Emschergenossenschaft beginnt Bauabschnitt zur Instandsetzung des Spundwandkanals Boye in Bottrop; Acht Bäume fallen; Fuß- und Radweg gesperrt.

Boye: Spundwandkanal wird saniert - eglv

Emschergenossenschaft beginnt in Kürze den nächsten Bauabschnitt

Bottrop. Die Emschergenossenschaft beginnt in Kürze mit dem nächsten Bauabschnitt zur Instandsetzung einen Spundwandkanals an der Boye in Bottrop. Dabei wird nun der Spundwandfuß saniert. Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse vor Ort muss die Emschergenossenschaft kurzfristig Anfang kommender Woche acht junge Bäume entnehmen. Die von Fachleuten erarbeitete und bewertete Maßnahme wurde von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Der Spundwandkanal befindet sich am Durchlass der Boye unterhalb der Einmündung des Haarbaches, der von Gladbeck aus kommend in die Boye fließt. Der Kanal wurde im Jahr 1971 hergestellt und befindet sich im Eigentum der Emschergenossenschaft. Im Rahmen einer Bauwerksprüfung wurde festgestellt, dass der Kanal aufgrund von Korrosionen instand zu setzen ist. Die Emschergenossenschaft hatte mit ersten Sanierungsarbeiten bereits im vergangenen Jahr begonnen. Dabei wurde an den Spundwänden selbst gearbeitet.

Für die nun beginnende Sanierung des Spundwandfußes muss die Boye in diesem Abschnitt durch Rohre geleitet werden. Aufgrund ihres Durchmessers und der vorhandenen eingeschränkten Platzverhältnisse können die Rohre jedoch nicht mit einem Krahn in das Gewässerbett eingehoben werden, sodass sie über Rampen an den Böschungen eingelassen werden müssen. In diesem Bereich müssen entsprechend kurzfristig die Bäume weichen.

Die Emschergenossenschaft weist darüber hinaus darauf hin, dass aufgrund der Arbeiten zeitweise der Fuß- und Radweg in dem betroffenen Bereich an der Boye gesperrt werden muss. Auch hierfür bittet der Wasserwirtschaftsverband um Verständnis.

In die Instandsetzung des Spundwandfußes werden rund 500.000 Euro investiert. Die Arbeiten dauern bis Ende November 2026.

Emschergenossenschaft Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de