Bistum St.Gallen und Konfessionsteil stärken Schutz und Prävention im Bistum St.Gallen; Opferhilfe als erste ausserkirchliche Anlaufstelle
Bistum und Konfessionsteil St.Gallen stärken Schutz und Prävention mit neuer Struktur - Katholischer Konfessionsteil des Kantons St. Gallen
Bistum und Konfessionsteil St.Gallen stärken Schutz und Prävention mit neuer Struktur
Ein neues Präventions- und Schutzkonzept ist seit 1. August 2026 in Kraft: Bistum und Konfessionsteil schaffen klare Zuständigkeiten, stärken die fachliche Unterstützung und etablieren die Opferhilfe als erste ausserkirchliche Anlaufstelle. Im Zentrum des neuen Präventions- und Schutzkonzepts stehen das Wohl und der Schutz der Menschen sowie ihre seelische, geistige und körperliche Integrität. Um die neue Struktur bekannt zu machen, finden im ganzen Bistum Informationsabende statt.
Schutz und Prävention haben im Bistum St.Gallen seit über 20 Jahren einen hohen Stellenwert. Mit dem neuen Präventions- und Schutzkonzept , das seit dem 1. August 2026 gilt, werden die bisherigen Massnahmen weiterentwickelt und die Zuständigkeiten neu organisiert. Ziel ist es, Menschen besser für Grenzverletzungen sowie sexualisierte und spirituelle Gewalt zu sensibilisieren und Betroffenen rasch Zugang zu fachlicher Unterstützung zu ermöglichen.
Überarbeitetes Schutzkonzept als Folge der Pilotstudie
Ausgangspunkt für die Überarbeitung des bisherigen Schutzkonzepts war die von der katholischen Kirche in Auftrag gegebene Pilotstudie zum sexuellen Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Bistum und Konfessionsteil hat das bestehende Schutzkonzept überprüft und eine neue Organisationsstruktur erarbeitet. Die Menschen im Bistum konnten sich im Rahmen einer Konsultation zu den Inhalten einbringen.
Das erste Schutzkonzept des Bistums wurde bereits 2016 lanciert. Seither werden Mitarbeitende und freiwillig Engagierte regelmässig für die Themen Prävention und Schutz sensibilisiert und geschult. Mit der neuen Struktur und dem neuen Konzept leisten Bistum und Konfessionsteil schweizweit Pionierarbeit.
Integrität des Menschen im Zentrum
Im Zentrum des neuen Präventions- und Schutzkonzepts stehen das Wohl und der Schutz der Menschen sowie ihre seelische, geistige und körperliche Integrität. Das Konzept beschreibt die Instrumente für Prävention, Unterstützung und Intervention und ordnet diese in die neue Struktur ein. Menschen, die Übergriffe oder Missbrauch erlebt haben, ebenso wie indirekt Betroffene, Angehörige und Menschen mit Fragen zum Thema, sollen rasch die passende Unterstützung finden. Dafür stehen verschiedene Fachpersonen und Anlaufstellen zur Verfügung.
Klare Zuständigkeiten und neue Anlaufstellen
Mit der neuen Organisationsstruktur werden die Verantwortlichkeiten und Aufgaben klarer geregelt. Konkret ergeben sich folgende Veränderungen:
Opferhilfe: Die Opferhilfe wird als erste und ausserkirchliche Anlaufstelle etabliert. Betroffene können sich hier unabhängig von kirchlichen Strukturen beraten und unterstützen lassen.
Neue innerkirchliche Struktur: Innerhalb der Kirche bestehen neu eine Meldestelle , eine Untersuchungsstelle und die Seelsorge für Missbrauchsbetroffene . Die neue Struktur ist in beiden Säulen des dualen Systems verankert.
Ombudsstelle: Die Ombudsstelle bleibt mit ihrem bisherigen Auftrag bestehen. Nach neun Jahren hat die langjährige Stellenleiterin Katrin Hilber ihr Amt an Alexandra Gloor übergeben. Hier geht es zu einem Interview mit der abtretenden Katrin Hilber .
