Land Nordrhein-Westfalen und EU fördern 26 grüne Start-ups in Nordrhein-Westfalen; 13,6 Mio Euro bereitgestellt

26 Zukunftstechnologien aus Nordrhein-Westfalen erhalten Rückenwind: 13,6 Millionen Euro Förderung für grüne Start-ups durch Land Nordrhein-Westfalen und EU

26 Zukunftstechnologien aus Nordrhein-Westfalen erhalten Rückenwind: 13,6 Millionen Euro Förderung für grüne Start-ups durch Land Nordrhein-Westfalen und EU

Sechste Wettbewerbsrunde von „Grüne Gründungen.NRW“ fördert Innovationen von KI-gestützter Waldbrandprognose bis zur klimaneutralen Industrie

26 grüne Start-ups aus Nordrhein-Westfalen wurden mit ihren innovativen Umwelttechnologien von unabhängigen Gutachterinnen und Gutachtern zur Förderung empfohlen. Im Zuge der sechsten Einreichungsrunde des Förderwettbewerbs „Grüne Gründungen.NRW“ stellen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union im Rahmen des EFRE

JTF-Programms NRW 2021-2027 dafür rund 13,6 Millionen Euro bereit – deutlich mehr als die ursprünglich vorgesehenen 10 Millionen: Ausschlaggebend dafür sind die hohe Qualität der eingereichten Vorhaben sowie ihr großes Innovationspotenzial für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz.

FireWaive steht beispielhaft für das Innovationspotenzial der geförderten Start-ups. Vor dem Hintergrund zunehmender Vegetations- und Waldbrände entwickelt das Team ein KI-gestütztes System, das die Ausbreitung von Bränden in Echtzeit prognostizieren kann. Das System verknüpft Wetter-, Gelände- und Umweltdaten und soll künftig so Einsatzkräfte frühzeitig bei der Lageeinschätzung und Einsatzplanung unterstützen.

Auch die Themen Kreislaufwirtschaft und Ressourcensicherheit spielen eine zentrale Rolle: Unter den geförderten Projekten sind neue Verfahren, um Textilabfälle zu hochwertigem Zellstoff für die Papierindustrie aufzubereiten, kritische Rohstoffe aus Industrie- und Abwässern zurückzugewinnen oder Titanspäne durch innovative Fertigungstechnologien erneut industriell nutzbar zu machen. Weitere Projekte entwickeln nachhaltige Materialien für Batterien, leichte Solarmodule, hocheffiziente Wärmepumpen oder neuartige Hochtemperatur-Wärmesysteme für die klimaneutrale Industrie.

„Von der Waldbrand-Frühwarnung per KI bis zum Recycling von Textilabfällen: Grüne Start-ups zeigen, wie aus guten Ideen echte Lösungen für Klima- und Ressourcenschutz werden. Nordrhein-Westfalen bietet dafür beste Bedingungen. Mit der erhöhten Fördersumme helfen wir mehr Projekten dabei, aus der Forschung in die Praxis zu kommen."

Mit dem Förderprogramm „Grüne Gründungen.NRW“ unterstützt die Landesregierung im Rahmen ihrer Umweltwirtschaftsstrategie innovative Start-ups bei der Entwicklung und Erprobung marktnaher Prototypen. Mit der aktuellen Wettbewerbsrunde steigt die Zahl der zur Förderung empfohlenen Projekte auf 91. Insgesamt wurden dafür rund 53,6 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln bereitgestellt.

Die siebte Einreichungsrunde eröffnet weiteren Start-ups die Möglichkeit auf Fördergelder und läuft noch bis zum 30. September 2026.

Diese Projekte werden vom unabhängigen Begutachtungsausschuss zur Förderung empfohlen:

AGNES – AGentische NEtzanalyse-Software zur Optimierung des Netzanschlussprozesses | inframind GmbH (Aachen) & Institut für Elektrische Anlagen und Netze, Digitalisierung und Energiewirtschaft (IAEW) an der RWTH Aachen

Aerogelfaser – Ressourceneffiziente Vorbehandlungsanlage zur Herstellung nachhaltiger Aerogelfasern als textile Hochleistungsdämmstoffe| Solid Air Dynamics GmbH (Aachen)

AI4Risk – End-to-End-Assistenzsoftware zur teilautomatisierten Risikobewertung von chemischen Proben mittels GC-MS | ChemInnovation GmbH (Köln)

AutoQuant-NRW – Automatisierte Full-Stack-KI-Transformation zur systemweiten Senkung des Primärenergiebedarfs in der Digitalwirtschaft | Anymate Me GmbH (Köln)

beCLEAN – Bacillus-basierte Prototypen für effiziente und kreislauforientierte Reinigungssysteme | Solvbactopuret (Rheinbach)

BISON – Integrierte Sensorik zur objektivierten Nachweisführung zur frühzeitigen Schadenserkennung bei Betonbauwerken | monitorING Ingenieurgesellschaft mbH (Aachen) & RWTH Aachen

BOA – Physikalisch bionisches Verfahren zur Entfernung von Ölverschmutzungen auf Wasser unter Einsatz superhydrophober Funktionstextilien | Jana Martens (Bonn)

