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title: "Senat und Klinikum Bremen-Mitte Rückbau der nördlichen Baustelle am Haus 2 in Bremen-Mitte; Anfahrt und Kurzzeitparkplatz am KBM-Haupteingang"
sdDatePublished: "2026-08-13T06:07:00Z"
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  - "Bremen (Stadt)"
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Senat und Klinikum Bremen-Mitte Rückbau der nördlichen Baustelle am Haus 2 in Bremen-Mitte; Anfahrt und Kurzzeitparkplatz am KBM-Haupteingang

Landtag der Freien Hansestadt Bremen
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Stadtbürgerschaft
21. Wahlperiode
Drucksache 21/884 S
(zu Drs. 21/854 S)
11. August 2026
Mitteilung des Senats
Reichen die Verkehrs- und Stellplatzkapazitäten am Klinikum Bremen-
Mitte?

Kleine Anfrage
der Fraktion der FDP vom 07.07.2026
und Mitteilung des Senats vom 11.08.2026
Vorbemerkung der Fragestellerin:
Die Erreichbarkeit des Klinikums Bremen-Mitte ist bereits heute ein wesentlicher Faktor für
die Sicherstellung der stationären und notfallmedizinischen Versorgung in Bremen. Mit der
beschlossenen Verlagerung wesentlicher Leistungsbereich des Klinikums Links der Weser an
den Standort Mitte wird dessen Bedeutung weiter zunehmen.
Gleichzeitig mehren sich Berichte über Verkehrsprobleme rund um das Klinikum Bremen-
Mitte. Beschäftigt, Patienten, Besucher und Anwohner berichten über erhebliche
Parkplatzengpässe, Suchverkehre, Falschparken sowie Behinderungen des fließenden
Verkehrs. Angesichts der teils chaotischen Verkehrssituation im unmittelbaren Umfeld des
Klinikums ist die Sorge bei Anwohnern und Beirat groß, dass es zu einem Mobilitäts-kollaps
kommen könnte, wenn die medizinischen Leistungen weiter konzentriert werden.
Die Kleine Anfrage beantwortet der Senat wie folgt:
1. Wie bewerten Senat und Klinikleitung die gegenwärtige Erreichbarkeit des Klinikums
Bremen-Mitte für Patienten und Besucher, Rettungsdienste, Beschäftigte sowie für
Versorgungs- und Lieferverkehre?
Das Klinikum Bremen-Mitte (KBM) ist generell gut zu erreichen. Die direkte Erreichbarkeit für
Rettungsdienste sowie Versorgungs- und Lieferverkehre, aber auch für Taxen ist sowohl
während der aktuellen Baumaßnahmen in der St.-Jürgen-Straße (Kanalsanierung) als auch
den anstehenden Baumaßnahmen am und rund um das KBM im Neuen Hulsberg-Viertel
(NHV), insbesondere beim angrenzenden Parkhausgrundstück, grundsätzlich gewährleistet.
Die aktuelle Kanalsanierung in der St.-Jürgen-Straße erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Die
Bauabschnitte sind durch die hanseWasser Bremen GmbH und die Grundstücksentwicklung
Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG) in Abstimmung mit u.a. der Gesundheit Nord
gGmbH (GeNo) und dem Amt für Straßen und Verkehr (ASV) explizit so geplant, dass die
Zufahrten für Rettungsdienste sowie Versorgungs- und Lieferverkehre jederzeit sichergestellt
sind. In der täglichen Umsetzung werden ggf. temporäre Einschränkungen durch

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Anpassungen und Kommunikation der Fahrtwege mit den Beteiligten minimiert. Die
Parkplätze für Mitarbeitende, Patienten und Besuchende sind auch derzeit direkt über die
gewohnten Zuwegungen erreichbar. Aktuelle Informationen zur Erreichbarkeit stellt die GeNo
jeweils auf der Startseite der Klinikwebsite zur Verfügung.

