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title: "Thekla Walker MdL Abfallbilanz 2025 Baden-Württemberg; 52 Prozent weniger Bodenaushub auf Deponien"
sdDatePublished: "2026-08-12T12:16:00Z"
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  - "Karlsruhe"
  - "Esslingen"
  - "Schwäbisch Hall"
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  - "Neckar-Odenwald-Kreis"
  - "Rems-Murr-Kreis"
  - "Emmendingen"
  - "Rottweil"
  - "Reutlingen"
  - "Heidenheim"
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  - "Heilbronn"
  - "Mannheim"
  - "Rastatt"
  - "Ludwigsburg"
  - "Breisach am Rhein"
  - "Alb-Donau-Kreis"
  - "Ostalbkreis"
  - "Breisgau-Hochschwarzwald"
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  - "Lörrach (Landkreis)"
  - "Tübingen"
  - "Main-Tauber-Kreis"
  - "Göppingen"
  - "Stuttgart"
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Thekla Walker MdL Abfallbilanz 2025 Baden-Württemberg; 52 Prozent weniger Bodenaushub auf Deponien

Abfallbilanz 2025

Abfallbilanz 2025
Ressourcen aus unserer
kommunalen Kreislaufwirtschaft

3
2
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Faktor
für die Lebensqualität in unserem Land. Sie leistet
einen wesentlichen Beitrag zur kommunalen
Daseinsvorsorge. Sie stärkt unsere Wirtschaft –
nicht zuletzt durch die Bereitstellung von Energie
und Sekundärrohstoffen aus unseren Abfällen.
Die wachsende Anzahl an Green-Tech-Unternehmen
in Baden-Württemberg, die in der Abfallverwertung
tätig sind, zeigt, dass sich etwas bewegt. Der
grundlegende Umbau unserer Wirtschaft hin
zu einer echten Kreislaufwirtschaft ist in Gang
gekommen.
Aus guten Gründen haben wir viele wichtige
Themen der Kreislaufwirtschaft in den aktuel­
len Koalitionsvertrag aufgenommen. Wir wollen
Landesgesetze und -vorgaben vereinfachen und
verschlanken. Genehmigungsverfahren wollen
wir beschleunigen und den Umgang mit Abfällen
praxisgerechter gestalten. Im Land wollen wir
mit dem Innovationszentrum „Zirkuläres Bauen“
(InZiBau) bei der LUBW (Landesanstalt für
Umwelt Baden-Württemberg) sowie der Weiter­
entwicklung des Strategiedialogs „Wohnen und
Innovatives Bauen“ (SDB) die Kreislaufwirtschaft
im Bauwesen voranbringen. Ein großes Potenzial
sehen wir auch bei der gesteigerten Nutzung von
Bioabfällen für die Produktion von Biogas und
hochwertigen Komposten.
Dies geht Hand in Hand mit der Umsetzung des
Abfallwirtschaftsplans für Baden-Württemberg.
Mit diesem Plan verfolgen wir ehrgeizige Ziele:
Neben dem Ausbau unserer Deponiekapazitäten
wollen wir die Restabfallmengen durch eine Opti­
mierung der getrennten Bioabfall- und Wertstoff­
sammlung deutlich vermindern. Alle gesammelten
häuslichen Bioabfälle sollen zukünftig auch
energetisch verwertet und zur Biogaserzeugung
genutzt werden. Daraus folgt ein erheblicher
Mehrbedarf an Bioabfall-Vergärungsanlagen,
die zeitnah im Land errichtet werden müssen.
Unsere Abfallbilanz zeigt auch die Leistungs­
fähigkeit und das hohe Qualitätsniveau der kom­
munalen Kreislaufwirtschaft auf: Die Entwicklung
ist im Jahr 2025 von großer Kontinuität geprägt.
Wichtige Daten zu den häuslichen Abfällen haben
sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig geändert.
Demgegenüber fällt auf, dass das 2024 erlassene
Deponierungsverbot für verwertbare Abfälle
bereits Wirkung zeigt.
Seit 2024 finden kaum noch Ablagerungen auf
Deponien für unbelastetes Erdmaterial statt. Die
Ablagerungsmengen von Bodenaushub auf kom­
munalen Deponien sind zwischen dem Jahr 2023
und dem Jahr 2025 auf rund 1,5 Millionen Tonnen
zurückgegangen.
Das entspricht – sicher auch durch die Baukon­
junktur beeinflusst – einem Minus von 52 Prozent.
An diesem Beispiel wird deutlich, welches Poten­
zial Maßnahmen zur Verbesserung der Abfallver­
wertung und -vermeidung haben können.
Am Anfang von Abfallvermeidung und -verwertung
tragen wir die Verantwortung. Wir definieren
bereits mit unseren Kaufentscheidungen, was wir
wieder entsorgen müssen. Bewusste Kaufent­
scheidungen und eine gute Abfalltrennung bilden
die essenzielle Voraussetzung für eine effiziente
und gut funktionierende, echte Kreislaufwirt­
schaft. Auch deswegen ist mir die Abfallbilanz
als wichtige Information für alle Bürgerinnen und
Bürger von großer Bedeutung. Vielen Dank an
Alle, die bewusst zur Abfallvermeidung und einer
nachhaltigen Verwertung beitragen.
Bei der Abfallbilanz arbeiten Land, Kommunen
und Wirtschaft seit vielen Jahren sehr erfolg­
reich zusammen. Für die zeitnahe Bereitstellung
der Daten durch die öffentlich-rechtlichen Ent­
sorgungsträger und die wichtige Pflege unserer
Abfalldatenbank durch das Statistische Landes­
amt bedanke ich mich bei allen Beteiligten ganz
herzlich. Diese enge Zusammenarbeit ist eine gute
Basis für alle Maßnahmen zur Weiterentwicklung
unserer Kreislaufwirtschaft.
Ich bin mir sicher: Auf diese Weise werden wir die
Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern.
Thekla Walker MdL
Ministerin für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft des Landes
Baden-Württemberg