Aufsichtskommission: Die Trägerschaft der neuen Struktur setzt eine Aufsichtskommission ein. Diese ist für die Besetzung und Beaufsichtigung der entsprechenden Stellen zuständig.
Gemeinsam ein sicheres Umfeld schaffen
Um die neue Struktur bekannt zu machen, finden im ganzen Bistum Informationsabende statt. Anhand von Fallbeispielen werden die neuen Zuständigkeiten und Anlaufstellen erklärend vorgestellt. Eingeladen sind Mitarbeitende, Rätinnen und Räte, freiwillig Engagierte sowie weitere Interessierte. Medien sind ebenfalls willkommen; um eine kurze Anmeldung wird gebeten.
Dienstag, 18. August 2026, 19.00 Uhr: Wil
Montag, 31. August 2026, 19.00 Uhr: Teufen
Dienstag, 8. September 2026, 19.00 Uhr: Jona
Donnerstag, 10. September 2026, 19.00 Uhr: Buchs
Auf einen Blick: Anlaufstellen und Kontakte online
Seit dem 1. August 2026 ist eine neue Landingpage von Bistum und Konfessionsteil online. Sie bündelt für Betroffene sämtliche wichtigen Kontakte und Anlaufstellen. Darüber hinaus finden sich dort weiterführende Informationen auf schweizerischer Ebene sowie Links zu Betroffenenorganisationen.
Der Konfessionsteil verfügt ab sofort über eine eigene HR-Abteilung
Abgesehen von der grundsätzlichen Neustrukturierung im Rahmen der Reorganisation der Verwaltung des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen ist es eine der grossen Neuerungen, dass der Katholische Konfessionsteil St.Gallen fortan über eine HR-Stelle verfügt. Diese ist der Dienststelle Finanzen im Departement Finanzen angegliedert. Vor wenigen Tagen hat Cristina Miguel aus Herisau als HR-Leiterin ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird in der Anfangszeit mit viel Aufbauarbeiten beschäftigt sein.
«ANNO 612»: Der FCSG erinnert an die Ankunft des Heiligen Gallus
Zum wiederholten Mal bringt der FC St.Gallen seine Verbundenheit mit dem Stiftsbezirk und der Geschichte St.Gallens zum Ausdruck. Im Jahr 2022 liess man das FCSG-Logo auf die Klosterwiese sprayen, und nun findet sich bei den neuen Auswärtstrikots rückseitig unterhalb des Kragens die Jahreszahl 612 als Erinnerung an die Ankunft des Heiligen Gallus. Dieser sei ein wichtiger Teil der lokalen Identität, heisst es auf Anfrage. Ob die Mannschaft bald auch einmal die Galluskrypta in der Kathedrale besuchen wird, lässt man offen, will es aber prüfen.
Sommerzeit – Beste Gelegenheit, um durch unser News-Archiv zu klicken
Regelmässig gibt es Spannendes rund um den Konfessionsteil und von den dazugehörigen Institutionen zu berichten. Doch in diesen Wochen reisen viele in ihre wohlverdienten Ferien. So ist es während der Schulferienzeit auf unserer Website ruhiger. Dies ist eine gute Chance, um sich einmal durch die Seite zu klicken, Geschichten und News nachzulesen. Auch die Sendungen von «Fadegrad», «Sternenglanz» sowie «Gedanken zur Zeit» können zeitlos nachverfolgt werden. Danke allen, die uns unterstützen und sich aktiv für unser Wirken interessieren, auch auf Social-Media.
Xoán Castiñeira spricht im Pfarreiforum über Kosten für Musikunterricht
Die Diözesane Kirchenmusikschule (dkms) ist fixer Bestandteil der musikalischen Bildungslandschaft in der Stadt St.Gallen. In einem aktuellen Artikel des Pfarreiforums spricht Xoán Castiñeira, Leiter der dkms, über Herausforderungen der musikalischen Ausbildungen. «Die meisten sind defizitär», sagt er. Ihn erstaunt es deshalb nicht, wenn im Rahmen eines Sparprogramms der Erwachsenenunterricht bei der städtischen Musikschule auf der Kippe steht. Die dkms selbst kann auf finanziellen Support des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen zählen.