Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Schleswig-Holstein erhöht Unterrichtszeit und Lernförderung; 103 Prozent Unterrichtsversorgung in Sek I

schleswig-holstein.de - Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur - Gut aufgestellt ins neue Schuljahr

Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur : Thema: Ministerien & Behörden

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Ministerium Übersicht Staatssekretäre Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus Organisation und Ansprechpartner Behörden und zugeordnete Institutionen

Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus

Presse Übersicht Pressemitteilungen Wochenkalender Livestream

Service Übersicht So erreichen Sie uns Winterhotline Formulare Gesetzesvorhaben

Landtag Broschüren Stellenausschreibungen Schulsuche Newsletter Hinweisgeberschutz Schule aktuell

Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Gut aufgestellt ins neue Schuljahr

Mehr Unterricht und gute Perspektiven für Schulen

Für 24.400 Mädchen und Jungen ist es ein ganz besonderer Tag: Kommenden Montag werden sie eingeschult und machen gemeinsam mit ihren Eltern ihre ersten Schritte in einen neuen Lebensabschnitt. Zum Schulstart setzt das Bildungsministerium auf mehr Unterricht, eine gute Versorgung mit Lehrkräften und eine gezielte Stärkung der grundlegenden Fähigkeiten.

Deutsch und Mathematik im Mittelpunkt

Eine zentrale Aufgabe bleibt auch im neuen Schuljahr, die grundlegenden Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Dabei beginnt die Förderung nicht erst mit dem ersten Schultag, sondern schon vor der Einschulung. Mit dem „Entwicklungsfokus Viereinhalb“ (EVi) werden Kinder bereits vor dem Schuleintritt in ihrer Sprachentwicklung unterstützt. In den kommenden Wochen werden die ersten 113 Kinder eingeschult, die auf diesem Weg gezielt gefördert wurden. “Wir haben mit den Lehrkräften verabredet, uns eine Rückmeldung darüber zu geben, wo die Kinder jetzt in der Sprachentwicklung stehen” , ergänzte die Ministerin.

Um für solide Grundlagen zu sorgen, kommen in der ersten Jahrgangsstufe zudem mehr Lernzeit für Deutsch und Mathematik hinzu: In beiden Fächern steht in diesem und im kommenden Schuljahr jeweils eine zusätzliche Unterrichtsstunde zur Verfügung. Parallel gibt es die Lernstandserhebungen LeA.SH. Im neuen Schuljahr ist sie in den Jahrgangsstufen 1 und 5 verbindlich, in den Jahrgangsstufen 2 und 6 freiwillig. Damit wird geschaut, wo die Kinder in ihrer Lernentwicklung stehen, wo sie noch unterstützt oder gefördert werden können.

So bekommt das neue Schuljahr an vielen Stellen zusätzlichen Rückenwind: mehr Unterricht, gezielte Förderung und neue Wege bei der Gewinnung von Lehrkräften sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche gute Bedingungen zum Lernen vorfinden und gute Bildungschancen erhalten.

Um die Lesekompetenz zu verbessern, wird das Leseband auch auf Jahrgangsstufe fünf und sechs ausgeweitet. Zum Schuljahr 2026

27 steigen 20 weiterführende Schulen ein. Außerdem startet die digitale Bibliothek WiDU. Dahinter liegt eine digitale Bibliothek, über die Lehrkräfte auf didaktisch aufbereitetes Material für den Deutschunterricht zugreifen können. Das Besondere: Das Material richtet sich an Schülerinnen und Schüler jeder Lesestufe – von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II. Es berücksichtigt vor allem das inklusive Unterrichten von Kindern mit Förderbedarf.

Das Land stellt den Schulen zusätzliche Stellen zur Verfügung. Damit kommt mehr Unterricht bei allen Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I an – unter anderem als „Demokratiestunde“ und für Vertretungsunterricht. 200 zusätzliche Stellen gibt es allein für den Vertretungsunterricht. “Damit erreichen wir das Ziel, an den weiterführenden Schule eine Unterrichtsversorgung von 103 Prozent sicherzustellen” , freut sich Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke. Die “Demokratiestunde” ist ausdrücklich als Übergang gedacht. Denn ab dem Schuljahr2027

28 wird sie durch zwei zusätzliche, verbindliche Stunden Wirtschaft

Politik in der Sekundarstufe I verstetigt.

Dass diese gute Versorgung gelingt, liegt auch daran, dass Schleswig-Holstein kontinuierlich neue Wege geht, um Lehrkräfte zu gewinnen. “Gerade junge Lehrkräfte kommen gerne für den Vorbereitungsdienst zu uns an die Schulen. Die Zahl der Bewerbungen ist hoch und wir bilden unseren Lehrkräftenachwuchs selber aus” , so Ministerin Stenke. Die Lehrkräfte, die in Schleswig-Holstein ausgebildet werden, bleiben zu mindestens 85 Prozent an den schleswig-holsteinischen Schulen.

Wichtig ist, die vorhandenen Stellen auch besetzen zu können. An Grundschulen, Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe und Gymnasien ist das sehr gut gelungen: “Alle Stellen, die wir durch den Haushalt zur Verfügung gestellt bekommen, können wir besetzen.” Besonderer Bedarf besteht im Lehramt Sonderpädagogik, für das das Land hat seit 2018 insgesamt 490 zusätzliche Stellen geschaffen hat. Um den gestiegenen Förderbedarfen zu begegnen, wurden auch die Ausbildungsmöglichkeiten erweitert: “Um die Kollegien gut aufzustellen, ist die Studienplatzkapazität in Sonderpädagogik sukzessive erhöht worden. Mit dem Dualen Masterstudiengang Sonderpädagogik haben wir einen weiteren Zugang zum Lehramt eröffnet.”

Neue Wege, um Lehrkräfte zu gewinnen

Um offene Stellen zu besetzen, setzt das Bildungsministerium auf einen Mix verschiedener Maßnahmen. Dazu gehören erleichterte Lehramtswechsel, Anreize für den Einsatz in Bedarfsregionen und die Öffnung des Schuldienstes für weitere Professionen. Es hat sich gezeigt, dass das Modell “AbordnungPlus” Wirkung entfaltet hat. Im neuen Schuljahr verstärken 74 Lehrerinnen und Lehrer die Kollegien in Bedarfsregionen. Ministerin Stenke bekräftet: “Das ist positiv und eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Wir werden bei den Schulen weiterhin für diese Maßnahmen werben.”

Stark nachgefragt ist zudem der Anwärtersonderzuschlag. Ministerin Stenke zieht eine positive Bilanz: “Unser Mix funktioniert und wir sehen nachhaltige Effekte in der Stellenbesetzung und Unterrichtsversorgung.” Alle Maßnahmen werden gemeinsam mit den lehramtsbildenden Hochschulen ausgewertet.

In diesem Schuljahr startet die Digitale Landesschule: Alle Auszubildenden, die eine mindestens dreijährige duale Berufsausbildung absolvieren, einen Mittleren Schulabschluss haben und eine der öffentlichen Berufsschulen besuchen, haben die Möglichkeit, am Online-Unterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife teilzunehmen. Die Auszubildenden können flexibel online lernen. Lediglich Klausuren und Abschlussprüfungen müssen in Präsenz geschrieben werden.

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: