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title: "Senat und Klinikleitung bewerten Erreichbarkeit des Klinikums Bremen-Mitte in Bremen; Parkplatz direkt am Haupteingang geschaffen"
sdDatePublished: "2026-08-13T08:09:00Z"
source: "https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/20260811_top_11_Verkehrs_und_Stellplatzkapazitaeten_am_Klinikum_Bremen_Mitte.pdf"
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  - name: "health care provider"
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  - "Hannover"
  - "Bremen (Stadt)"
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Senat und Klinikleitung bewerten Erreichbarkeit des Klinikums Bremen-Mitte in Bremen; Parkplatz direkt am Haupteingang geschaffen

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Kleine Anfrage
der Fraktion der FDP vom 07.07.2026
und Mitteilung des Senats vom 11.08.2026
Reichen die Verkehrs- und Stellplatzkapazitäten am Klinikum Bremen-Mitte?
Vorbemerkung der Fragestellerin:
Die Erreichbarkeit des Klinikums Bremen-Mitte ist bereits heute ein wesentlicher Faktor
für die Sicherstellung der stationären und notfallmedizinischen Versorgung in Bremen.
Mit der beschlossenen Verlagerung wesentlicher Leistungsbereich des Klinikums Links
der Weser an den Standort Mitte wird dessen Bedeutung weiter zunehmen.
Gleichzeitig mehren sich Berichte über Verkehrsprobleme rund um das Klinikum Bre-
men-Mitte. Beschäftigt, Patienten, Besucher und Anwohner berichten über erhebliche
Parkplatzengpässe, Suchverkehre, Falschparken sowie Behinderungen des fließenden
Verkehrs. Angesichts der teils chaotischen Verkehrssituation im unmittelbaren Umfeld
des Klinikums ist die Sorge bei Anwohnern und Beirat groß, dass es zu einem Mobilitäts-
kollaps kommen könnte, wenn die medizinischen Leistungen weiter konzentriert wer-
den.
Die Kleine Anfrage beantwortet der Senat wie folgt:
1. Wie bewerten Senat und Klinikleitung die gegenwärtige Erreichbarkeit des Klini-
kums Bremen-Mitte für Patienten und Besucher, Rettungsdienste, Beschäftigte so-
wie für Versorgungs- und Lieferverkehre?
Das Klinikum Bremen-Mitte (KBM) ist generell gut zu erreichen. Die direkte Erreichbar-
keit für Rettungsdienste sowie Versorgungs- und Lieferverkehre, aber auch für Taxen ist
sowohl während der aktuellen Baumaßnahmen in der St.-Jürgen-Straße (Kanalsanie-
rung) als auch den anstehenden Baumaßnahmen am und rund um das KBM im Neuen
Hulsberg-Viertel (NHV), insbesondere beim angrenzenden Parkhausgrundstück, grund-
sätzlich gewährleistet.
Die aktuelle Kanalsanierung in der St.-Jürgen-Straße erfolgt in mehreren Bauabschnit-
ten. Die Bauabschnitte sind durch die hanseWasser Bremen GmbH und die Grund-
stücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG) in Abstimmung mit
u.a. der Gesundheit Nord gGmbH (GeNo) und dem Amt für Straßen und Verkehr (ASV)
explizit so geplant, dass die Zufahrten für Rettungsdienste sowie Versorgungs- und Lie-
ferverkehre jederzeit sichergestellt sind. In der täglichen Umsetzung werden ggf. tempo-
räre Einschränkungen durch Anpassungen und Kommunikation der Fahrtwege mit den
Beteiligten minimiert. Die Parkplätze für Mitarbeitende, Patienten und Besuchende sind
auch derzeit direkt über die gewohnten Zuwegungen erreichbar. Aktuelle Informationen
zur Erreichbarkeit stellt die GeNo jeweils auf der Startseite der Klinikwebsite zur Verfü-
gung.

