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title: "Julia Klöckner hält Rede bei zentraler Gedenkveranstaltung in der Kapelle der Versöhnung, Berlin; Schein der Demokratie, Schatten der Diktatur"
sdDatePublished: "2026-08-13T16:14:00Z"
source: "https://www.bundestag.de/parlament/sed-opferbeauftragte/Termine_Besuche/text-13-august-1205012"
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Julia Klöckner hält Rede bei zentraler Gedenkveranstaltung in der Kapelle der Versöhnung, Berlin; Schein der Demokratie, Schatten der Diktatur

Deutscher Bundestag - 65 Jahre Mauerbau: Zentrales Gedenken in der Kapelle der Versöhnung

65 Jahre Mauerbau: Zentrales Gedenken in der Kapelle der Versöhnung

Gedenkveranstaltung in der Kapelle der Versöhnung im ehemaligen Todesstreifen (© Deutscher Bundestag, Henning Schacht)

Am 65. Jahrestag des Mauerbaus nahm die SED-Opferbeauftragte des Deutschen Bundestages, Evelyn Zupke, an der zentralen Gedenkveranstaltung der Stiftung Berliner Mauer teil.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Evelyn Zupke in der Kapelle der Versöhnung (© Deutscher Bundestag, Henning Schacht)

Die Andacht fand in der Kapelle der Versöhnung statt – einem der spannungsreichsten Orte der deutschen Teilung. An dieser Stelle stand einst die Versöhnungskirche, mitten im Todesstreifen gelegen. Die DDR ließ die Kirche 1985 sprengen.

Die Festrede hielt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Sie erinnerte daran, wie der staatliche Terror nach dem Mauerbau immer effizienter und menschenfeindlicher wurde – und wie die DDR sich zugleich als freiheitlicher Staat inszenierte: Das Wort „Demokratie“ stand rund 90-mal in ihrer Verfassung, freie Wahlen wurden vorgetäuscht, Freizügigkeit und Auswanderung versprochen. Klöckner brachte den Widerspruch auf den Punkt: „Der Schein war Demokratie, der Schatten war die Diktatur.“

Kranzniederlegung am Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer (© Stiftung Berliner Mauer, Norman Behrendt)

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden am Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer zahlreiche Kränze niedergelegt, auch von Evelyn Zupke. Sie betonte: „Der Mauerbau war die in Beton gegossene Botschaft der SED an die DDR-Bürger: Eure Freiheit liegt in unseren Händen.“

Das Gedenken an diesem Tag galt den Toten der Mauer. Es galt aber auch den Wunden, die die deutsche Teilung und die SED-Diktatur verursacht haben – Narben, die bis heute sicht- und spürbar sind, in Ost und West, in Familien und im politischen Alltag.

Rede von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zum 65. Jahrestag des Mauerbaus

Gedenkstätte Berliner Mauer (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)

(Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)