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title: "Jugendhilfeausschuss Dessau-Roßlau Offenlage INSEK 2040 Ratssaal Rathaus Dessau 11.06.2026; Kritik an Jugendbeteiligung; Einbindung in INSEK-Beirat gefordert, zeitnah"
sdDatePublished: "2026-08-13T13:39:00Z"
source: "https://sessionnet.dessau.de/bi/getfile.asp?id=270865\u0026type=do"
topics:
  - name: "education"
    identifier: "medtop:05000000"
locations:
  - "Dessau-Roßlau"
  - "Sachsen-Anhalt"
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Jugendhilfeausschuss Dessau-Roßlau Offenlage INSEK 2040 Ratssaal Rathaus Dessau 11.06.2026; Kritik an Jugendbeteiligung; Einbindung in INSEK-Beirat gefordert, zeitnah

Niederschrift

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

N i e d e r s c h r i f t

über die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11.06.2026
Sitzungsbeginn:
16:30 Uhr
Sitzungsende:
18:24 Uhr
Sitzungsort:
Ratssaal des Rathauses Dessau

Teilnehmer/-innen:
siehe Anwesenheitsliste

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
und der Beschlussfähigkeit

Herr George eröffnet die Sitzung des Jugendhilfeausschusses um 16:30 Uhr, stellt
die form- und fristgerechte Ladung sowie die Beschlussfähigkeit des Ausschusses
mit 11 anwesenden stimmberechtigten Ausschussmitgliedern fest.

2
Beschlussfassung der Tagesordnung

Herr George weist darauf hin, dass der TOP 3 – der Vortrag zum INSEK –
vorgezogen wurde, da diese Vorlage in der zeitgleich stattfindenden Sitzung des
Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Stadtgrün und Mobilität zur Abstimmung
vorliegt. Er bittet um Abstimmung der Tagesordnung in vorliegender Form.

Abstimmungsergebnis:
11:00:00

3
Integriertes Stadtentwicklungskonzept Dessau-Roßlau 2040 (INSEK
2040) - Offenlagebeschluss zur Entwurfsfassung
Vorlage: BV/087/2026/I-61

Frau Steinhart - Projektleiterin strategische Stadtentwicklung, führt mit Hilfe
einer Präsentation in den Tagesordnungspunkt ein. Sie erklärt, dass das INSEK als
Dachstrategie für die Stadtentwicklung in Dessau-Roßlau für die nächsten 10 bis 15
Jahre dient. Es soll Politik und Verwaltung eine gemeinsame Richtung vorgeben,
Entwicklungsziele bündeln und als Grundlage für die strategische Ausrichtung von
Ressourcen, Investitionen und Fördermitteln dienen. Die Stadtentwicklungsstrategie
umfasst vier Handlungsfelder: die Stärkung der urbanen Mitte, die Gestaltung von
Stadtteilen und Quartieren, die Sicherung der Wirtschaftskraft und Zukunftsstandorte
sowie die Schaffung resilienter Stadt- und Landschaftsräume. Besondere Bedeutung
kommt der Förderung von Bildung, Betreuung und Freizeitangeboten zu, um die
Lebensqualität für Kinder, Jugendliche und Familien zu erhöhen.

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

Frau Perl erkundigt sich nach der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie
nach der Einbindung von Ausbildungsvertretungen und Gewerkschaftsjugend. Sie
kritisiert, dass das Thema Ausbildung im Konzept nicht ausreichend berücksichtigt
wird.

Herr Falkenberg äußert, dass die Belange der Jugend im INSEK zu wenig
konkretisiert sind und Jugendzentren / Jugendräume nicht explizit erwähnt werden.
Er bemängelt, dass die dargestellten Zukunftsperspektiven für Kinder und
Jugendliche rein fiktiv seien und keine realen Maßnahmen widerspiegelten.

Herr Hoffmann fragt, ob die Ergebnisse der Fortschreibung der Jugendhilfeplanung
sowie anderer parallellaufender Prozesse in das INSEK eingeflossen sind. Er weist
darauf hin, dass die Ergebnisse einer Umfrage zur Sportstadt Dessau-Roßlau
möglicherweise relevant sein könnten und fragt, ob diese noch Berücksichtigung
finden.

Frau Steinhart antwortet, dass Materialien zur Kinder- und Jugendbeteiligung an
Schulen, Kitas und Horteinrichtungen verteilt worden sind, die Resonanz jedoch
gering ausfielen. Sie erläutert, dass Vertreter der Jugend, darunter die Azubi-
Vertreterin der Stadt und die Sprecherin des Studierendenrats, in den INSEK-Beirat
eingebunden gewesen sind. Sie erläutert, dass das INSEK als Dachstrategie die
Fachplanungen nicht ersetzt, sondern diese ergänzt und leitet. Die Fachplanungen,
wie etwa die Jugendhilfeplanung, würden weiterhin konkrete Maßnahmen und
Zielgruppen definieren.

Herr George äußert abschließend Kritik daran, dass Kinder und Jugendliche im
INSEK nicht ausreichend berücksichtigt werden. Er fordert, dass diesem Thema ein
eigener Fokus gewidmet wird, um die demografische Entwicklung der Stadt positiv
zu beeinflussen. Er betont, dass Freizeitangebote nicht allein an die demografische
Entwicklung angepasst werden dürfen, sondern bedarfsorientiert geplant werden
müssen.

Frau Steinhart erklärt, dass die Hinweise aus der Diskussion in das
Offenlageverfahren einfließen werden.

Die Beschlussvorlage wird von den Ausschussmitgliedern zur Kenntnis genommen.

4
Genehmigung der Niederschrift vom 26.03.2026

Herr George bittet um Abstimmung der Niederschrift vom 26.03.2026 in vorliegender
Form.

Abstimmungsergebnis:
08:00:03

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

5
Bekanntgabe der Beschlüsse nichtöffentlicher Sitzungen des
Gremiums

Es liegen keine Beschlüsse nichtöffentlicher Sitzungen des Gremiums vor.

6
Einwohnerfragestunde

Es liegen keine schriftlichen Einwohnerfragen vor und es werden auch keine
mündlich hervorgebracht.

7
Wiedervorlagenliste

Herr George verliest die Wiedervorlagenliste. Er erklärt, dass zwei Themen in der
heutigen Sitzung besprochen werden:


Fallzahlen HzE

Sachstandsmitteilung Einführung in die E-Akte

Frau Perl äußert ihr Unverständnis darüber, dass die Informationen zu den
Schulverweigerern nicht im Jugendhilfeausschuss präsentiert wurden, obwohl sie
bereits in der MZ (Mitteldeutsche Zeitung) veröffentlicht worden. Sie betonte, dass es
wichtig
ist,
diese
Informationen
im
Ausschuss
zu
diskutieren,
da
die
Schulverweigerung ein dringendes Problem in Dessau darstellt. Sie fordert, dass in
der Sitzung nach der Sommerpause Informationen über die Schulschwänzer
bereitgestellt werden sollten, und zwar differenziert nach Geschlecht, Alter und
weiteren Merkmalen.

Es wurde daraufhin von Herrn George bestätigt, dass die Anfrage zu den
Schulverweigerern nicht in Vergessenheit geraten sei und dass die Informationen in
Vorbereitung sind. Es wurde jedoch angemerkt, dass diese Informationen nicht mehr
vor der Sommerpause bereitgestellt werden können.

8
Beschlussfassungen

8.1
Finanzierung von Leistungen nach den §§ 11 bis 14 sowie § 16 SGB
VIII für das Haushaltsjahr 2026
Vorlage: BV/100/2026/IV-51

Herr Wittge führt in die Beschlussvorlage ein.

Herr Groneberg erkundigt sich nach der Bedeutung der farblichen Unterlegung der
Spalten, insbesondere der blauen Markierung für Beobachtungsgebiete.
Frau Skrajewski erklärt, dass die farbliche Unterlegung auf Kriterien der
Jugendhilfeplanung und sozialräumlicher Einordnung basiert. Beobachtungsgebiete

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

sind
Gebiete,
die
weniger
Angebote
der
Jugendhilfe
erforderten
als
Interventionsgebiete, da dort weniger Bedarfe festgestellt wurde.

Herr Rother stellt eine Frage zur Tabelle, in der für das multikulturelle Zentrum keine
Finanzierungsvorschläge vorliegen, obwohl im Haushaltsansatz 2026 62t EUR
vorgesehen sind.

Herr George erklärt, dass der Antrag zurückgezogen wurde, als der Haushalt bereits
aufgestellt war und daher nicht zur Abstimmung steht.

Herr George beantragt Rederecht für Herr Dr. Nothdurft, welches mehrheitlich
angenommen wird.

Herr Dr. Nothdurft fragt, ob die Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses endgültig
sind oder ob der Stadtrat erneut darüber entscheiden muss. Er weist auf erhebliche
Steigerungen bei den Transferaufwendungen für Einrichtungen der Jugendarbeit hin,
insbesondere beim Kiez e.V. und dem Kinderzirkus Raxli Faxli.

Herr George stellt klar, dass der Ausschuss die Hoheit über die Verteilung der Mittel
hat, die der Stadtrat zur Verfügung stellt.

Herr Wittge erklärt, dass die Steigerung beim Kinderzirkus auf die Besetzung einer
Personalstelle und die mögliche Einplanung von Mietkosten zurückzuführen ist.

Herr Dr. Nothdurft äußert Bedenken hinsichtlich der Kosten für Straßensozialarbeit
und fragt nach dem Rückgang der Zuschüsse für Schulsozialarbeit bis 2029.

Frau Skrajewski erläutert, dass die Finanzierung der Schulsozialarbeit derzeit durch
das Landesprogramm ESF+ bis 2028 gesichert ist und danach neu geregelt werden
muss. Sie betont die Bedeutung der Straßensozialarbeit und erklärt, dass die vier
vorhandenen Stellen auf einer Bedarfsplanung basieren.

Herr
George
verliest
die
einzelnen
Finanzierungsprodukte
und
es
wird
folgendermaßen dazu abgestimmt:

1. -
-
2. Straßensozialarbeit
11:00:00
3. Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Ruine“
11:00:00
4. Nordklub
11:00:00
5. Jugendclub „Thomas Müntzer“
11:00:00
6. Kinderfreizeiteinrichtung „Baustein“
11:00:00
7. Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Kleine Arche“
11:00:00
8. Kinder- und Jugendzirkus „Raxli Faxli“
11:00:00
9. Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Kindertreff mit Herz“ 11:00:00
10.Jugendmigrationsdienst
10:00:01
11.Familienzentrum
10:00:00:01

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

12.Nummer gegen Kummer
09:00:02
13.Ausrichtung der KonGeoS - Konferenz der
Geodäsiestudierenden
10:00:01

Herr Wittge erläutert, dass die Ablehnung des Kinderschutzbundes auf jährlich
wiederkehrenden Anträgen basiert und das Komitee der KonGeoS-Studierenden
nicht die Eigenschaft eines Trägers der freien Jugendhilfe erfüllt.

Die Beschlussvorlage wurde einstimmig beschlossen.
  8.2
Genehmigung von außerplanmäßigen Aufwendungen und
Auszahlungen für das Haushaltsjahr 2026
Vorlage: BV/113/2026/IV-51

Herr Wittge führt in die Beschlussvorlage ein.

Abstimmungsergebnis:
11:00:00

8.3
Verteilung der Mittel gem. § 12d Kinderförderungsgesetz des Landes
Sachsen-Anhalt zur Milderung der Belastungen durch die
demografische Entwicklung
Vorlage: BV/114/2026/IV-51

Herr Nahlik erklärt seine Befangenheit.

Herr Wittge führt in die Beschlussvorlage ein und erläutert detailliert die
vorgesehenen Regelungen zur Zuteilung der Mittel, die sich an der Entwicklung der
Betreuungsumfänge orientieren. Er betont, dass die Verteilung auch im kommenden
Jahr entsprechend der demografischen Veränderungen erfolgen muss. Er führt aus,
dass die demografische Entwicklung sowohl Mehrbedarf in Bereichen mit steigenden
Kinderzahlen als auch Einsparpotenziale dort zur Folge haben kann, wo die Zahl der
zu betreuenden Kinder sinkt und plädiert deshalb für eine flexible, bedarfsorientierte
Mittelvergabe.

In der anschließenden Diskussion werden mögliche Auswirkungen auf den
Betreuungsschlüssel erörtert und es wird hervorgehoben, dass eine angemessene
Finanzierung notwendig ist, um den gesetzlich geforderten Betreuungsschlüssel zu
gewährleisten und Qualität in der Betreuung zu sichern.
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Verhinderung von Kündigungen im
Erziehungspersonal. Es wird als wichtig angesehen, durch vorausschauende
Planung und transparente Mittelzuteilung Arbeitsplatzsicherheit zu fördern und
personalbedingte Engpässe zu vermeiden.

Stadt Dessau-Roßlau
13.08.2026

Herr George fragt, nach welchen konkreten Kriterien richten sich die Anpassungen
der Mittel an die Betreuungsumfänge?

Herr Wittge erklärt, dass sich die Anpassungen an quantitativen Daten wie
Anmeldezahlen und Betreuungsstunden sowie an qualitativen Kriterien wie dem
Betreuungsbedarf und regionalen Besonderheiten orientieren sollen. Grundlage
hierfür
bilden
regelmäßige
Bedarfsanalysen
und
Prognosen.
Um
den
Betreuungsschlüssel trotz begrenzter Mittel sicherzustellen, werden die Priorisierung
wichtiger Bereiche, kurzfristige Umverteilungen innerhalb des Budgets, zusätzliche
Mittel für besonders belastete Einrichtungen sowie gezielte Fördermaßnahmen zur
Stabilisierung der P