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2. Welche Erkenntnisse liegen Senat und Klinikleitung zu Verkehrsbelastungen,
Parkplatzengpässen/-suchverkehren, Falschparker sowie Behinderungen des Ret-
tungsdienstes, des ÖPNV und des Fuß- und Radverkehrs im Umfeld des Klinikums
vor?
a.) Welche Beschwerden oder Meldungen sind hierzu von Beschäftigten, Patien-
ten, Besuchern, Anwohnern oder sonstigen Betroffenen in den vergangenen
zwei Jahren eingegangen?
Die Verkehrssituation rund um das KBM ist aktuell durch die Kanalsanierung in der St.-
Jürgen-Straße und die Erschließungsmaßnahmen im NHV für alle Beteiligten herausfor-
dernd. Diese herausfordernde Situation soll mit der Inbetriebnahme des Parkhauses so-
wie dem Abschluss der Baumaßnahmen am KBM und den Baumaßnahmen der anderen
Akteure wie swb AG, GEG und der Käufer der Grundstücke im NHV in eine Normalsitua-
tion mit üblichem Innenstadtverkehr übergehen.
Erlangt die GeNo Kenntnis über Beschwerden von Anwohnern oder sonstigen Betroffe-
nen, die sich auf das Gelände des Klinikums Bremen-Mitte beziehen, werden diese von
der GeNo sehr ernst genommen und mit den Beteiligten besprochen, um eine möglichst
zeit- und praxisnahe Lösung zu finden. Zu konkreten Maßnahmen siehe auch Antwort
auf Frage 2b.
b.) Welche Maßnahmen wurden bislang ergriffen, um die Verkehrs- und Parksi-
tuation am Klinikum sowie dessen Erreichbarkeit zu verbessern, und welche
Wirkungen wurden dadurch erzielt?
Das Geschehen am und um das KBM ändert sich durch die diversen Bau- und Umstruk-
turierungsmaßnahmen derzeit fortlaufend. Um die Erreichbarkeit stets zu gewährleisten
und die Verkehrssituation zu verbessern, hat auch die GeNo aktuell folgende Maßnah-
men ergriffen:
• Seit April 2026 wird die nördliche Baustelle am Haus 2 rückgebaut, da der Um-
bau und die Sanierung von Haus 2 mittlerweile planmäßig und erfolgreich abge-
schlossen werden konnten. Somit wurde nunmehr auf der freigewordenen Flä-
che direkt am Haupteingang des KBM eine Anfahrt und ein Kurzzeitparkplatz ge-
schaffen.
• Zudem wurden vor dem Haupteingang zusätzliche Fahrradständer eingerichtet.
• In Abstimmung mit dem Taxiverband Taxi-Ruf Bremen wurde auch der Taxistand
vorerst befristet vor dem Haus 2 verlagert und wird dort derzeit erprobt. Dadurch
sollen insbesondere Querverkehre mit Fuß- und Radfahrenden vermieden wer-
den.
• Die Beschilderung der Parkflächen auf dem Gelände wurde überarbeitet, um
eine deutlichere Kennzeichnung sicherzustellen bzw. die Aktualisierungen aus-
zuweisen.
Die GeNo berichtet, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen positiven Anklang finden.
Auch steht die GeNo regelmäßig im Austausch mit dem ASV, um weitere Maßnahmen zu
eruieren und ggf. umzusetzen.

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3. Wie stellt sich die aktuelle Stellplatzsituation am Klinikum Bremen-Mitte dar und
wie wird sie sich nach Standortkonzentration und Fertigstellung des geplanten
Parkhauses entwickeln? Dabei wird um Darstellung gebeten
a. der derzeitigen und künftig geplanten Stellplatzkapazitäten für PKW und
Fahrräder,
Wie sich die Stellplatzkapazitäten für PKW und Fahrräder aktuell und langfristig nach
der Standortkonzentration am KBM und der Fertigstellung des geplanten Parkhauses
darstellen, zeigt die folgende Tabelle:

