Bezirksvertretung Porz beschließt Pfandringe an drei Mülleimern in der Neuen Mitte, Mühlenstraße, Kaiserstraße; Pilotprojekt 2015 scheiterte, höhere Reinigungskosten
Beschlussvorlage
Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/3
Vorlagen-Nummer AN/0943/2026 Stand: 11.08.2026 Sachstandsbericht Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen-Volt “Pfandringe”
Beschluss: Die Bezirksvertretung Porz beschließt, die Verwaltung damit zu beauftragen, Müllei- mer, in denen oft Pfandflaschen entsorgt werden, mit Pfandringen auszustatten. In ei- ner Versuchsphase können die Pfandringe an folgenden Mülleimern angebracht wer- den:
- in der Nähe des REWEs in der Neuen Mitte,
- vor dem Netto an der Mühlenstraße,
- vor dem Penny an der Kaiserstraße. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der AfD-Fraktion zugestimmt.
Status
in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand: Im Jahr 2015 hat es dazu bereits in den Stadtteilen Ehrenfeld und Südstadt ein Pilotprojekt der AWB begleitet vom INFA-Institut gegeben. Im Ergebnis konnte die gute Idee nicht über- zeugen. Der Reinigungsaufwand seitens der AWB Abfallwirtschaftsbetrieb GmbH (AWB) war an den mit Pfandring ausgestatteten Abfalleimern um rd. 30 % höher. Dies erhöht im gleichen Maße die entsprechenden Reinigungsgebühren. Die Ablagefläche wurde mit Asche, Zigaret- tenstummeln und Kaugummiresten verschmutzt und war Ziel von Vandalismus. Der erhöhte Zeitbedarf für die Entleerung der Standorte mit Pfandring lässt sich auf die er- schwerte Entnahme der gefüllten Säcke zurückführen. Der im Pilotprojekt verwendete Pfand- ring ist mit vier seitlich angebrachten Metallstäben in den Papierkörben eingehängt, an denen die gefüllten Müllsäcke bei der Entleerung häufig hängen bleiben und oft reißen. Außerdem ist der Pfandring innerhalb des Behälters mit einer Metallkette gesichert, die den Leerungsvorgang auch behindert. Zudem konnte an einzelnen Standorten beobachtet wer- den, dass Pfandringe als Fahrradsicherung genutzt bzw. mit Fahrrädern zugestellt wurden, was zusätzlich die Entleerung erschweren kann.
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Weiterhin wurden im Rahmen der Untersuchung vermehrt Defekte, wie verbogene Metall- stäbe, an den Pfandringen festgestellt. Dies stellt eine Verletzungsgefahr für Fußgehende, Pa- pierkorbnutzende und AWB-Mitarbeitende dar. Selbst bei ordnungsgemäßer Nutzung der Pfandringe ist davon auszugehen, dass Pfandsam- melnde dennoch in den Papierkörben nachsehen, ob auch da noch Pfandgut enthalten ist. Nächste Schritte:
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: