Susanne Meinrenken; Bürgerantrag zur Wiederherstellung des östlichen Wasser-Biotops an der Lesum Größeres Flutwasser-Biotop im Osten.
Beirat Lesum Umweltausschuss
Burgerantrag fir die Sitzung das Umweltausschusses am 18. Juni 2026
Sehr geehrte Frau Tietjen,
per Burgerantrag méchten wir zum Thema KompensationsmaBnahme an der Lesum Folgendes beantragen:
Hintergrund: im Gebiet der KompensationsmaBnahme wurde lange vor der aktuellen Ma8nahme weit im Osten ein Wasser-Biotop eingerichtet, das durch die offene Verbindung zur Lesum durch den regelmaBigen Zu- und Abfluss von Wasser sehr wertvoll war. Zugleich war es sicher: Die Stromung war nur leicht, die Steinbefestigung am Ufer blieb stabil und es bestand auch kein Risiko fir Anwohner*innen.
Mit dem Bau der KompensationsmaBnahme dnderte sich dies: Mit der groBflachigen Flutungdes . gesamten Geldndes Ende Sept. 2024 drang nach 6 Wochen taglich sehr viel Wasser in den Keller eines antiegenden Hauses ein. Trotz der dann erfolgten kompletten SchlieBung des Zuftusses war der Keller danach noch monatelang nass, trocknete aber dann im Verlauf des Jahres 2025 weitgehend. Bis Marz 2026 blieb der Zulauf verschlossen. Die dann erneute Offnung fiihrte zu erneutem Wassereinbruch in den Keller bereits nach 7 Tagen. Daraufhin wurde der Zulauf wieder gestoppt. Die Kellerwande des Hauses sind durch die beiden Vernassungen stark geschadigt. Jede erneute Flutung ohne Veranderung des Gebiets wirde die Situation noch verschlimmern.
Also: Die auf regelma8ige-Flutung angelegte KompensationsmaBnahme (,,tideabhangig“) wurde — weil sie, wie gutachterlich auch vorhergesagt, zu erheblichem Schaden fuhrte — bisher nur knapp 2 Monate mit Wasser aus der Lesum bewassert. In der iibrigen Zeit stand und steht dort Wasser ohne Zufluss von Frischwasser aus der Lesum; der Randbereich trocknet ab. Dadurch ist auch das zuvor biologisch wertvolle Wasser-Biotop ganz im Osten ,stillgelegt®.
Antrag: Das urspriingliche Wasser-Biotop im Osten soll wieder hergestelltt werden — ohne eine Gefahr fur die Anwohner*innen zu bedeuten. Bitte unterstiitzen Sie den Vorschlag, die Verwaltung im Bereich der Gasleitung komplett zu schlie8en, sodass das Gebiet im Osten sicher geflutet werden und ein im Vergleich zu frdher gréBeres FlieSwasset-Biotop im Osten entstehen kann. Zusatzlich muss im restlichen Gebiet das Stauwasser abflieBen kénnen — entsprechende Graben sind wiederherzustellen, das ehemalige Abflussrohr nach Siiden in die Lesum wieder zu ffnen.
So kénnte ein biologisch wertvolles Gebiet mit einer funktionierenden Wasserzone und einer von Graben durchzogenen Wiesenlandschaft entstehen, das kein Risiko fir die Anwohner*innen darsteilt.
Uber die Beantwortung bzw. Weiterleitung dieses Antrags freuen wir uns und bedanken uns hierfilr.
Mit frdl, GriiBen, Susanne Meinrenken ft)