Institut für Produktion und Informatik (IPI) koordiniert DAVID-KOARCH Abschluss im Manufacturing-X; zentrale AAS-Ansprechstelle etabliert, 51 Projekte vernetzt
Koordination M-X-Architektur: Projekt DAVID-KOARCH erfolgreich abgeschlossen
Koordination M-X-Architektur: Projekt DAVID-KOARCH erfolgreich abgeschlossen
Nach zweijähriger Laufzeit ist das vom Institut für Produktion und Informatik (IPI) bearbeitete Teilprojekt DAVID-KOARCH erfolgreich abgeschlossen. Im Querschnittsprojekt DAVID entwickelte das IPI zentrale Strukturen für die technische und semantische Interoperabilität der Manufacturing-X-Projekte auf Basis der Asset Administration Shell (AAS). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie förderte das Teilvorhaben mit rund 290.000 Euro.
Der Aufbau eines offenen industriellen Datenökosystems ist die Grundvoraussetzung, um Unternehmen für die wirtschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit zu wappnen. Zu diesem Zweck wurde die Initiative Manufacturing-X ins Leben gerufen, die den Datenraum Industrie 4.0 umsetzen möchte. Es sollen vertrauensvolle Datenökosysteme geschaffen werden, die zu einer durchgängigen Datenvernetzung führen und auf offenen Standards basieren.
Das Querschnittsprojekt DAVID – Direkte Anwendungshilfe der AAS zur Vernetzung im Industrie 4.0 Datenraum – versucht hierbei eine Standardisierung der Daten und Strukturen auf Basis der AAS zu erreichen, die Nutzung der AAS innerhalb von M-X zu koordinieren und Projektzwischenergebnisse zu validieren. Das IPI etablierte sich im Rahmen des Teilprojekts DAVID-KOARCH als allgemeine Ansprechstelle für AAS-Themen, koordinierte die Standardisierung der AAS-Teilmodelle und definierte deren Gesamtarchitektur.
Als zentrales Ergebnis des Teilvorhabens wurde eine projektübergreifende Koordinationsstruktur etabliert, über die das IPI als zentrale Ansprechstelle für AAS-Themen rund 51 Projekte vernetzte, darunter die 13 M-X-Projekte sowie 38 Projekte der Förderlinie KoPa35c. Auf dieser Grundlage wurde eine Übersicht der AAS-Teilmodellnutzung erarbeitet, aus der sich Synchronisierungsbedarfe insbesondere in den Bereichen Traceability, Digitaler Produktpass und CO2-Bilanzierung ableiten ließen. Für die internationale Normung wurden zudem priorisierte Teilmodell-Kandidaten identifiziert; das Digitale Typenschild und Kontaktinformationen wurden bereits in die internationale IEC-Normung eingebracht. Ergänzend regte das IPI eine bislang fehlende Standardisierung für ereignisbasierte AAS-Prozesse an. Die im Teilvorhaben erzielten Ergebnisse flossen in vier wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie in die AAS-Modellierungsleitlinie des Manufacturing-X Guidance Board ein.