5
4
Allgemeine Hinweise zu den Zahlen der Abfallbilanz
•
Zur Berechnung des Abfallaufkommens pro Kopf werden die Bevölkerungszahlen aus der amtlichen Fortschreibung

mit Stand 30.06. des jeweiligen Jahres verwendet.

Die Basis der Fortschreibung hat gewechselt. Die Bevölkerungszahlen der Jahre bis 2010 basieren auf der Volkszählung 1987.

Die Jahre 2011 bis 2021 basieren auf dem Zensus 2011. Seit dem Jahr 2022 ist der Zensus 2022 die Basis für die Fortschreibung.

Um die Auswirkungen des Basiswechsels sichtbar zu machen, werden die Pro-Kopf-Aufkommen in den Jahren 2011

und 2022 jeweils mit alter und neuer Basis berechnet und nebeneinander dargestellt.
•
Differenzen in den Summen ergeben sich durch Runden der Zahlen.
•
Zeichenerklärung zu den Tabellen:

 – nichts vorhanden . kein Nachweis vorhanden oder geheim zu halten 0 Mengen vorhanden, gerundeter Wert
Inhalt
Auf einen Blick
1. Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
1.1 Planungen und Regelungen auf EU-Ebene
1.2 Planungen und Regelungen auf Bundesebene
1.3 Kreislaufwirtschaft auf Landesebene
2. Mengenüberblick
2.1 Siedlungsabfälle
2.2 Kommunal entsorgte Baumassenabfälle
2.3 Erläuterungen zur Erhebung
3. Kreisergebnisse
4. Bio- und Grünabfälle
4.1 Rechtlicher Hintergrund und Situation in Baden-Württemberg
4.2 Sicherung der Qualität der Bioabfälle
4.3 Mengen und Entsorgungswege
4.4 Hochwertige Bioabfallverwertung
4.5 Beitrag zum Klimaschutz
08 – 11
12 – 27
13
16
19
28 – 45
 29
34
34
46 – 77
78 – 87
79
79
81
86
87

