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title: "Wählerinnen und Wähler Kommunalwahl Niedersachsen; Wahltag 13.09.2026"
sdDatePublished: "2026-08-13T15:32:00Z"
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Wählerinnen und Wähler Kommunalwahl Niedersachsen; Wahltag 13.09.2026

Kommunalwahl
Niedersachsen
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Infobroschüre

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Am 13.09.2026 sind
Kommunalwahlen in Niedersachsen.
Mehr Informationen gibt es hier:
www.wahlen-in-niedersachsen.de/kommunalwahl
In dieser Broschüre der Niedersächsischen
Landeszentrale für politische Bildung findest
du viele Informationen zur Kommunalwahl
in Niedersachsen. Die Informationen sind in
einfacher Sprache und dienen daher nicht als
rechtsverbindliche Auskünfte.
Für Informationen und Fragen zu Wahlunter-
lagen stehen die Wahlleitungen und die Wahl-
ämter in den Gemeinden, Samtgemeinden
oder den Landkreisen zur Verfügung. Auf der
Webseite der niedersächsischen Landeswahl-
leitung finden sich weitere gesicherte Infor-
mationen und Rechtsgrundlagen.

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen

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Inhalt
Darum geht es bei der Kommunalwahl
Was ist das eigentlich: eine Kommune? ➜ 6
Welche Aufgaben hat eine Kommune? ➜ 10
Wie funktioniert die Kommunalpolitik? ➜ 12
Vertretung ➜ 12
Hauptverwaltungsbeamt_innen:
Die Leitung der Verwaltung ➜ 14
Hauptausschuss ➜ 15
Beiräte ➜ 20

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen
Wählen bei der Kommunalwahl
Wer darf wählen? Und wer darf gewählt werden? ➜ 22
Muss ich mich zum Wählen anmelden? ➜ 24
Die Wahlbenachrichtigung ➜ 25
Parteien, Wählergruppen, Einzelpersonen:
die Wahlvorschläge ➜ 26
Die Briefwahl ➜ 27
Im Wahllokal ➜ 28
Wie fülle ich den Stimmzettel aus? ➜ 30
Bekomme ich mehrere Stimmzettel? ➜ 30
Wie sieht ein Stimmzettel aus? ➜ 30
Wie wähle ich denn jetzt? ➜ 31
Checkliste: Ist meine Stimme gültig? ➜ 34
Wahlprinzipien ➜ 36
Beteiligung, auch wenn die Wahl vorbei ist? ➜ 38
Impressum ➜ 39

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Darum geht es bei der
Kommunalwahl
Was ist das eigentlich: eine Kommune?
Was bedeutet „Kommune“?
Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Eines davon ist Nieder-
sachsen. Wie viele andere Bundesländer ist auch Niedersachsen in
kleinere Gebiete aufgeteilt. Das sind die Kommunen. Kommunen sind
die kleinsten demokratischen Bausteine in Deutschland. Sie organisie-
ren die Politik und die Verwaltung kommunal, also vor Ort.
Bund, Länder und Kommunen sind für unterschiedliche Politikberei-
che und Themen zuständig. Sie organisieren unser Zusammenleben
und entscheiden über unterschiedliche Dinge unseres Alltags.
Diese Aufteilung hat einen großen Vorteil: nämlich, dass Macht verteilt
wird und es nicht nur eine Ebene gibt, die alles allein regelt und ent-
scheidet. Außerdem können kleinere Einheiten stärker auf Besonder-
heiten im eigenen Bundesland oder der eigenen Kommune eingehen
und den Menschen vor Ort und ihren Bedürfnissen näher sein.
Diese Idee heißt: Selbstorganisation. Oder auch: Selbstverwaltung.
Auch diese Bedeutung steckt im Wort „Kommune“.
Die Selbstverwaltung durch Kommunen hat in Deutschland einen
hohen Wert. Das Recht darauf steht sogar im Grundgesetz. Hinter
Selbstverwaltung steht ein Gedanke: dass die Menschen vor Ort am
besten ihre Bedürfnisse, Bedarfe und Lösungen für lokale Themen
kennen.

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen

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Was ist eine Kommune?
Es gibt mehrere Arten von Kommunen:
Gemeinde
Die Gemeinde ist die kleinste politische Ebene in Deutschland. Ge-
meinden kümmern sich um alle Aufgaben selbstständig, die sie direkt
vor Ort betreffen. Gemeinde ist außerdem ein Oberbegriff, es gibt
verschiedene Arten von Gemeinden. Eine Gemeinde kann mehrere
kleinere Orte umfassen.
Stadt
Auch eine Stadt ist eine Gemeinde. Es gibt große und kleine Städte.
Viele Städte gehören einem Landkreis an. Städte, die keinem Land-
kreis angehören, nennt man kreisfreie Städte.
Landkreis
Ein Landkreis ist ein großes Gebiet. Er besteht aus mehreren Gemein-
den. Landkreise kümmern sich um Aufgaben, die über einen einzelnen
Ort hinausgehen.
Samtgemeinde
Und es gibt eine Besonderheit in Niedersachsen: Samtgemeinden.
Eine Samtgemeinde entsteht, wenn sich mehrere Gemeinden zusam-
menschließen. Die Gemeinden bleiben dabei eigenständig. Aber sie
können dadurch größere Aufgaben gemeinsam erledigen.
Region Hannover
Eine weitere Besonderheit bildet die Region Hannover. Hier haben
sich die Landeshauptstadt Hannover und der ehemalige Landkreis
Hannover zusammengeschlossen und bilden nun eine besondere
Einheit. Daher hat sie auch einen eigenen Namen: Region Hannover.
Teil der Region sind sowohl Städte (darunter Hannover) als auch
Gemeinden.

