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title: "Eigenbetrieb DeKiTa Wirtschaftsplan 2026 in Dessau-Roßlau; Ausgeglichenes Jahresergebnis abhängig von LEQ-Bewilligung"
sdDatePublished: "2026-08-13T13:39:00Z"
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  - "Dessau-Roßlau"
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Eigenbetrieb DeKiTa Wirtschaftsplan 2026 in Dessau-Roßlau; Ausgeglichenes Jahresergebnis abhängig von LEQ-Bewilligung

Niederschrift

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

N i e d e r s c h r i f t

über die Sitzung des Betriebsausschusses Dessau-Roßlauer
Kindertagesstätten am 18.02.2026
Sitzungsbeginn:
16:30 Uhr
Sitzungsende:
17:44 Uhr
Sitzungsort:
Verwaltungssitz des EB DeKiTa,
Gliwicer Str. 1, 06842 Dessau-Roßlau

Teilnehmer/-innen:
siehe Anwesenheitsliste
Öffentliche Tagesordnungspunkte
1
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
und der Beschlussfähigkeit

Herr Kuras, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsausschusses Dessau-
Roßlauer Kindertagesstätten (DeKiTa), eröffnet um 16:30 Uhr die Sitzung und
begrüßt alle Ausschussmitglieder und Gäste, stellt die form- und fristgerechte
Ladung sowie die Beschlussfähigkeit mit 9 anwesenden Ausschussmitgliedern fest.

2
Beschlussfassung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird in vorliegender Form mit einer Stimmenthaltung bestätigt.

Abstimmungsergebnis: 8 : 0 : 1

3
Genehmigung der Niederschrift vom 09.12.2025

Die Niederschrift vom 09.12.2025 wird unverändert beschlossen.

Abstimmungsergebnis: 6 : 0 : 3

4
Bekanntgabe der Beschlüsse nichtöffentlicher Sitzungen des
Gremiums

In der Sitzung am 09.12.2025 wurden keine nichtöffentlichen Beschlüsse gefasst.

5
Einwohnerfragestunde

Es liegen keine Anfragen vor.

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

6
Beschlussfassungen
6.1
Wirtschaftsplan 2026 des Eigenbetriebes Dessau-Roßlauer
Kindertagesstätten (DeKiTa)
Vorlage: BV/166/2025/IV-DKT

Frau Saupe, Betriebsleiterin des Eigenbetriebes DeKiTa, erläutert anhand einer
Präsentation (Anhang 1) die wesentlichen Bestandteile des Wirtschaftsplanes 2026.

Ergänzend führt Frau Saupe aus, dass die aktuellen vertraglichen Grundlagen mit
dem Jugendamt, die Tarifsteigerung ab Mai 2026 bislang nicht abfedern, folglich
muss hier eine gesonderte Vereinbarung getroffen werden. Weiterhin sollen
entsprechende Zusatzvereinbarungen für alle Einrichtungen ausgehandelt werden.
Die mit Datum am 03.11.2025 und 04.11.2025 für die Kita „Farbkleckse“ und Kita
„Am
Georgengarten“
eingereichten
Leistungs-,
Entgelt-
und
Qualitätsentwicklungsvereinbarungen (LEQ) konnten aktuell noch nicht positiv mit
dem Jugendamt abgeschlossen werden. Die im Haushalt der Stadt Dessau-Roßlau
nicht abgebildete Position in Höhe von 194 T€ resultiert aus den beantragten, noch
nicht bewilligten LEQ-Vereinbarungen für den Hort „Pestalozzi“.

Der im Wirtschaftsplan ausgewiesene Zuschuss für den baulichen Unterhalt in Höhe
von 0,34 Mio € dient der Ertüchtigung der ehemaligen Kinderkrippe „Bussi Bär“. Hier
erfolgte
eine
Differenzierung
zwischen
Investitions-
und
baulichen
Unterhaltsaufwendungen, welche ebenfalls im Haushaltsplan der Stadt Dessau-
Roßlau abgebildet sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht der Eigenbetrieb DeKiTa von einem ausgeglichenen
Jahresergebnis aus, soweit die offenen LEQ-Vereinbarungen mit dem Jugendamt
positiv abgeschlossen werden können. Um künftig die Verhandlungen und
Antragstellungen gegenüber dem Jugendamt kontinuierlich und rechtskonform
vornehmen zu können, wurde die Stelle Sachbearbeiter Entgeltverhandlungen /
Controlling geschaffen. Diese konnte zum 01.03.2026 erfolgreich besetzt werden.