2. Welche Erkenntnisse liegen Senat und Klinikleitung zu Verkehrsbelastungen,
Parkplatzengpässen/-suchverkehren, Falschparker sowie Behinderungen des
Rettungsdienstes, des ÖPNV und des Fuß- und Radverkehrs im Umfeld des Klinikums
vor?
a.) Welche Beschwerden oder Meldungen sind hierzu von Beschäftigten, Patienten,
Besuchern, Anwohnern oder sonstigen Betroffenen in den vergangenen zwei
Jahren eingegangen?
Die Verkehrssituation rund um das KBM ist aktuell durch die Kanalsanierung in der St.-Jürgen-
Straße und die Erschließungsmaßnahmen im NHV für alle Beteiligten herausfordernd. Diese
herausfordernde Situation soll mit der Inbetriebnahme des Parkhauses sowie dem Abschluss
der Baumaßnahmen am KBM und den Baumaßnahmen der anderen Akteure wie swb AG,
GEG und der Käufer der Grundstücke im NHV in eine Normalsituation mit üblichem
Innenstadtverkehr übergehen.
Erlangt die GeNo Kenntnis über Beschwerden von Anwohnern oder sonstigen Betroffenen, die
sich auf das Gelände des Klinikums Bremen-Mitte beziehen, werden diese von der GeNo sehr
ernst genommen und mit den Beteiligten besprochen, um eine möglichst zeit- und
praxisnahe Lösung zu finden. Zu konkreten Maßnahmen siehe auch Antwort auf Frage 2b.
b.) Welche Maßnahmen wurden bislang ergriffen, um die Verkehrs- und Parksituation
am Klinikum sowie dessen Erreichbarkeit zu verbessern, und welche Wirkungen
wurden dadurch erzielt?
Das Geschehen am und um das KBM ändert sich durch die diversen Bau- und
Umstrukturierungsmaßnahmen derzeit fortlaufend. Um die Erreichbarkeit stets zu
gewährleisten und die Verkehrssituation zu verbessern, hat auch die GeNo aktuell folgende
Maßnahmen ergriffen:
• Seit April 2026 wird die nördliche Baustelle am Haus 2 rückgebaut, da der Umbau und
die Sanierung von Haus 2 mittlerweile planmäßig und erfolgreich abgeschlossen
werden konnten. Somit wurde nunmehr auf der freigewordenen Fläche direkt am
Haupteingang des KBM eine Anfahrt und ein Kurzzeitparkplatz geschaffen.
• Zudem wurden vor dem Haupteingang zusätzliche Fahrradständer eingerichtet.
• In Abstimmung mit dem Taxiverband Taxi-Ruf Bremen wurde auch der Taxistand
vorerst befristet vor dem Haus 2 verlagert und wird dort derzeit erprobt. Dadurch
sollen insbesondere Querverkehre mit Fuß- und Radfahrenden vermieden werden.
• Die Beschilderung der Parkflächen auf dem Gelände wurde überarbeitet, um eine
deutlichere Kennzeichnung sicherzustellen bzw. die Aktualisierungen auszuweisen.

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Die GeNo berichtet, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen positiven Anklang finden. Auch
steht die GeNo regelmäßig im Austausch mit dem ASV, um weitere Maßnahmen zu eruieren
und ggf. umzusetzen.

3. Wie stellt sich die aktuelle Stellplatzsituation am Klinikum Bremen-Mitte dar und wie
wird sie sich nach Standortkonzentration und Fertigstellung des geplanten Parkhauses
entwickeln? Dabei wird um Darstellung gebeten
a. der derzeitigen und künftig geplanten Stellplatzkapazitäten für PKW und
Fahrräder,
Wie sich die Stellplatzkapazitäten für PKW und Fahrräder aktuell und langfristig nach der
Standortkonzentration am KBM und der Fertigstellung des geplanten Parkhauses darstellen,
zeigt die folgende Tabelle:

Verortung
Aktuell
Langfristig
PKW-Stellplätze
Mitarbeiterparkplatz
90
0
Gelände
50
0
BREPARK-Parkplatz
200
0
Parkplatz „St.-Jürgen-
Quartier“
350
0
Parkhaus
0
950
Haus 7
30
0
Fahrradstellplätze
Fahrradkäfige der GeNo
ca. 70
260
Öffentliche
ca. 140
275
Parkhaus
0
400
b. der aktuellen und künftigen Stellplatzkapazitäten für Patienten und Besucher,
Wie sich die Stellplatzkapazitäten für Patienten und Besucher aktuell und langfristig nach der
Standortkonzentration am KBM und der Fertigstellung des geplanten Parkhauses darstellen,
zeigt die folgende Tabelle:

Verortung
Aktuell
Langfristig
PKW-Stellplätze
BREPARK-Parkplatz
100
0
Parkplatz „St.-Jürgen-
Quartier“
350
0
Parkhaus
0
950
Haus 7
30
0
Fahrradstellplätze