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen
Stadt (kreisfrei)
Ort
Landkreis
Stadt (kreisangehörig)
Gemeinde
Samtgemeinde
Schaubild:
Kommunale Ebenen

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Welche Aufgaben hat eine Kommune?
Um das Leben seiner Einwohner_innen zu organisieren, teilt sich
Deutschland also auf: Manche Aufgaben werden vom Bund übernom-
men, manche Aufgaben vom Bundesland und manche eben von den
unterschiedlichen Kommunen eines Bundeslandes.
In deinem Alltag nutzt du diese verschiedenen, sogenannten öffent-
lichen Dienste. Das kostet natürlich Geld. Bezahlt werden die öffent-
lichen Dienste deswegen mit Steuern, Abgaben und Gebühren. Diese
zahlen die Bürger_innen und Unternehmen an den Staat.
Kommunen haben Pflichtaufgaben und freiwillige Aufgaben. Zuerst
müssen die Kommunen ihre Pflichtaufgaben erfüllen. Wenn dann
noch Geld übrig ist, können sie auch andere Dinge organisieren. Das
sind dann freiwillige Aufgaben, die die Kommune machen darf, aber
nicht muss. Dabei übernehmen größere Kommunen wie Landkreise
eher übergreifende Aufgaben und kleinere Kommunen wie die einzel-
nen Gemeinden eher lokale Aufgaben.

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen
Beispiele für Pflichtaufgaben:
Zu den Pflichtaufgaben der Kommunen gehört die öffentliche Grund-
versorgung. Das sind vor allem wichtige Dinge im Alltag. Zum Bei-
spiel, dass Trinkwasser aus deinem Wasserhahn kommt. Dass dein
Abwasser beseitigt und gereinigt wird. Dass dein Haushalt Strom und
Wärme hat. Dass dein Müll abgeholt und recycelt wird. Dass es einen
Friedhof gibt. Dass es Schulen und Kindergärten gibt. Dass Straßen
gebaut werden und dass es einen Nahverkehr, zum Beispiel Busse,
gibt. Dass es einen Rettungsdienst gibt. Und dass es Einrichtungen
der Kinder- und Jugendhilfe gibt. Und es gibt die Bauleitplanung: Sie
bestimmt, ob und wo welche neuen Gebäude, zum Beispiel Wohnhäu-
ser oder Supermärkte, gebaut werden dürfen.
Beispiele für freiwillige Aufgaben:
Zu den freiwilligen Aufgaben der Kommunen gehören Angebote
für Bildung, Erholung und Freizeit. Das sind zum Beispiel Grün- und
Sportanlagen, Büchereien oder Museen.
Übrigens:
Manchmal kommt es vor, dass bei Kommunal-
wahlen auf den Wahlplakaten oder in den Wahl-
programmen Dinge gefordert werden, für die
die Kommune gar nicht zuständig ist oder die sie
gar nicht entscheiden darf. Oft sind das Themen, die
in der EU- oder Bundespolitik diskutiert werden. Viele
dieser Angelegenheiten gehören also zu ganz ande-
ren Wahlen. Es kann sich dann lohnen, direkt bei den
Kandidat_innen nachzufragen, was die Forderungen
für deinen Ort bedeuten können. Schau also genau hin,
wer sich für deinen Ort, die Einwohner_innen und für
dich interessiert.

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Wie funktioniert die Kommunalpolitik?
Vertretung
Plenum
Bei der Kommunalwahl wählen die Menschen in einer Kommune ihre
Vertretung: die Abgeordneten. Die Abgeordneten kommen regel-
mäßig als gemeinsame Vertretung zusammen: im Plenum. Hier wird
diskutiert und gestritten. Hier werden Lösungen und Kompromisse
gefunden. Bei Kompromissen bekommt niemand genau das, was er
sich am Anfang gewünscht hat. Sondern man einigt sich auf eine
Sache, mit der auch andere einverstanden sind. Alle Beteiligten geben
ein bisschen nach.
Die Abgeordneten können Anträge dazu stellen, über welche Themen
im Plenum gesprochen werden soll. Im Plenum wird auch über Vor-
schläge abgestimmt – das Ergebnis einer solchen Abstimmung nennt
man Beschluss.

