Viakom GmbH erhält Zuschlag für OSKAR Open-Source-Kommunikations-Architektur in Flensburg, Schleswig-Holstein; Rollout über drei bis vier Jahre
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Das europaweite Vergabeverfahren für eine neue Open-Source-Kommunikations-Architektur in der Landesverwaltung ist abgeschlossen: In Flensburg gratulierte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter den Vertretern der Viakom GmbH zu dem Zuschuss.
Schritt für Schritt macht Schleswig-Holstein seine Verwaltung digital souverän: Nach Bürosoftware, E-Mail-System und einer Zusammenarbeits-Plattform stellt das Land nun auch die Telefonie neu auf. Mit “Oskar” entsteht eine moderne Open-Source-Kommunikations-Architektur, die die öffentliche Verwaltung noch unabhängiger von einzelnen Softwareanbietern macht.
Dazu hat das Land nun das europaweite Vergabeverfahren abgeschlossen. Den Zuschlag erhält die Viakom GmbH. In Flensburg gratulierte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter den Vertretern des Software-Unternehmens und sprach über die weiteren Schritte im Projekt. “Die Modernisierung unserer Telefonie- und Kommunikationslandschaft im Land war ohnehin überfällig” , betonte er. “Jetzt kombinieren wir diesen notwendigen Schritt mit unserem Weg in die digitale Unabhängigkeit.” Mit der Vergabe der Open-Source-Kommunikations-Architektur an Viakom habe das Land einen weiteren Meilenstein erreicht, um digitale Souveränität zu erreichen.
“Wir gehen diesen Weg nicht aus Selbstzweck, sondern um unsere Verwaltung für die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen schneller, sicherer, transparenter und unabhängiger zu machen” , sagte Schrödter. Dazu arbeite das Land mit hochprofessionellen Open-Source-Unternehmen zusammen. “Daher freut es mich besonders, dass den Telefonie-Zuschlag ein etabliertes Unternehmen aus Schleswig-Holstein erhalten hat. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass auch die heimische Digitalwirtschaft am Erfolg unserer Open-Source-Umstellung partizipiert.”
Das Land Schleswig-Holstein betreibt derzeit noch eine heterogene Telefonie- und Kommunikationslandschaft. Die zentrale Komponente für die Telefonie bildet eine sogenannte Voice over IP Telefonanlage – diese ermöglicht Telefonie über das Internet. Hinzu kommt ein Restbestand alter ISDN-Telefonanlagen. Mit dem Zuschlag an die Viakom startet nun schrittweise der flächendeckende Rollout.
Der angestrebte Zeitrahmen für die Umstellung der Telefon-Infrastruktur beträgt drei bis vier Jahre. Viakom wird nun gemeinsam mit dem Land als Auftraggeber sowie dem Landes-IT-Dienstleister Dataport als Betreiber die bestehende Telefonie-Infrastruktur ablösen und in eine einheitliche, moderne Open-Source-basierte Kommunikationsplattform überführen. Hierzu werden zunächst die restlichen ISDN-Telefonanlagen abgelöst. Die weitere Entwicklung der Open-Source-Lösung “Oskar” übernimmt Viakom, während der Betrieb, Rollout und Anwender-Service Dataport gewährleistet.
In Flensburg sprach Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (M.) mit Vertretern der Viakom GmbH über die Zusammenarbeit im Projekt “OSKAR”.
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