LBV.SH erneuert B 430 zwischen Neumünster-Mitte und Hohenwestedt in Wasbek vom 17. August bis November 2026; Kein Folgeabschnitt vor 2028, Vergabereform beschleunigt
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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
B 430-Sanierung zwischen Neumünster und Hohenwestedt - andere Bauplanung durch neue Gesetzeslage
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erneuert bekanntlich vom 17. August bis November 2026 in Wasbek die Fahrbahn mit Radweg an der Bundesstraße 430. Dies ist der allererste Sanierungsabschnitt für die von Neumünster-Mitte bis Hohenwestedt insgesamt stark beschädigte Bundesstraße. Danach geht es erst 2028 weiter.
Die weitere Sanierung der B 430 wird nun allerdings nicht - wie angekündigt - in 2027 fortgesetzt. Hintergrund sind zu einen Gespräche mit den Gemeinden Hohenwestedt und Aukrug, die sich inzwischen für eine Aufteilung der Baustrecke in Abschnitte ausgesprochen hatten. Zum anderen gibt es für die Straßenbauverwaltungen seit Juli große bürokratische Verbesserungen. Denn Bundestag und Bundesrat haben mit dem Infrastrukturzukunftsgesetz Erleichterungen im Vergaberecht für Großprojekte geschaffen: Neu ist, dass sogenannte Fachlose (Straße und Brücke) nun auch bei zeitlichen Vorteilen inhaltlich zusammengefasst werden dürfen - eine ganz erhebliche bürokratische Entlastung und Beschleunigung für die schnellere Umsetzung von Baustellen! Daher arbeitet der LBV.SH jetzt mit Hochdruck an einem neuen Sanierungskonzept, welche eine weitere Abschnittsteilung an der L 121 bei Aukrug vorsieht. Wichtig: Derzeit ist ein nächster Sanierungsabschnitt auf der Strecke nicht vor 2028 vorgesehen.
Die B 430 ist eine der zentralen Ost-West-Verbindungen in Schleswig-Holstein und somit ganz wesentlich für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung im ländlichen Raum sowie für Tourismus und Wirtschaft. Die B 430 ist nicht nur oberflächlich bereits enorm stark geschädigt, auch die etwa 70 Jahre alte Grundsubstanz der Straße ist strukturell stark geschädigt, so dass Handeln der Straßenbauverwaltung erforderlich ist, damit die wichtige Achse B 430 zukünftig zur Verfügung stehen kann.
Vollumfänglich zu erneuern sind zudem fünf Brücken aus den Jahren 1954 bis 1958. Auch diese Bauwerke wurden durch den Schwerverkehr, den landwirtschaftlichen Verkehr und die Zunahme des Tourismus häufiger und intensiver belastet, als dies bei ihrem Bau denkbar war. Die Brücken zeigen ebenfalls starke alters- und nutzungsbedingte Schäden, die mittelfristig zu Problemen führen können.
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ( LBV.SH ) plant eine umfassende Sanierung der stark beschädigten B 430 zwischen Hohenwestedt ( B 77) und Neumünster-Mitte. Im Zuge der fast 20 Kilometer langen Baustrecke müssen sowohl die Fahrbahn und der Radweg vollständig erneuert werden sowie fünf Brücken ersetzt werden. Aufgrund ihrer Beschädigungen müssen außerdem drei weitere Brücken eine Grundinstandsetzung erhalten. Aktuell geht der LBV.SH bei den Realisierungskosten von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag für den Bund aus.
Die Fahrbahn der B 430 zeigt zahlreiche Risse und Flickstellen. Die gravierenden Substanzmängel umfassen auch die tiefer liegenden Tragschichten der Fahrbahn. Die betroffenen Brücken zeigen einen hohen Schädigungsgrad mit ausgeprägten Betonabplatzungen und starker Korrosion des Bewehrungsstahls.
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