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Öffentliche
ca. 140
275
Parkhaus
0
400
c. der aktuell und künftig ausschließlich Beschäftigten vorbehaltenen Stellplätze für
PKW und Fahrräder,
Aktuell umfasst der (ausschließliche) Mitarbeiter:innenparkplatz ca. 90 PKW-Stellplätze. Auf
dem BEPARK-Parkplatz im südlichen NHV sind 100 der 200 PKW-Stellplätze für Mitarbeitende
vorbehalten. Die Planungen des Parkhauses, das den Beschäftigten zukünftig als
Parkmöglichkeit zur Verfügung steht, beachten die benötigten Spitzenlasten am KBM, sodass
zu diesen Zeiten genug PKW-Stellplätze zur Verfügung stehen sollen. Explizite PKW-
Stellplätze für Mitarbeitende sind dort allerdings nicht vorgesehen.
Aktuell verfügt das KBM über ca. 70 Fahrradstellplätze in „Fahrradkäfigen“ für ausschließlich
Mitarbeitende. Diese Kapazität soll zukünftig auf 260 Stellplätze anwachsen.
d. der zugrunde gelegten Bedarfsprognose und
Die Bedarfe basieren auf dem Gutachten des Ingenieurbüro shp Verkehrsplanung PartG mbB
aus Hannover, dass die GeNo in Abstimmung mit der GEG, der Senatorin für Bau, Mobilität
und Stadtentwicklung (SBMS) und der Senatorin für Gesundheit, Frauen und
Verbraucherschutz (SGFV) im Jahr 2023 beauftragt hatte. Ziel war es, das Mobilitätskonzept
für das KBM und das NHV aus dem Jahr 2012 mit den neuen Entwicklungen fortzuschreiben
und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.
e. inwiefern die künftig vorgesehenen Kapazitäten aus Sicht des Senats und der
Klinikleitung als ausreichend erachtet werden.
Die vorgesehenen Kapazitäten sind das Resultat der ermittelten Bedarfe, aber u.a. auch von
(geplanten) Maßnahmen der GeNo, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Vor
diesem Hintergrund werden diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt als ausreichend erachtet.

4. Welche Erkenntnisse liegen Senat und Klinikleitung darüber vor,
a.) wie viele Beschäftigte derzeit regelmäßig mit dem PKW zum Arbeitsplatz am
Klinikum Bremen-Mitte pendeln?
Eine Befragung der Mitarbeitenden aus dem Jahr 2021 hat ergeben, dass ungefähr 1.000
Mitarbeiter:innen (ca. 38%) der damals 2.645 Mitarbeitenden regelmäßig mit dem PKW zum
KBM pendeln. Nur ca. 3% aller PKW-Fahrenden haben angegeben als Beifahrer zur Klinik zu
pendeln. Damit liegt der Anteil von knapp 40% PKW-Fahrenden unter den Ergebnissen der
Mobilitätsumfragen an den Kliniken Bremen-Ost und Bremen-Nord, die bei ca. 50%-55%
Anteil von PKW-Fahrenden liegen. Kürzlich wurde eine weitere Befragung durchgeführt. Diese
wird derzeit ausgewertet.
b.) mit welchem Pendleraufkommen bei den Beschäftigten nach der
Standortortkonzentration gerechnet wird?

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Die GeNo geht davon aus, dass nach der Standortkonzentration zwischen 1.050 und 1.250
Mitarbeitende regelmäßig mit dem PKW zum Klinikum pendeln werden. Auf Grund der
Tätigkeiten im Schichtdienst werden diese Mitarbeitenden jedoch nie alle zeitgleich das
Parkhaus nutzen.
c.) welche Auswirkungen dies auf das angrenzende Wohngebiet hat?
Bezüglich des fließenden Verkehrs wird davon ausgegangen, dass zu den Spitzenstunden
(Morgenspitze, Schichtwechsel) die Belastung der umliegenden Verkehrsknotenpunkte, z.B.
an der Kreuzung Bismarckstr.-St.-Jürgen-Str. ansteigt. Die zusätzlichen Belastungen können
laut des in Antwort 3d benannten Gutachtens durch verkehrstechnische Anpassungen
reduziert werden.

Durch die geplante Ausweitung von Anwohnerparken in Bremen sowie einen lediglich
moderaten Anstieg von max. 250 Mitarbeitenden, die mit dem PKW das KBM anfahren, wird
von einer geringen Auswirkung auf die Parksituation der angrenzenden Wohngebiete
ausgegangen.

5. Wie bewerten Senat und Klinikleitung die aktuelle Anbindung des Klinikums für
Beschäftigte
a.) mit dem PKW und die vorhandenen Parkmöglichkeiten?
Durch die zentrale Lage ist das Klinikum gut für die verschiedenen Mobilitätsformen
angebunden. In den morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenzeiten (Berufsverkehr) kann
es jedoch zu (innen-)stadttypischen Verzögerungen kommen.
Aktuell kommt es, wie es bereits dargestellt wurde, durch die verschiedenen Baumaßnahmen
am und um das KBM zu einer Reduktion der vorhandenen Parkflächen, insbesondere auch
der nicht bewirtschafteten Parkflächen. Mit den aktuellen Möglichkeiten durch das
Mitarbeiterparken (ca. 90 PKW-Stellplätze), dem BREPARK-Parkplatz (200 PKW-Stellplätze,
davon 100 für Mitarbeitende vorbehalten) und dem Parkplatz „St.-Jürgen-Quartier“ (350 PKW-
Stellplätze) sind die Bedarfe abgedeckt.
b.) mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbes. für Beschäftigte im Früh-, Spät- und
Nachtdienst?
Im Allgemeinen ist das KBM mit den Haltestellen „Klinikum