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen
Übrigens:
Die Vertretung auf der kommunalen Ebene wirkt ähnlich wie
ein Parlament. Denn auch im Parlament sitzen gewählte Abge-
ordnete als Vertretung des Volkes. Manchmal wird deshalb
auch von „Kommunalparlament“ gesprochen. Das ist allerdings
nicht ganz richtig. Denn die Kommunalvertretung funktioniert
anders als ein Parlament, wie es zum Beispiel der Bundestag
oder die Landtage sind. Daher sprechen wir hier von Kommunal-
vertretungen.
Ausschüsse
Die Vertretung kommt jedoch nicht nur in einer großen Runde im
Plenum zusammen. Der große Teil der Arbeit geschieht im Ausschuss:
Das ist eine kleinere Runde von Abgeordneten aus der Vertretung, die
nur zu einem bestimmten Themenbereich arbeitet. Die Ausschüsse
beraten sich ausführlich und bereiten Entscheidungen für das große
Plenum vor.
Wie setzt sich ein Ausschuss zusammen?
Die Ausschüsse sollen in ihrer Zusammensetzung ein kleines Abbild
der gesamten kommunalen Vertretung sein. Damit sollen im Aus-
schuss unterschiedliche Perspektiven abgebildet werden.
Welche Ausschüsse gibt es?
Wie viele Ausschüsse es gibt und zu welchen Themen, das entschei-
det die Vertretung selbst. Mindestens einen gibt es immer: den Haupt-
ausschuss. Das ist ein besonderer Ausschuss, dazu gleich mehr.

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Hauptverwaltungsbeamt_innen:
Die Leitung der Verwaltung
„Hauptverwaltungsbeamt_innen“ ist ein schwieriges Wort. Dieses
Wort wird jedoch selten verwendet. Es ist einfach eine Bezeichnung
für die oberste Leitung einer Kommune. Viel eher benutzt man gleich
die Bezeichnung der Person, die damit gemeint ist: zum Beispiel die
Bürgermeisterin. Diese Person leitet die Verwaltung. Sie setzt die Be-
schlüsse der Kommunalvertretung um. Und sie ist so etwas wie das
Gesicht der Kommune. Je nach Kommune wird die oberste Leitung
auch anders bezeichnet.
So wie die Kommunalvertretung wird auch die Leitung der Verwal-
tung von den Bürger_innen der Kommune gewählt.
Allerdings: Die Wahl der kommunalen Vertretungen findet alle fünf
Jahre statt. Die Direktwahl der Leitung der Verwaltung findet alle
Übrigens:
Demokratisches Verhalten
Wusstest du schon? Für die Mitglieder der Vertretung gibt es
eine Vorschrift für gutes Benehmen. In den Sitzungen müssen
sie sich an bestimmte Regeln halten.
Wenn jemand mehrmals andere unterbricht, beleidigt oder
den Austausch von Meinungen stört, dann kann diese Person
von Sitzungen oder sogar von der Ratsarbeit ausgeschlossen
werden.
Wenn man gewählt wird, vertritt man die Einwohner_innen einer
Kommune. Dadurch haben Abgeordnete auch eine besondere
Verantwortung. Sie müssen einander zuhören und respektvoll
miteinander sprechen.

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Infobroschüre Kommunalwahl Niedersachsen
acht Jahre statt. Manchmal finden diese Wahlen gleichzeitig statt.
Aber eben nicht immer. Das unterscheidet sich dann von Wohnort zu
Wohnort.
Hauptausschuss
Der Hauptausschuss besteht aus mehreren Personen: Aus einigen
Abgeordneten der Vertretung und der obersten Leitung (also den
Hauptverwaltungsbeamt_innen). Er ist wie ein weiteres Leitungsteam,
das eine Brücke bildet zwischen der Arbeit der Vertretung und der
Arbeit der Verwaltung.
Der Hauptausschuss steuert die Arbeit der anderen Ausschüsse und
kann bei ganz eiligen Angelegenheiten auch Entscheidungen ohne
die gesamte Kommunalvertretung treffen.
Wie „Vertretung“ und „Hauptverwaltungsbeamt_in“ ist auch „Haupt-
ausschuss“ ein Überbegriff. Je nach Kommune gibt es dafür andere
Bezeichnungen. Das erklären die Schaubilder ab Seite 17.
Übrigens:
Haupt- und Ehrenamt
Wusstest du, dass die allermeisten Kommunalpolitiker_innen
ehrenamtlich tätig sind? Alle Abgeordneten der kommunalen
Vertretungen übernehmen diese politische Arbeit in ihrer Frei-
zeit. Allerdings: Die Arbeitgeber_innen müssen sie für die Teil-
nahme an Sitzungen freistellen. Die Kommune zahlt den Kom-
munalpolitiker_innen dafür eine Entschädigung. Wie viel Geld
jemand als Entschädigung bekommt, legt jede Kommune selbst
fest.
Nur die Hauptverwaltungsbeamt_innen arbeiten hauptamtlich.
Sie sind „Beamte auf Zeit“ und bekommen für ihre Arbeit ein
festes Gehalt.

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Aufbau der Kommune
Jede Kommune hat eine eigene Vertretung mit mehreren Abgeordne-
ten, eine Person für die