Verortung
Aktuell
Langfristig
PKW-Stellplätze
Mitarbeiterparkplatz
90
0
Gelände
50
0
BREPARK-Parkplatz
200
0
Parkplatz „St.-Jürgen-Quar-
tier“
350
0
Parkhaus
0
950
Haus 7
30
0
Fahrradstellplätze
Fahrradkäfige der GeNo
ca. 70
260
Öffentliche
ca. 140
275
Parkhaus
0
400
b. der aktuellen und künftigen Stellplatzkapazitäten für Patienten und Besu-
cher,
Wie sich die Stellplatzkapazitäten für Patienten und Besucher aktuell und langfristig
nach der Standortkonzentration am KBM und der Fertigstellung des geplanten Parkhau-
ses darstellen, zeigt die folgende Tabelle:

Verortung
Aktuell
Langfristig
PKW-Stellplätze
BREPARK-Parkplatz
100
0
Parkplatz „St.-Jürgen-Quar-
tier“
350
0
Parkhaus
0
950
Haus 7
30
0
Fahrradstellplätze
Öffentliche
ca. 140
275
Parkhaus
0
400

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c. der aktuell und künftig ausschließlich Beschäftigten vorbehaltenen Stell-
plätze für PKW und Fahrräder,
Aktuell umfasst der (ausschließliche) Mitarbeiter:innenparkplatz ca. 90 PKW-Stell-
plätze. Auf dem BEPARK-Parkplatz im südlichen NHV sind 100 der 200 PKW-Stellplätze
für Mitarbeitende vorbehalten. Die Planungen des Parkhauses, das den Beschäftigten
zukünftig als Parkmöglichkeit zur Verfügung steht, beachten die benötigten Spitzenlas-
ten am KBM, sodass zu diesen Zeiten genug PKW-Stellplätze zur Verfügung stehen sol-
len. Explizite PKW-Stellplätze für Mitarbeitende sind dort allerdings nicht vorgesehen.
Aktuell verfügt das KBM über ca. 70 Fahrradstellplätze in „Fahrradkäfigen“ für aus-
schließlich Mitarbeitende. Diese Kapazität soll zukünftig auf 260 Stellplätze anwachsen.
d. der zugrunde gelegten Bedarfsprognose und
Die Bedarfe basieren auf dem Gutachten des Ingenieurbüro shp Verkehrsplanung PartG
mbB aus Hannover, dass die GeNo in Abstimmung mit der GEG, der Senatorin für Bau,
Mobilität und Stadtentwicklung (SBMS) und der Senatorin für Gesundheit, Frauen und
Verbraucherschutz (SGFV) im Jahr 2023 beauftragt hatte. Ziel war es, das Mobilitätskon-
zept für das KBM und das NHV aus dem Jahr 2012 mit den neuen Entwicklungen fortzu-
schreiben und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.
e. inwiefern die künftig vorgesehenen Kapazitäten aus Sicht des Senats und der
Klinikleitung als ausreichend erachtet werden.
Die vorgesehenen Kapazitäten sind das Resultat der ermittelten Bedarfe, aber u.a. auch
von (geplanten) Maßnahmen der GeNo, den motorisierten Individualverkehr zu reduzie-
ren. Vor diesem Hintergrund werden diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt als ausrei-
chend erachtet.

