Carpus+Partner entwickelt Depot- und Forschungsgebäude des Deutschen Bergbaumuseums Bochum; neuer Typ sammlungsnaher Wissenschaftsbauten

Depot- und Forschungsgebäude des Deutschen Bergbaumuseums Bochum | Carpus+Partner

Beitrag im Magazin Wissenschafts- management

Wie müssen Gebäude aussehen, wenn Bewahren und Forschen nicht mehr getrennt voneinander gedacht werden?

Zum Projekt Depot- und Forschungsgebäude des Deutschen Bergbaumuseums Bochum:

Wesentliche Herausforderungen für die Architektur ergaben sich aus den städtebaulichen Anforderungen und der künftigen Nutzung: Das Montanhistorische Dokumentationszentrum verwahrt mehrere hunderttausend Sammlungsobjekte – von historischen Dokumenten und Fotografien bis zu tonnenschweren Maschinen. Die bis dahin auf verschiedene Standorte verteilten Bestände erschwerten wissenschaftliche Arbeitsabläufe ebenso wie konservatorische Prozesse.

Die planerische Aufgabe ging deshalb weit über die Schaffung neuer Depotflächen hinaus. Gefordert war eine Forschungsinfrastruktur, die Sammlung, Forschung, Restaurierung und Dokumentation räumlich und organisatorisch integriert sowie ihre Arbeitsprozesse eng miteinander verzahnt. Gleichzeitig waren öffentliche Erschließung, wissenschaftlicher Betrieb und Depotlogistik aufeinander abzustimmen.

Aus dieser Verzahnung entwickelten die Architekten von Carpus+Partner einen neuen Typ sammlungsnaher Wissenschaftsbauten: hochspezialisierte Bereiche – etwa konservatorisch anspruchsvolle Depotzonen – sind von öffentlich zugänglichen und wissenschaftlich genutzten Bereichen getrennt, ohne die funktionale Nähe zwischen ihnen aufzugeben. So bleibt das Gebäude trotz seiner Spezialisierung langfristig flexibel.

Das Bergbaudepot zeigt, wie Architektur eine Forschungsinfrastruktur schaffen kann, die Industriegeschichte, Wissenschaft und nachhaltige Transformation verbindet.

Unsere Architekten Karolos Renson, Eric Demary und Friedhelm Nußbaum von Carpus+Partner schreiben in Wissenschaftsmanagement.de über das Projekt und die Entwicklung neuer Typologien für sammlungsnahe Wissenschaftsbauten.