Hans-Böckler-Stiftung Online-Seminar Bankenregulierung für Aufsichtsräte am 18. September 2026 Online; DORA-Umsetzung, ESG-Risiken im Fokus

Bankenregulierung 2026: Online-Seminar für Aufsichtsräte am 18. September | ver.di

Bankenregulierung - Welche Neuigkeiten sind relevant für den Aufsichtsrat?

Regulierung gehört zum Alltag von Banken. Doch das Regelwerk wird immer komplexer: europäische Vorgaben, neue Anforderungen an die digitale Widerstandsfähigkeit, verschärftes Risikomanagement und Veränderungen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung stellen auch Aufsichtsräte vor neue Herausforderungen.

Wer seiner Kontroll- und Gestaltungsaufgabe im Aufsichtsrat gerecht werden will, muss deshalb wissen, welche regulatorischen Neuerungen für das eigene Institut relevant sind – und an welchen Stellen genauer nachgefragt werden sollte.

Genau darum geht es beim Online-Seminar „Bankenregulierung – Welche Neuigkeiten sind relevant für den Aufsichtsrat?“ der Hans-Böckler-Stiftung am 18. September 2026.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Termin: Freitag, 18. September 2026 Uhrzeit: 9:00 bis 14:00 Uhr Ort: Online Zielgruppe: Aufsichtsratsmitglieder in Banken Veranstalter: Hans-Böckler-Stiftung

Die Anmeldung erfolgt direkt über das Mitbestimmungsportal der Hans-Böckler-Stiftung: Bankenregulierung – Welche Neuigkeiten sind relevant für den Aufsichtsrat?

Warum Bankenregulierung für Aufsichtsräte ein entscheidendes Thema ist

Banken gehören zu den besonders stark regulierten Unternehmen. Eine zentrale rechtliche Grundlage der Bankenaufsicht ist das Kreditwesengesetz (KWG). Gleichzeitig wird die Regulierung längst maßgeblich auf europäischer Ebene geprägt.

Spätestens seit der Finanzmarktkrise wurden die Anforderungen an Banken und ihre Überwachung deutlich ausgeweitet. Neue Regeln entstehen, bestehende Vorgaben werden überarbeitet und unterschiedliche regulatorische Anforderungen greifen immer stärker ineinander.

Für Aufsichtsräte bedeutet das: Sie müssen nicht jedes Detail eines Gesetzes auswendig kennen. Aber sie müssen Entwicklungen einordnen, Risiken erkennen und dem Vorstand die richtigen Fragen stellen können.

Das Seminar bietet dafür einen kompakten Überblick über zentrale regulatorische Veränderungen, die für die Aufsichtsratsarbeit von Banken relevant sind.

DORA: Wie widerstandsfähig ist die Bank bei IT-Störungen?

Ein Schwerpunkt ist der Digital Operational Resilience Act, kurz DORA.

Mit der zunehmenden Digitalisierung werden Informations- und Kommunikationstechnologien immer wichtiger für das Funktionieren von Banken. Gleichzeitig wachsen die Risiken durch Systemausfälle, Cyberangriffe oder Abhängigkeiten von externen IT-Dienstleistern.

Im Seminar geht es deshalb um Neuerungen bei strategischen und integrierten Konzepten für das Management von Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken im Rahmen von DORA.

Für Aufsichtsräte stellen sich dabei zentrale Fragen: Ist das Institut ausreichend auf schwerwiegende IT-Störungen vorbereitet? Wie werden digitale Risiken in das Risikomanagement integriert? Und verfügt die Bank über geeignete Strukturen, um ihre digitale Widerstandsfähigkeit dauerhaft sicherzustellen?

CRD VI und aktuelle Stresstests

Auch die Weiterentwicklung der europäischen Bankenregulierung steht auf der Tagesordnung.

Behandelt werden das CRD-VI-Umsetzungsgesetz sowie aktuelle Stresstestergebnisse. Gerade Stresstests können für Aufsichtsräte wichtige Hinweise darauf liefern, wie widerstandsfähig ein Institut gegenüber wirtschaftlichen und finanziellen Belastungsszenarien ist.

Das Seminar hilft dabei, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und ihre Bedeutung für die Arbeit im Aufsichtsrat besser zu verstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und ESG-Risiken.

Banken müssen sich zunehmend damit auseinandersetzen, wie ökologische, soziale und Governance-Risiken ihre Geschäftsmodelle, Kreditportfolios und Risikostrukturen beeinflussen.

Seit 2025 gelten erweiterte Transparenzpflichten für ESG-Risiken für alle CRR-Institute. Gleichzeitig verändert sich der regulatorische Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter.

Im Seminar werden deshalb unter anderem aktuelle Entwicklungen rund um

die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD),

die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR)

sowie das Management von ESG-Risiken

Gerade für Aufsichtsräte ist das relevant: Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur eine Frage der Außendarstellung. ESG-Risiken können wirtschaftliche Risiken sein – und gehören damit auch auf die Agenda der Unternehmensüberwachung.

Gute Aufsicht braucht aktuelles Wissen

Die Aufgaben im Aufsichtsrat werden anspruchsvoller. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, neue regulatorische Anforderungen und Veränderungen der Geschäftsmodelle greifen ineinander.

Für Arbeitnehmervertreter innen im Aufsichtsrat ist es deshalb besonders wichtig, regulatorische Entwicklungen nicht allein der Unternehmensseite oder externen Berater innen zu überlassen. Wer mitbestimmen und kritisch nachfragen will, braucht eigenes Wissen.

Das gilt auch mit Blick auf die Beschäftigten: Regulatorische Vorgaben und die daraus abgeleiteten Unternehmensentscheidungen können Auswirkungen auf Prozesse, Arbeitsorganisation, Personalbedarf und Qualifikationsanforderungen haben. Aufsichtsräte sollten deshalb nicht nur fragen, ob regulatorische Anforderungen formal erfüllt werden – sondern auch, wie die Bank sie umsetzt und welche Konsequenzen daraus entstehen.

Dr. Felix Hadwiger INPUT Consulting gGmbH, Stuttgart

Maxi Leuchters I.M.U. der Hans-Böckler-Stiftung, Referat Unternehmensrecht und Corporate Governance, Düsseldorf

Die Tagungsleitung übernimmt ebenfalls Maxi Leuchters.

Das Seminar richtet sich an Aufsichtsratsmitglieder in Banken und findet vollständig online statt. Für Aufsichtsratsmitglieder ist die Teilnahme unter den von der Hans-Böckler-Stiftung genannten Voraussetzungen kostenfrei. Teilnehmende erhalten außerdem eine Teilnahmebescheinigung.

Wer im Aufsichtsrat Verantwortung trägt, sollte die aktuellen Veränderungen der Bankenregulierung kennen und ihre Bedeutung für das eigene Institut einschätzen können.

Deshalb: Termin vormerken und anmelden.

Freitag, 18. September 2026 9:00 bis 14:00 Uhr Online