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title: "Lafim-Diakonie zeigt Klimaschutz in der Pflege in Deutschland; 24,6% Erneuerbare Energie"
sdDatePublished: "2026-08-12T07:10:00Z"
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Lafim-Diakonie zeigt Klimaschutz in der Pflege in Deutschland; 24,6% Erneuerbare Energie

Die Lafim-Diakonie zeigt: Klimaschutz beginnt in der Pflege – jeden Tag - Lafim Diakonie

Die Lafim-Diakonie zeigt: Klimaschutz beginnt in der Pflege – jeden Tag

Klimaschutz ist für die Lafim‑Diakonie ein zentraler Teil unseres diakonischen Auftrags. Ohne konsequente Klimaschutzmaßnahmen in der Pflege‐ und Sozialwirtschaft wird Deutschland seine Klimaziele nicht erreichen. Doch ein Bereich, der täglich Millionen Menschen versorgt, bleibt im klimapolitischen Diskurs fast unsichtbar – die Pflege und Sozialwirtschaft. Während über CO₂ Preise, Wärmewende und Industrieförderung diskutiert wird, verursacht das Gesundheitswesen allein fünf Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland – mehr, als vielen bewusst ist. Christian Schehle, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Lafim Diakonie, bringt es auf den Punkt. „Ohne die Tätigkeiten von Pflege- und Betreuungskräfte sowie Erzieher:innen, einzubeziehen wird Deutschland nicht klimaneutral.“ Diese Bedeutung des Sektors für den Klimaschutz hat die Lafim‑Diakonie früh erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Ein riesiger Sektor – mit großer Klimawirkung

Rund 6,2 Millionen Menschen arbeiten in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen ( Quelle: destatis 2024 ). Auch die Lafim‑Diakonie trägt mit ihren zahlreichen Einrichtungen eine erhebliche Verantwortung für den Klimaschutz. Unsere Einrichtungen verbrauchen Energie, die Küchen produzieren täglich tausende Mahlzeiten, und Sozialstationen und Fahrdienste brauchen Fahrzeuge für Ihre Tätigkeit“, so Christian Schehle. Der wichtigste Emissionstreiber bei der Lafim-Diakonie ist mittlerweile die Verpflegung mit rund drei Millionen Mahlzeiten pro Jahr – etwa ein Drittel der Gesamtemissionen. Fast genauso groß ist der Posten für Wärme durch Erdgas. Die Lafim Diakonie hat daher 2025 ihre Speisepläne modernisiert, mehr pflanzliche Gerichte eingeführt und tierische Produkte reduziert. „Viele Seniorinnen und Senioren wünschen sich vegetarische Optionen – und tierische Produkte sind in großen Mengen gesundheitlich bedenklich. Der drittgrößte Risikofaktor der uns gesunde Lebensjahre kostet resultiert aus der Ernährung“, erklärt Christian Schehle.

Mobilität als zweiter großer Hebel

Auch die Mobilität der Mitarbeitenden ist ein erheblicher Faktor. Allein die 3200 Mitarbeitenden der Lafim-Diakonie pendeln im Schnitt 16 km einfach zur Dienststelle. Ohne besseren ÖPNV auf dem Land, bezahlbare Tickets oder Ladestationen bleibt das kaum veränderbar. „Mitarbeitende können das bezuschusste Deutschland-Ticket nutzen oder auf Ladesäulen unserer Einrichtungen für ihr privates Elektrofahrzeug vor Ort zugreifen“, so Christian Schehle. Die Lafim‑Diakonie baut diese Infrastruktur gezielt aus, um Emissionen weiter zu senken. Hier sieht er großes Einsparpotenzial für Emissionen. Der Gesundheits- und Sozialbereich verursacht insgesamt so viele Emissionen wie der innerdeutsche Flugverkehr und die Binnenschifffahrt zusammen ( Quelle:SZ Politik bremst Kliniken und Heime beim Kampf gegen Klimawandel aus – Wirtschaft – SZ.de ). „Ohne eine CO₂-Neuausrichtung unserer Branche sind Deutschlands Klimaziele nicht zu erreichen“, sagt der Lafim-Diakonie Mitarbeiter.

Was die Lafim Diakonie bereits umsetzt

Wir haben bereits einen Anteil von 24,6 Prozent Erneuerbare beim Energieverbrauch erreicht. In den kommenden zehn Jahren wird ein Großteil unserer Heizungen durch Wärmepumpen ersetzt werden, betrieben mit Ökostrom. Weitere Photovoltaikanlagen sind ebenfalls geplant und liefern dann günstigen Strom aus Brandenburger Sonne. Damit verfolgt die Lafim‑Diakonie einen klaren Transformationspfad hin zu klimafreundlicher Energieversorgung und reduziert ihren ökologischen Fußabdruck systematisch. Weitere wichtige Schritte sind eine weitere Erhöhung der Gemüseanteile bei der Verpflegung, ein wachsender E-Fuhrpark, nachhaltige Beschaffung und ethische Geldanlagen.

Der größte Gegner der Klimawende in der Pflege ist die Bürokratie. „In der Praxis scheitern viele gute Ideen an komplexen Vorgaben und Refinanzierungslogiken“, sagt Christian Schehle. Photovoltaikanlagen wären ideal für den Eigenverbrauch von Pflegeeinrichtungen, sind jedoch immer noch kompliziert abzurechnen. Gerade für kleine Einrichtungen ist dieser Mehraufwand selten zu stemmen. Brandenburgs ausgelaufenes Förderprogramm „Green Care and Hospital“, das bis zu 90 Prozent der Investitionen übernahm, gilt vielen als Vorbild. Solche Programme fehlen heute, sagt Christian Schehle.

Die Mitarbeitenden – Motor eines stillen Wandels

Technik allein reicht nicht aus. Klimaschutz gelingt nur mit den Menschen vor Ort. „Man kann gute Pläne schreiben, aber umgesetzt werden sie von den Mitarbeitenden“, sagt der Lafim-Diakonie Mitarbeiter. „Die Menschen der Sozialwirtschaft sind entscheidend für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, aber ohne uns kann auch Klimaschutz in Deutschland nicht gelingen. Das sollte politisch stärker wahrgenommen werden“, sagt Christian Schehle. Dass die Branche klimapolitisch so relevant ist wie der innerdeutscher Flugverkehr plus Binnenschifffahrt, wissen die wenigsten. ( Quelle: SZ Politik bremst Kliniken und Heime beim Kampf gegen Klimawandel aus – Wirtschaft – SZ.de )

Fazit: Keine Klimazukunft ohne Pflege

Wenn Deutschland klimaneutral werden will, führt kein Weg an der Transformation der Sozialwirtschaft vorbei. Technologien sind vorhanden, das Potenzial ist hoch – doch ohne politische Unterstützung und die Bereitschaft der Menschen vor Ort bleibt das Ziel unerreichbar.

Studiengang: Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen (Bachelor of Arts)

Mit dem Studium des Casemanagements erlernen Sie die Fähigkeit unseren anvertrauten Menschen in ihren Behandlungswegen individuell zu unterstützen und die notwendige Leistungserbringung zu steuern. Sie agieren nach erfolgreichem Abschluss als Schnittstellenmanager.

Ablauf: Das Studium ist ein duales Studium, bei dem wir der Praxispartner sind. Sobald Sie mit uns einen Studienvertrag geschlossen haben, können Sie sich an der Universität DHBW Heidenheim immatrikulieren. Es wechseln sich dreimonatige Theoriephasen an der Hochschule mit gleich langen Praxisphasen bei uns ab. So kann die Theorie direkt in der Praxis angewandt werden und umgekehrt ergeben sich aus den Erfahrungen der Praxis neue Ansatzpunkte für die Theorie. Die Studiendauer beträgt 6 Semester mit 25 Modulen.

Was können Sie von uns erwarten? Durch unser professionelles Team im Geschäftsbereich Flieders werden sie in die umfangreichen Prozesse der Behindertenarbeit eingearbeitet. Sie erleben die Vielfalt des Casemanagement in der Praxis und können für sich Ihre Stärken herausfinden.

Mehr Informationen über den Studiengang finden Sie bei unserem Dualen Partner: DHBW Heidenheim

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