7
6
5. Klärschlammentsorgung
5.1 Rechtlicher Hintergrund und Situation in Baden-Württemberg
5.2 Mengen und Entsorgungswege
5.3 Aktuelle Klärschlammentsorgungssituation
5.4 Rückgewinnung von Phosphor in Baden-Württemberg
6. Bau- und Abbruchabfälle
7. Gebühren
8. Entsorgungsanlagen
8.1 Betreiber von Erstbehandlungsanlagen für Elektroaltgeräte
8.2 Sortieranlagen und Zerlegeeinrichtungen
8.3 Restabfallbehandlungsanlagen
8.4 Biologische Abfallbehandlungsanlagen
8.5 Deponien
8.6 Verfüllung in übertägigen Abbaustätten in Baden-Württemberg
9. Post- und Internetadressen
Tabellen- und Abbildungsnachweis / Impressum
110 – 129
111
112
114
116
117
129
130 – 134
135 – 136
88 – 97
89
95
96
97
98 – 101
102 – 109

9
8
0
1
2
3
4
5
6
5,16
5,04
3,13
2,45
0,20
0,20
Siedlungsabfälle
Baumassenabfälle
Sonstige Abfälle
Millionen Tonnen
2024
2025
Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 7,7 Millionen Tonnen an Abfällen über die örE entsorgt.
Im Wesentlichen bestand das kommunale Abfallaufkommen aus rund 5,0 Millionen Tonnen an
Abfällen aus dem Siedlungsbereich sowie aus gut 2,4 Millionen Tonnen an Baumassenabfäl­
len (Bauschutt, Straßenaufbruch, Bodenaushub). Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die
Menge der kommunal entsorgten Baumassenabfälle um 21,8 Prozent.
Pro-Kopf-Aufkommen in Kilogramm je Einwohner/-in
Wertstoffe aus Haushalten 143 kg je Einwohner/-in
Haus- und Sperrmüll 136 kg je Einwohner/-in
Grünabfälle 88 kg je Einwohner/-in
Abfälle aus der Biotonne 55 kg je Einwohner/-in
Elektro- und Elektronikaltgeräte 6,9 kg je Einwohner/-in
Problemstoffe 0,9 kg je Einwohner/-in
Sonstige kommunale Siedlungsabfälle 19 kg je Einwohner/-in
0
20
40
60
80
100
120
140
160
Aufkommen an häuslichen Abfällen leicht gesunken
Getrenntsammlung von häuslichen Bioabfällen konstant
Veränderungen gegenüber 2024 in Kilogramm je Einwohner/-in
Ausgewählte Wertstofffraktionen nach der Sortierung
-2,2
+0,2
-1,2
-0,9
Hausmüll
Sperrmüll
Abfälle aus der Biotonne
Wertstoffe aus Haushalten
-0,7
-0,9
+0,6
+0,9
Glas
Papier
Metalle
Holz
0
20
40
60
80
100
120
140
125
123
119
119
122
113
114
Hausmüll
Abfälle aus der
Biotonne
Pro-Kopf-Aufkommen in Kilogramm je Einwohner/-in
Basis Zensus 2011
Basis Zensus 2022
116
2024
113
2023
2012
2014
2016
2018
2020
2022
2022
114
2025
44
46
49
50
55
54
54
56
54
55
Mit der zunehmenden Getrenntsammlung von häuslichen Bioabfällen seit 2012 sank das Haus­
müllaufkommen in Baden-Württemberg. Die Abnahme der Hausmüllmenge entsprach in etwa
dem Zuwachs an getrennt gesammelten Bioabfällen. Seit 2022 hält sich der Anteil an getrennt
gesammelten Bioabfällen auf dem erreichten Niveau.
Das Gesamt-Pro-Kopf-Aufkommen an häuslichen Abfällen nahm im Vergleich zum Vorjahr von
338 kg/Ea auf 334 kg/Ea leicht ab. Das Pro-Kopf-Aufkommen beim Hausmüll (Restabfall) sank
um 2 kg/Ea auf 114 kg/Ea. Nur Sperrmüll und einzelne Wertstofffraktionen legten im Vorjahres­
vergleich leicht zu. Die Sammelmenge von Altpapier bleibt mit minus 0,9 kg/Ea rückläufig.
Kommunales Abfallaufkommen 2025: Entsorgung von Bauabfällen ging weiter zurück
Kommunale Siedlungsabfälle in Baden-Württemberg 2025
Die Stadt- und Landkreise erfüllen in Baden-Württemberg die Aufgaben der öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger (örE). Sie erstellen jährlich eine Abfallbilanz über Art, Menge, Herkunft und Ver­
bleib der in ihrem Gebiet angefallenen und von ihnen entsorgten Abfälle. Auf einen Blick werden auf
zwei Doppelseiten die wichtigsten Ergebnisse der Abfallbilanz 2025 kompakt dargestellt.
Auf einen Blick
Abfallbilanz 2025
Auf einen Blick
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