CoMem – Maßgeschneiderte Membranplattform zur selektiven Rückgewinnung kritischer Rohstoffe | naion.tech GbR (Aachen)

comoco Onshore & Offshore – Entwicklung, Modellierung und experimentelle Validierung einer CO₂-armen Beton-Monopfahlgründung für Windturbinen | comoco Onshore & Offshore (Kalkar)

CoolWire – Entwicklung der Schlüsselkomponente für hocheffiziente elastokalorische Wärmepumpen | Jannis Lemke (Jülich)

DynPlan – Automatisierte, dynamische Gebäude- und Anlagensimulation für eine integrale Planung | CodePlan GmbH (Aachen)

EcoProtect-PU – Zirkuläre Materialplattform für nachhaltigen Brandschutz in der Batterietechnologie | SCHUTZZ GmbH (Paderborn)

ENERGREEN – Entwicklung hochreiner Perowskit-Präkursoren für Dünnschicht-Solarzellen mittels innovativer und umweltfreundlicher Synthesemethoden | Perolink GmbH (Köln)

FireWaive – Physik-informierter KI-Prototyp zur Vegetationsbrandvorhersage und probabilistischer Ausbreitungsberechnung in Echtzeit | FloodWaive Predictive intelligence GmbH (Aachen) & Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) an der TH Köln

HYCA – Industrielle Hochtemperatur-Wärmeerzeugung für die Energiewende von über 1.000 Grad Celsius |Hyca Heat GmbH (Jülich)

Lehmputz-Roboter – Lehmputz-Roboter für die ökologische Bauwerkssanierung | disait GmbH i. G. (Düsseldorf) & Hochschule Ruhr West (Mülheim a. d. Ruhr)

LightEnergy – PV-Leichtbaumodule für traglastbeschränkte Gebäude | Armin Froitzheim (Werne)

Magnurco – Elektrochemisches Preconditioning von Meerwasser zur skalierbaren CO-Bereitstellung und Magnesium-Valorisierung | Magnurco (Kalkar)

MAXCarbon – Resiliente Hybridfaserwerkstoffe für die Energiewende – effizient, langlebig, europäisch | TERNAfil - eine Ausgründung der RWTH (Aachen)

PicoScale – effiziente und ressourcenschonende 3D-Mikrofertigung | PicoShape - Ausgründung der Ruhr-Universität Bochum

REsonIQ – Wandler für energieeffiziente Stromversorgung von Rechenzentren | VEROTERA GmbH (Meerbusch)

ReTiArc – Hybridanlage für additiven und regenerativen Auftragsschweißprozess von Titan unter Einsatz von Recycling-Draht | DMFG Solutions GmbH (Rheinbach)

RT NANO – Raumtemperatur-supraleitende Nanodrähte für energieeffiziente Elektronik | ZELOCON GmbH (Halver) & AMO GmbH Gesellschaft für Angewandte Mikro- und Optoelektronik mbH (Aachen)

STRAAL – Neuartiges, strahlungsabschirmendes Aluminiumpulver für den 3D-Druck leichter Bauteile | Stefan Hackländer (Essen)

TAPMADE – Vollautomatisierte Prozessfusion aus KI-gestützter Kalt-Rekonditionierung und Robotik-Ausschank | Severin Romero (Ochtrup)

Tex2Pap – Holzfreier Zellstoff aus Textilabfällen für die Papier- und Verpackungsindustrie | Paper Earth UG (haftungsbeschränkt) (Aachen)

Mit Umweltwirtschaft in die Zukunft

Die Unternehmen der Umweltwirtschaft bringen Nordrhein-Westfalen voran. Tag für Tag verbessern ihre Innovationen die Wertschöpfungsketten der erfolgreichen Branchen im Land. Mit der Umweltwirtschaftsstrategie setzt Nordrhein-Westfalen daher auf Zukunftstechnologien, die Wertschöpfung, Klima- und Umweltschutz gleichermaßen stärken. Das Land fördert umweltorientierte Start-ups und Gründungen, initiiert neue Plattformen zur Vernetzung und Investorensuche und gibt Impulse für eine positive Entwicklung – für Wirtschaft und Umwelt. Das ist vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs, der wachsenden Rohstoffkonkurrenzen und dem stagnierenden Klimaschutz gerade heute besonders wichtig. Denn: #JetztBrauchtsUmweltwirtschaft!

Das Land Nordrhein-Westfalen gehört zu den innovativsten Regionen der Europäischen Union und hat sich zum Ziel gesetzt, Vorreiter einer ökologischen Transformation im Sinne des Europäischen Green Deals zu werden. Der Förderwettbewerb „Grüne Gründungen.NRW“ in Federführung des NRW Umweltministeriums ist ein wesentlicher Baustein dahin. Realisiert wird der Förderwettbewerb im Rahmen des EFRE

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen im EFRE

JTF-Programm NRW 2021-2027 rund 1,9 Milliarden Euro EU-Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen finden Sie unter www.efre.nrw und #efrenrw.

Der Wettbewerb wird auch mit Mitteln der neuen EU-Plattform STEP ausgestattet. Mit STEP werden Projekte unterstützt, die für den europäischen Binnenmarkt neue und wegbereitende Elemente von erheblichem wirtschaftlichen Potenzial schaffen oder Wertschöpfungsketten unterstützen, um so strategische Abhängigkeiten zu verringern oder dem Mangel an Arbeits- und Fachkräften in der Europäischen Union entgegenzuwirken.

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