten­dienst UDO der LUBW abgerufen werden, inklusive Hochwassergefahrenkarten (HQ10, HQ50, HQ100, HQextrem). Sie zeigen, wie weit Wasser je nach Szenario über die Ufer treten kann und bilden eine wichtige Grundlage für Vorsorge, Planung und Risikomanagement.

Trockenheit und Hitze gehören zu den Folgen des Klimawandels, die auch in Böblingen zunehmend spürbar werden. Längere niederschlagsarme Phasen belasten Böden, Vegetation und Gewässer. Besonders betroffen sind das Stadtgrün sowie die örtlichen Bäche und Seen, deren Wasserstände zurückgehen und deren ökologische Stabilität unter den veränderten Bedingungen zunehmend unter Druck gerät. Umso wichtiger sind ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Um die aktuelle Trockenheitssituation im Sommer 2026 besser einschätzen zu können, stehen verschiedene Informationsangebote zur Verfügung: Der Dürremonitor Deutschland des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zeigt die Bodenfeuchte und den Trockenheitszustand in verschiedenen Bodentiefen. Die Darstellung für Baden-Württemberg zum 10.08.2026 zeigt die Auswirkungen eines von Hitze und außergewöhnlicher Trockenheit geprägten Sommers. Große Teile des Landes weisen eine deutlich unterdurchschnittliche Bodenfeuchte auf. Auch der Landkreis Böblingen ist betroffen und zeigt Bereiche von mäßiger bis außergewöhnlicher Dürre (orange bis dunkelrot). Die Stadt Böblingen liegt überwiegend im roten bis dunkelroten Bereich und damit in einer schweren bis außergewöhnlichen Dürresituation . Der dunkelrote Farbton kennzeichnet eine sehr seltene Trockenheitssituation, die statistisch nur etwa alle 50 Jahre oder seltener auftritt. Ergänzend bietet der Bodenfeuchteviewer des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aktuelle Informationen zur Bodenfeuchte und deren Entwicklung. Diese Angebote helfen dabei, die Auswirkungen auf Böden, Vegetation und Gewässer besser einzuordnen.

Wasserentnahmeverbot aus Bächen und Flüssen

In den Sommermonaten können anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen zu niedrigen Wasserständen in Bächen und Flüssen führen. Zum Schutz der Gewässer und ihrer Tier- und Pflanzenwelt gilt daher im Landkreis Böblingen jährlich vom 1. Juni bis einschließlich 30. September ein Wasserentnahmeverbot aus Bächen und Flüssen. Die Entnahme von Wasser zur Bewässerung oder Beregnung von gärtnerischen und landwirtschaftlichen Flächen ist in diesem Zeitraum nicht zulässig. Hintergrund sind die in den Sommermonaten häufig auftretenden Niedrigwasserstände. Zusätzliche Wasserentnahmen können das ökologische Gleichgewicht der Gewässer beeinträchtigen und insbesondere kleinere Fließgewässer zusätzlich belasten. Aktuelle Informationen zum Wasserentnahmeverbot sowie weiterführende Hinweise erhalten Sie auf der Webseite des Landkreises Böblingen.