---
title: "Asiatische Hornisse nachgewiesen in Leipzig-Grünau Sachsen; Bevölkerung zur Mithilfe bei Nestsuche aufgerufen"
sdDatePublished: "2026-08-12T15:39:00Z"
source: "https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1099297/download_pdf"
topics:
  - name: "nature"
    identifier: "medtop:20000441"
  - name: "invasive species"
    identifier: "medtop:20000444"
  - name: "animal disease"
    identifier: "medtop:20000494"
locations:
  - "Sachsen"
  - "Leipzig"
  - "Germany"
---


Asiatische Hornisse nachgewiesen in Leipzig-Grünau Sachsen; Bevölkerung zur Mithilfe bei Nestsuche aufgerufen

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

Seite 1 von 2
Medieninformation
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Ihre Ansprechpartnerin
Karin Bernhardt
Durchwahl
Telefon +49 351 2612 9002
Telefax +49 351 4511 9283 43
karin.bernhardt@
lfulg.sachsen.de*
12.08.2026
Asiatische Hornisse erstmals in Sachsen nachgewiesen
LfULG bittet Bevölkerung bei der Suche nach dem Nest um Mithilfe
Am 9. August wurde im Leipziger Stadtteil Grünau erstmals in Sachsen
ein Vorkommen der Asiatischen Hornisse nachgewiesen. Experten des
Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
und Hornissenexperten aus dem Raum Leipzig haben die Art anhand eines
Videos, das ein Imker an seinem Bienenstock aufgenommen und gemeldet
hat, als Asiatische Hornisse bestätigt.
Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Leipzig und
ortsansässigen Imker- und Naturschutzverbänden hat das LfULG umgehend
die nächsten Schritte eingeleitet. Es geht jetzt darum, das Nest in Leipzig-
Grünau ausndig zu machen und zu beseitigen.
Das LfULG bittet die Bevölkerung in Leipzig um Mithilfe. Wer eine Asiatische
Hornisse oder das mögliche Hornissen-Nest sieht, wird gebeten, seine
Beobachtung möglichst mit Foto und der Angabe von Kontaktdaten über
das »Meldeportal für Arten« des LfULG anzuzeigen. Wer das mögliche
Nest entdeckt, sollte unbedingt einen Abstand von fünf Metern oder mehr
einhalten, da Asiatische Hornissen in der Nähe ihrer Nester zur Verteidigung
ihrer Brut sehr aggressiv reagieren können.
Die Asiatische Hornisse baut ihre sogenannten Sekundärnester, die über
den Sommer besiedelt sind, bevorzugt in über zehn Meter hohen Bäumen
in einer Höhe ab fünf bis sechs Metern aufwärts. Die Nester hängen frei im
Baum. An Gebäuden oder in Hecken sind sie eher seltener zu nden. Die
Nester sind meist 60 bis 100 Zentimeter hoch, rund bis birnenförmig, mit
einer seitlichen Öffnung versehen und bräunlich gefärbt.
Fachlicher Hintergrund:
Die Asiatische Hornisse ist mit einer Größe von zwei bis drei Zentimetern
nur etwas kleiner als die geschützte heimische Europäische Hornisse. Sie
unterscheidet sich von dieser durch eine fast schwarze Brust, auffällige
Hausanschrift:
Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie
August-Böckstiegel-Straße 1
01326 Dresden-Pillnitz
www.smul.sachsen.de/lfulg
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

Seite 2 von 2
gelbe Beinspitzen und einen überwiegend dunklen Hinterleib mit einer
orange-gelben Binde. Europäische Hornissen sind heller, gelb-bräunlich
gefärbt.
Bei der Asiatischen Hornisse handelt es sich nach EU-Verordnung Nr.
1143/2014 um eine sogenannte invasive gebietsfremde Art. Da sich die Art
im Süden und Westen Deutschlands bereits stark ausgebreitet hat, wurde
sie im vergangenen Jahr für Deutschland als weit verbreitete Art eingestuft.
Im Osten gab es bisher lediglich Einzelfunde.
Eine Ansiedlung in Sachsen soll durch die schnelle Nestsuche und die
Entfernung der Nester möglichst lange verhindert werden. In Abstimmung
mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
wird das LfULG in der frühen Phase der Ansiedlung der Asiatischen Hornisse
die Nestsuchen begleiten und die örtlichen Behörden dabei unterstützen.
Für den Erstfund der Art in Leipzig gibt es jetzt dafür ein begrenztes
Zeitfenster, denn im Spätherbst iegen aus dem Nest im Durchschnitt
300-500 Jungköniginnen aus, welche in Verstecken überwintern und
im Folgejahr jeweils eigene neue Staaten gründen. Diese hohe
Vermehrungsrate und die durch den Klimawandel begünstigte warm-
trockene Witterung sind Gründe für die sehr schnelle Ausbreitung der Art in
Deutschland.
Die Asiatische Hornisse ist nicht aggressiver und für den Menschen
nicht gefährlicher als andere Hornissen- und Wespenarten. Allerdings
verteidigt sie ihr Nest sehr rigoros, weshalb der Sicherheitsabstand
dazu unbedingt eingehalten werden sollte. Da alle Wespenarten und
die heimische Europäische Hornisse besonders geschützte Arten sind,
dürfen die Nester der Asiatischen Hornisse wegen der Verwechslungsgefahr
erst nach Hinzuziehen von Fachkundigen (zuständige Naturschutzbehörde,
Wespen- und Hornissenberater) entfernt werden.
Schäden verursacht die Asiatische Hornisse vor allem in Bienenvölkern und
in der Landwirtschaft, denn sie ernährt ihre Brut mit anderen Insekten und
fängt dazu auch Honigbienen sogar direkt an ihren Bienenstöcken ab.
Links:
»Meldeportal für Arten« des LfULG
Informationen zum Aussehen und Lebensweise der Asiatischen
Hornisse