11
10
Die Abfallgebühren werden in jedem Stadt- und Landkreis durch individuelle Gebührensatzungen
festgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die durchschnittlichen Jahresabfallgebühren für einen
4-Personen-Haushalt um rund 11 Euro gestiegen. Das entspricht einem prozentualen Preisanstieg
von 5,6 Prozent und somit knapp 93 Cent mehr pro Monat. Die allgemeinen Preissteigerungen der
letzten Jahre machen sich auch bei den Abfallgebühren deutlich bemerkbar. Fragen zu Details der
Abfallgebührengestaltung sind aufgrund der oben genannten Zuständigkeit direkt an den betreffen­
den Stadt- beziehungsweise Landkreis zu richten.
RB Stuttgart
RB Karlsruhe
RB Freiburg
RB Tübingen
Ausgebautes Restvolumen 31.12.2025 DK I und II
Einbauvolumen DK I und II
Millionen m³
0,0
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
2,6 Millionen m³
0,9 Millionen m³
0,8 Millionen m³
2,0 Millionen m³
Die ungleiche Verteilung der Deponiekapazitäten verdeutlicht einen akuten Handlungsbedarf beim
regionalen Deponieausbau. Ohne rechtzeitige Erweiterungen steuern manche Regionen auf einen
kritischen Engpass bei der Ablagerung von nicht verwertbaren mineralischen Abfällen zu. Um die
regionale Entsorgungssicherheit zu gewährleisten, muss die Schaffung neuen Deponievolumens
weiterhin prioritär vorangetrieben werden.
Immer mehr Abfälle aus der Biotonne durchlaufen in Baden-Württemberg eine sogenannte Mehrfach­
nutzung: Zuerst entsteht aus den Bioabfällen in einer Vergärungsanlage energiereiches Biogas, dann
werden die Gärreste zu hochwertigen Düngemitteln (flüssiger Gärrest und/oder Kompost) weiterver­
arbeitet. Im Jahr 2025 war die Mehrfachnutzung mit 79 Prozent der gesammelten Biotonnenabfälle das
am häufigsten angewendete Verwertungsverfahren. Somit gab es hier einen erfreulichen Anstieg von
5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Nur noch 21 Prozent aller Abfälle aus der Biotonne wurden
ohne Energiegewinnung in einer Kompostierungsanlage zu Kompost umgewandelt.
79 Prozent der häuslichen Bioabfälle gingen in Vergärungsanlagen
69 Prozent der Grünabfälle werden wieder in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt
EUR 0
EUR 50
EUR 100
EUR 150
EUR 200
 EUR 196,70
EUR 250
EUR 174,91
EUR 156,22
 EUR 207,80
2010
2025
2026
2002
Der überwiegende Anteil, nämlich 69 Prozent der kommunal gesammelten Grünabfälle wurde im Jahr
2025 einer Kompostierungsanlage und/oder einem Erdenwerk zugeführt. Dort entstehen hochwertige
Komposte und Pflanzsubstrate für den Einsatz im Landschafts- und Gartenbau sowie in der Landwirt­
schaft. Die Nährstoffe aus den Grünabfällen gelangen so zurück in den natürlichen Kreislauf. Holzige
Grünabfälle sind für die Kompostierung weniger geeignet und werden daher häufig energetisch verwertet.
Im Jahr 2025 waren dies 31 Prozent des Aufkommens.
Abfallgebühren steigen weiter
Ver