Unterausschuss Jugendhilfeplanung Dessau-Roßlau informiert über Stand der Teilpläne Kindertagesbetreuung; Fortschritt der Teilpläne künftig in jeder Sitzung berichtet

Niederschrift

Stadt Dessau-Roßlau 13.08.2026

N i e d e r s c h r i f t

über die Sitzung des Unterausschusses Jugendhilfeplanung am 02.06.2026 Sitzungsbeginn: 10:00 Uhr Sitzungsende: 11:04 Uhr Sitzungsort: Raum 228, Rathaus Dessau

Teilnehmer/-innen: siehe Anwesenheitsliste

Öffentliche Tagesordnungspunkte 1 Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit

Herr Nahlik, Vorsitzender des Unterausschusses Jugendhilfeplanung, eröffnet die Sitzung um 10:00 Uhr und begrüßt die Ausschussmitglieder. Danach stellt er die form- und fristgerechte Ladung sowie die Anwesenheit von 6 stimmberechtigten Ausschussmitgliedern fest.

2 Beschlussfassung der Tagesordnung

Herr Nahlik lässt über die Tagesordnung abstimmen.

Abstimmungsergebnis: 06:00:00

3 Genehmigung der Niederschrift vom 10.03.2026

Herr Böttcher ergänzt, dass er bei Frau Skrajewski bezüglich des Bearbeitungsstands der Beschlussvorlage „Zirkusmobil Raxli Faxli“ nachgefragt hat. Frau Skrajewski hat geantwortet, dass sich die Vorlage noch in Bearbeitung befindet.

Herr Nahlik schlägt vor, diese Nachfrage sowie die entsprechende Antwort in die Niederschrift aufzunehmen, um die Vollständigkeit der Dokumentation zu gewährleisten.

Herr Nahlik fragt des Weiteren an, ob es weitere Änderungen oder Hinweise zur Niederschrift vom 10.03.2026 gibt. Dies ist nicht der Fall.

Abstimmungsergebnis: 05:00:01

Die Niederschrift vom 10.03.2026 ist geändert bestätigt.

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4 Bekanntgabe der Beschlüsse nichtöffentlicher Sitzungen des Gremiums

Es liegen keine Beschlüsse nichtöffentlicher Sitzungen des Gremiums vor.

5 Einwohnerfragestunde

Es liegen keine schriftlichen Anfragen vor und es werden keine Wortmeldungen hervorgebracht.

6 Informationen der Verwaltung

6.1 Information der Verwaltung aus der AG § 78 SGB VIII - Teilplan “Kindertagesbetreuung”

Herr Wegener erläutert, dass die Tagesordnung für die Sitzung aufgrund fehlender Beschlussvorlagen, die sich noch in der Abstimmung auf anderen Ebenen befinden, schwer zusammenzustellen gewesen ist. Um eine erneute Verschiebung oder den Ausfall des Unterausschusses zu vermeiden, hat sich die Verwaltung entschieden, über die aktuellen Tätigkeiten der Arbeitsgemeinschaften sowie den Stand der Fortschreibung der Jugendhilfeplanung in den drei Teilplänen zu informieren.

Es ist geplant, künftig jede Sitzung des Unterausschusses zu nutzen, um über den Fortschritt der Teilpläne zu berichten.

Herr Nahlik hinterfragt, welche Beschlussvorlagen aktuell auf sich warten lassen.

Herr Wegener informiert:

 Die BV zum Zirkusmobil des Kinder- und Jugendzirkus „Raxli faxli“,  die BV zum Teilplan „Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendschutz und Angebote der Familienförderung“,  die BV des Ortschaftsrates Kochstedt - Übertragung des Betriebs des Jugendclubs Kochstedt an einen freien Träger

Herr Wegener erklärt, dass die AG §78 Kindertagesbetreuung im Oktober 2025 gebildet wurde und ausschließlich aus Trägern der Kindertagesbetreuung sowie einer Vertreterin der Kindertagespflegestellen besteht. Er berichtete, dass die AG derzeit daran arbeitet, eine kleinräumige Betrachtung der aktuellen Situation in der Kindertagesbetreuung herzustellen und den tatsächlichen Bedarf an Kindertagesbetreuung in Dessau-Roßlau zu ermitteln.

Es wurden sechs Indikatoren festgelegt, die in die Bewertung einfließen sollen, darunter der bauliche Zustand, das Konzept der Einrichtungen, die Platzkosten, die

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Betreuungszeiten, die tatsächliche Auslastung und die Einwohnerprognose in den Sozialräumen. Die nächste Sitzung der Arbeitsgemeinschaft ist für den 18.06.2026 geplant und bis dahin sollten Indikatoren bewertet und mit Zahlen hinterlegt werden können.

Frau Perl fragt, wann die Bedarfsplanung für die Kindertagesstätten fertiggestellt wird.

Herr Deckert antwortet, dass es theoretisch Zeitschienen gäbe, aber praktisch ist es schwierig, ein Datum zu nennen. Er betont, dass die Verwaltung daran arbeitet, die Planung so schnell wie möglich abzuschließen, aber dass es viele Unwägbarkeiten gibt: z. B. kann das Jugendamt die Vorlage des Teilplanes zwar fertiggestellt haben, aber dieser hängt auf verschiedenen Entscheidungsebenen der Verwaltungsspitze.

Herr Wegener betont, dass die Verwaltung abhängig von der Arbeitsgemeinschaft ist und sie im Herbst tatsächlich über eine Auflistung der Einrichtungen und Angebote, einschließlich der Tagespflegestellen, eine kleinräumige Gegenüberstellung vornehmen kann. Es ist das Ziel, dass im Herbst diese Gegenüberstellung von Bedarf und Bestand vorliegt, auch wenn die inhaltlichen Aspekte noch nicht komplett aufbereitet sind.

Herr Nahlik weist darauf hin, dass die inhaltliche Ebene in der AG § 78 jetzt schon aufgegriffen werden müsste, um im Herbst, wenn die zahlenmäßige Gegenüberstellung von Bedarf und Bestand vorliegt, auch die inhaltlichen Aspekte schnell zu bearbeiten.

Frau Böckel äußerte Bedenken bezüglich der Auswirkungen sinkender Kinderzahlen auf die Personalstruktur der Träger und Herr Deckert entgegnete, dass die Träger eigenverantwortlich entscheiden, wie sie mit der wirtschaftlichen Situation umgehen.

6.2 Information der Verwaltung zum Stand der Jugendhilfeplanung - Teilpläne „Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendschutz und Angebote der Familienförderung“ und “Familienunterstützende und –ersetzende Hilfen”

Herr Wegener erläutert, dass der Teilplan „Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendschutz und Angebote der Familienförderung“ derzeit nicht in der Beratungsfolge starten kann, da hierfür noch die Zustimmung der Verwaltungsspitze erforderlich ist. Er weist darauf hin, dass die Vorlage im Auftrag des JHA bereits seit etwa einem Vierteljahr fertiggestellt ist.

Herr Nahlik erkundigt sich, welche verwaltungsinternen Schritte notwendig sind, um den Prozess voranzubringen.

Stadt Dessau-Roßlau 13.08.2026

Herr Deckert gibt an, dass die Vorlage seit dem 17. März im Dezernat IV zur Prüfung und Freigabe liegt. Herr Wegener berichtet, dass die AG zum Teilplan Hilfen zur Erziehung (HzE) verschiedene Hilfeformen analysiert und Handlungsempfehlungen erarbeitet hat. Der Entwurf des Teilplans wurde jedoch aufgrund anderer priorisierter Teilpläne zurückgestellt und die Bearbeitung ist nur sporadisch möglich.

Frau Böckel äußert Bedenken, dass die Zahlen und Informationen im Teilplan veraltet sind, da sie auf Daten von 2022 basieren. Sie fragt, ob es sinnvoll ist, mit diesen alten Zahlen weiterzuarbeiten und plädierte dafür, die AG wieder zu aktivieren, um aktuelle Daten und Informationen zu sammeln.

Die Diskussion verdeutlichte die Notwendigkeit, den Teilplan HzE zeitnah zu aktualisieren, um relevantere und aktuelle Informationen für die Planung zu erhalten.

7 Öffentliche Anfragen und Informationen

Herr Groneberg informiert über die Überlegungen, den Neubau in Mildensee mit dem Forsthaus zu verbinden, um auch den Jugendclub dort unterzubringen, was aus Kostengründen als vorteilhaft erachtet wird.

In der Diskussion wird die Notwendigkeit einer Entscheidung des Stadtrates betont, während verschiedene Ausschussmitglieder die Bedeutung der Jugendarbeit im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ansprechen.

Zudem wird das Thema der Demografiepauschale und deren Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Träger im Bereich der Kindertagesstätten sowie die Entwicklung der Jugendsozialarbeit thematisiert. Dies wird aber im JHA am 11.06.2026 weitergehend thematisiert.

Herr Böttcher erkundigt sich nach dem aktuellen Stand des Spielehauses.

Frau Skrajewski erklärt, dass es in Aussicht gestellt wurde, dass für die vierte Stelle in der Jugendsozialarbeit ein Antrag eingereicht wird. Die Spielebox wird Bestandteil des Gesamtkonzepts für die Straßensozialarbeit sein.

Herr Groneberg äußerte, dass er von einem Elternteil gehört hat, dass es einen Aufnahmestopp in der Kita Mildensee gibt.

Frau Meier antwortet darauf, dass der Aufnahmestopp tatsächlich nur den Krippenbereich betrifft. Sie erklärt, dass dieser Stopp ausgesprochen wurde, weil es Diskrepanzen zwischen der Auslastung im Krippenbereich und der gültigen Betriebserlaubnis gibt. Daher wurde entschieden, dass vorübergehend keine neuen Krippenplätze vergeben werden können.

Stadt Dessau-Roßlau 13.08.2026

Herr Nahlik eröffnet nach diesem Tagesordnungspunkt den nichtöffentlichen Teil der Sitzung.

9 Schließung der Sitzung

Herr Nahlik schließt die Sitzung um 11:04 Uhr.

Dessau-Roßlau, 13.08.26


Tobias Nahlik Maria Krause Vorsitzender Unterausschuss Jugendhilfeplanung

Schriftführer