4. Welche Erkenntnisse liegen Senat und Klinikleitung darüber vor,
a.) wie viele Beschäftigte derzeit regelmäßig mit dem PKW zum Arbeitsplatz am
Klinikum Bremen-Mitte pendeln?
Eine Befragung der Mitarbeitenden aus dem Jahr 2021 hat ergeben, dass ungefähr 1.000
Mitarbeiter:innen (ca. 38%) der damals 2.645 Mitarbeitenden regelmäßig mit dem PKW
zum KBM pendeln. Nur ca. 3% aller PKW-Fahrenden haben angegeben als Beifahrer zur
Klinik zu pendeln. Damit liegt der Anteil von knapp 40% PKW-Fahrenden unter den Er-
gebnissen der Mobilitätsumfragen an den Kliniken Bremen-Ost und Bremen-Nord, die
bei ca. 50%-55% Anteil von PKW-Fahrenden liegen. Kürzlich wurde eine weitere Befra-
gung durchgeführt. Diese wird derzeit ausgewertet.
b.) mit welchem Pendleraufkommen bei den Beschäftigten nach der Standor-
tortkonzentration gerechnet wird?
Die GeNo geht davon aus, dass nach der Standortkonzentration zwischen 1.050 und
1.250 Mitarbeitende regelmäßig mit dem PKW zum Klinikum pendeln werden. Auf Grund

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der Tätigkeiten im Schichtdienst werden diese Mitarbeitenden jedoch nie alle zeitgleich
das Parkhaus nutzen.
c.) welche Auswirkungen dies auf das angrenzende Wohngebiet hat?
Bezüglich des fließenden Verkehrs wird davon ausgegangen, dass zu den Spitzenstun-
den (Morgenspitze, Schichtwechsel) die Belastung der umliegenden Verkehrsknoten-
punkte, z.B. an der Kreuzung Bismarckstr.-St.-Jürgen-Str. ansteigt. Die zusätzlichen Be-
lastungen können laut des in Antwort 3d benannten Gutachtens durch verkehrstechni-
sche Anpassungen reduziert werden.

Durch die geplante Ausweitung von Anwohnerparken in Bremen sowie einen lediglich
moderaten Anstieg von max. 250 Mitarbeitenden, die mit dem PKW das KBM anfahren,
wird von einer geringen Auswirkung auf die Parksituation der angrenzenden Wohnge-
biete ausgegangen.

5. Wie bewerten Senat und Klinikleitung die aktuelle Anbindung des Klinikums für
Beschäftigte
a.) mit dem PKW und die vorhandenen Parkmöglichkeiten?
Durch die zentrale Lage ist das Klinikum gut für die verschiedenen Mobilitätsformen an-
gebunden. In den morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenzeiten (Berufsverkehr)
kann es jedoch zu (innen-)stadttypischen Verzögerungen kommen.
Aktuell kommt es, wie es bereits dargestellt wurde, durch die verschiedenen Baumaß-
nahmen am und um das KBM zu einer Reduktion der vorhandenen Parkflächen, insbe-
sondere auch der nicht bewirtschafteten Parkflächen. Mit den aktuellen Möglichkeiten
durch das Mitarbeiterparken (ca. 90 PKW-Stellplätze), dem BREPARK-Parkplatz (200
PKW-Stellplätze, davon 100 für Mitarbeitende vorbehalten) und dem Parkplatz „St.-Jür-
gen-Quartier“ (350 PKW-Stellplätze) sind die Bedarfe abgedeckt.
b.) mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbes. für Beschäftigte im Früh-, Spät-
und Nachtdienst?
Im Allgemeinen ist das KBM mit den Haltestellen „Klinikum-Bremen-Mitte“ und „Fried-
rich-Karl-Str.“ gut an die Buslinie 25 und N5 angeschlossen. Zudem ist das KBM südlich
– allerdings mit Fußweg – an die Haltestellen „St.-Jürgen-Straße“ und „Am Hulsberg“ der
Straßenbahnlinien 2, 3, 10 und N10 angeschlossen.
Die Busse der Linie 25 sind allerdings, insbesondere zu Stoßzeiten, oft ausgelastet.
Auch kann es in den Randzeiten zu längeren Wartezeiten kommen. In der Angebotsstufe
2 wird der Takt zwischen dem Hauptbahnhof und der Friedrich-Karl-Straße durch die
neuen Metrobuslinien verdichtet. Dies ist der Abschnitt mit der höchsten Auslastung für
die Linie 25.

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6. Welche Bedeutung messen Senat und Klinikleitung