Die Fortführung aus dem Förderprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen
und Erzieher“ für das Jahr 2026 ist aktuell ungewiss. Positiv ist, dass für die
Auszubildenden
der
vergangenen
Förderperioden
die
erforderlichen
Förderbescheide bis zum Abschluss der Ausbildung vorliegen.
Im Jahr 2026 hat der Eigenbetrieb DeKiTa für 7 Stellen die Bewilligung erhalten,
Fachpersonal bei besonderen Bedarfen gemäß § 23 KiFöG vorzuhalten. Hierdurch
ist es möglich, einen höheren Fokus bei Kindern mit besonderen Bedarfen auf den
Bereich der Elternarbeit aber auch auf die Zusammenarbeit mit weiteren Fachstellen
legen zu können.

Ergänzend erläutert Frau Saupe, dass im Jahr 2026 der Ausbau der
Eigenbewirtschaftung
geplant
ist.
Explizit
sollen
hier
Einstellungen
im
Wirtschaftsbereich umgesetzt werden, da die Personalkosten für beauftragte

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13.08.2026

Fremdanbieter enorme Kostensteigerungen aufzeigen. Eine Ausweisung dieser
Stellen ist bereits im Stellenplan berücksichtigt worden, eine Besetzung erfolgte
bislang nicht.

Frau Stadträtin Koschig hinterfragt die konkrete Umsetzung der Inbetriebnahme
des Hortes „Pestalozzi“. Hierzu erläutert Frau Saupe, dass dieser am Standort der
Schule für Lernbehinderte – Pestalozzischule errichtet wird. Zur Umsetzung dieses
Vorhabens
ist
eine
abschließende
Beschlussfassung
durch
den
Jugendhilfeausschuss
erforderlich.
Das
Betreuungsangebot
erfolgt
in
den
Räumlichkeiten des Schulgebäudes. Da die Schule die bisherige Ganztagsbetreuung
nicht mehr sicherstellen kann, entstand ein Bedarf, den der Eigenbetrieb DeKiTa
durch ein Hortangebot decken soll.

Weiterhin
erkundigt
sich
Frau
Stadträtin
Koschig
zu
den
reduzierten
Ausbildungsplätzen aufgrund der rückläufigen Kinderzahlen und der damit
verbundenen Problematik, die Altersstruktur im Eigenbetrieb DeKiTa möglicherweise
ins Ungleichgewicht zu bringen. Frau Saupe informiert, dass aufgrund der
Einstellungen in den Vorjahren bereits die Anpassung der Altersstruktur erfolgt ist. Im
Blick auf den demografischen Wandel, als auch die Änderung einzelner
Förderprogramme
ist
es
nicht
möglich,
zusätzliche
Ausbildungsplätze
sicherzustellen. Der derzeitige Ausbildungszuschuss der Stadt Dessau-Roßlau
ermöglicht es nicht, die duale Ausbildung in Größenordnungen fortzuführen. Positiv
berichtet
Frau
Saupe,
dass
für
2026
erstmalig
die
Ausbildung
des
Verwaltungsfachangestellten im Eigenbetrieb DeKiTa umgesetzt werden kann. Das
Auswahlverfahren hierzu ist bereits abgeschlossen. Frau Saupe möchte allen
Auszubildenden die Perspektive bieten, nach erfolgreichem Bestehen der Ausbildung
in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen zu können.

Frau Stadträtin Koschig findet den Wegfall der Sprachförderkräfte äußerst
bedauerlich, da offensichtlich sprachliche Förderbedarfe bestehen. Explizit hinterfragt
sie, ob durch das Förderprogramm gemäß § 23 KiFöG weiterhin die Absicherung der
Förderbedarfe erfolgen kann. Frau Saupe berichtet, dass der bisherige
Förderauftrag der Sprachfachkräfte im Zuge des neuen Förderprogramms
„Fachpersonal bei besonderen Bedarfen“ in diesem Umfang nicht mehr möglich ist.
Um ganzheitlich den bestehenden Förderbedarfen der Einrichtungen gerecht werden
zu können, erwägt der Eigenbetrieb DeKiTa in einzelnen Einrichtungen fokussiert
integrativer zu werden. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen sollen
geschaffen werden, sodass über die Eingliederungshilfe eine Beschäftigung
entsprechender Sonderpädagogen möglich ist. Die Finanzierung selbst kann durch
die Sozialagentur abgesichert werden.

Auch wird aus Sicht von Frau Stadträtin Koschig der Wegfall des Projektes
„Gesunde Ernährung“ sehr kritisch angesehen. Hier sieht sie eine erhebliche
Benachteiligung der Kinder, beispielsweise im Blick auf die Essensversorgung. Auch
leidet aus ihrer Sicht der Umstand der Gemeinschaftlichkeit, als auch eines
gestärkten Miteinanders. Frau Saupe stellt klar, dass der Zuschuss nicht der

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13.08.2026

Refinanzierung der Essensversorgung diente, sondern projektbezogen eingesetzt
wurde (z. B. Hochbeete, Ausstattungsgegenstände, Spielmaterialien sowie Obst- und
Getränkeangebote). Eine eigenfinanzierte Bezuschussung durch den Eigenbetrieb
DeKiTa ist nicht möglich. Die Anfrage an die Elternschaft, freiwillig Obst- und
Gemüse bereitzustellen besteht weiterhin.

