Alexander Dierks, Landtagspräsident Sachsen, fordert Erinnerung an Mauerbau im Sächsischen Landtag; Freiheit und Demokratie stärker verknüpfen

Landtagspräsident Alexander Dierks zum 65. Jahrestag: „Erinnern an Mauerbau aus Geschichtsbuch in Gegenwart holen“ | Der Sächsische Landtag

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Landtagspräsident Alexander Dierks zum 65. Jahrestag: „Erinnern an Mauerbau aus Geschichtsbuch in Gegenwart holen“

Landtagspräsident: “Du darfst nicht ausreisen!”

Anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus am morgigen 13. August hat Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks dazu aufgerufen, das Erinnern an historische Ereignisse öffentlich wieder stärker mit den Werten der freiheitlichen Demokratie zu verknüpfen: Das Gedenken an Ereignisse wie das Ende des Zweiten Weltkriegs, den 17. Juni in der DDR oder den Mauerbau sei kein Selbstzweck, es zeige viel mehr „unser großes Glück in einer freien Gesellschaft zu leben.“

Weiter sagte der Landtagspräsident: „Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer. Die Mauer war das Symbol für die Unfreiheit in der DDR . Die innerdeutsche Grenze hat das Leben von Millionen eingeengt. Zahlreiche Menschen wurden beim Versuch, die DDR zu verlassen, getötet.

Für Schülerinnen und Schüler von heute liegt der Mauerbau in der DDR zeitlich so weit zurück wie für mich als Kind die Weimarer Republik. Wir müssen solche historisch bedeutenden Ereignisse aus dem Geschichtsbuch in die Gegenwart holen und sie in der öffentlichen Wahrnehmung noch stärker mit den Werten wie Freiheit, Demokratie und Menschenwürde verbinden. Es gibt viele gute Gedenkorte, an denen man anschaulich in die Geschichte eintauchen kann.“

Dierks fordert, den Blick in der Erinnerungskultur stärker auf die Lebenswelt der jungen Menschen zu richten: „Die Mauer besiegelte die Unterdrückung im Sozialismus, das hieß für viele ganz konkret: Du darfst nicht frei ausreisen, du darfst deine Ausbildung nicht frei wählen, du darfst eine kritische Meinung nicht äußern.

Wer sich in diese Lage versetzt, der spürt schnell, was uns der 13. August 1961 auch heute noch zu sagen hat: Freiheit ist nicht selbstverständlich!"