Abschließend hinterfragt Frau Stadträtin Koschig die Fortführung des Projektes
„Spielmobil“
und
ob
bereits
eine
Entscheidung
zum
Antrag
des
Jugendhilfeausschusses vorliegt, die Trägerschaft an den K.I.E.Z e. V. zu
übertragen. Zudem fragt sie, ob das Projekt im Wirtschaftsplan unter Vorbehalt
gekennzeichnet werden kann. Frau Saupe erläutert, dass die Beschlussfassung aus
dem Jahr 2023 weiterhin gültig ist und die Trägerschaft somit beim Eigenbetrieb
DeKiTa verbleibt. Der Oberbürgermeister hat die Beauftragung zur Umsetzung
dieses Beschlusses erteilt. Für 2024/2025 wurden aufgrund verschiedener Faktoren
keine Mittel abgerufen. Eine Kennzeichnung unter Vorbehalt ist nicht möglich, da alle
Beschlussfassungen im Wirtschaftsplan abzubilden sind. Frau Stadträtin Koschig
äußert
Bedenken
hinsichtlich
einer
möglichen
Doppelbeauftragung
zweier
Institutionen.

Frau Stadträtin Neumann bewertet die bisherige Fortführung des Projektes
„Spielmobil“
als
kräftezehrend
und
erkundigt
sich
nach
der
weiteren
Vorgehensweise. Frau Saupe erläutert, dass ein Trägerwechsel einen formellen
Aufhebungsbeschluss erfordert, bis dahin besteht die Verpflichtung, die Projektziele
umzusetzen, wenngleich der Eigenbetrieb DeKiTa die Möglichkeit hat, die Mittel nicht
abzurufen. Herr Kuras ergänzt, dass Frau Saupe als Betriebsleiterin zur
ordnungsgemäßen Aufstellung des Wirtschaftsplans verpflichtet ist. Frau Saupe
verweist ergänzend auf die vergleichbare Situation bei der Übertragung des
Jugendklubs am Standort Roßlau, bei der die Ansätze zunächst ebenfalls im
Haushalt verblieben und erst nach Beschlussfassung des Jugendhilfeausschusses
übertragen wurden. Frau Stadträtin Neumann erkundigt sich nach dem Verbleib der
Mittel bei einem Trägerwechsel auf den K.I.E.Z. e. V.; hierzu können keine
verbindlichen Aussagen getroffen werden, da ein Mittelabruf in diesem Fall nicht
durch den Eigenbetrieb erfolgt.

Frau Stadträtin Neumann beantragt für Herrn Stadtrat George, als Nichtmitglied
des Betriebsausschusses DeKiTa, Rederecht. Dieses wird nach Zustimmung der
Ausschussmitglieder durch den stellv. Vorsitzenden Herrn Kuras gewährt.

Herr Stadtrat George erfragt den Zeitpunkt der Beauftragung durch den
Oberbürgermeister an Frau Saupe. Diese informiert, dass die Beauftragung am
10.02.2026 erfolgte. Herr Stadtrat George sieht darin einen erheblichen Konflikt
zum ursprünglich beabsichtigten Vorgehen und gibt zu bedenken, dass Mittel im
Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes dem Zugriffsrecht des Jugendhilfeausschusses
entzogen sind, da Eigenbetriebe ausdrücklich von dessen Mittelverteilung
ausgenommen sind. Herr Kuras entgegnet, dass aufgrund der gültigen
Beschlussfassung aus 2023 der haushälterische Ansatz im Wirtschaftsplan zwingend

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13.08.2026

abzubilden ist. Herr Stadtrat George betont, dass seine Kritik nicht dem
Eigenbetrieb DeKiTa gilt, sondern dem Umstand, dass eine klare Zielvorgabe des
Jugendhilfeausschusses bislang ohne Begründung nicht umgesetzt wird.
Zum besseren Verständnis erkundigt sich Herr Stadtrat Rumpf, ob die Mittel im
Wirtschaftsplan
2026
aufgrund
der
noch
gültigen
Beschlussfassung
des
Jugendhilfeausschusses aus dem Jahr 2023 berücksichtigt wurden, dies wird seitens
Frau Saupe bestätigt. Herr Stadtrat George ergänzt, dass eine Aufhebung des
Beschlusses bisher noch nicht erfolgen konnte, da die Antragstellung dessen seit
16.12.2025 zur weiteren Bearbeitung in der Zuständigkeit des Oberbürgermeisters
liegt und seither noch keine Entscheidung erfolgte.

Frau Stadträtin Koschig führt aus, dass in der Jugendhilfeausschusssitzung am
16.12.2025 der Wille zur Übertragung der finanziellen Mittel an den K.I.E.Z. e. V für
d