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title: "FDP-Fraktion Bremen fordert zeitnahe Umsetzung der Long-COVID-Richtlinie in Bremen; Betroffene reisen nach Hannover/Göttingen zur Behandlung schwerer Fälle"
sdDatePublished: "2026-08-14T10:17:00Z"
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FDP-Fraktion Bremen fordert zeitnahe Umsetzung der Long-COVID-Richtlinie in Bremen; Betroffene reisen nach Hannover/Göttingen zur Behandlung schwerer Fälle

Landtag der Freien Hansestadt Bremen
Haus der Bürgerschaft | Am Markt 20 | 28195 Bremen
Drucksache Land - Drucksache 21/1936
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Landtag
21. Wahlperiode
Drucksache 21/1936

13. August 2026
Kleine Anfrage der Fraktion der FDP
Umsetzung der Long-COVID-Richtlinie und Versorgung Betroffener im Land
Bremen

Die Long-COVID-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses soll eine strukturierte und
interdisziplinäre Versorgung von Menschen mit Verdacht auf Long-COVID und Erkrankungen
mit ähnlicher Ursache oder Ausprägung, darunter insbes. ME/CFS oder das Post-Vac-
Syndrom, ermöglichen. Seit 2025 können die hierfür vorgesehenen Leistungen von den Ärzten
über den EBM-Katalog extrabudgetär abgerechnet werden.
Gleichzeitig wird die Versorgungssituation im Land Bremen von Betroffenen als unzureichend
beschrieben. So soll es aktuell in Bremen keine Klinik geben, die auf die Behandlung von
Patientinnen und Patienten mit Long-COVID oder ME/CFS spezialisiert ist. Für eine gezielte
Behandlung müssen Betroffene unter anderem nach Hannover oder Göttingen ausweichen.
Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung wurde das bestehende Bremer Long-COVID-
Behandlernetzwerk aufgrund rückläufiger Patientenzahlen eingestellt. Zugleich berichten
Betroffene von Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Behandlern und bei der Klärung
von Zuständigkeiten.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:
1. Wie viele Patientinnen und Patienten wurden seit 2025 mit Long-/Post-COVID, ME/CFS,
Post-Vac oder weiteren Erkrankungen im Sinne der Long-COVID-Richtlinie behandelt?
Bitte nach Bremen und Bremerhaven sowie nach Kindern bis 17 Jahren und
Erwachsenen ab 18 Jahren differenzieren.
2. Wie häufig wurden seit 2025 die im EBM-Abschnitt 37.8 vorgesehenen Leistungen nach
der Long-COVID-Richtlinie in Bremen und Bremerhaven abgerechnet? Bitte nach den
jeweiligen Gebührenordnungspositionen differenzieren.
3. Welche Erkenntnisse liegen vor, wie viele Patienten für eine spezialisierte Diagnostik
oder Behandlung in andere Bundesländer überwiesen werden oder sich dort selbst um
eine Behandlung bemühen; um welche Kliniken und Einrichtungen handelt es sich?
4. Welche fachärztlichen und interdisziplinären Versorgungsangebote für Long-/Post-
COVID, ME/CFS und Post-Vac bestehen derzeit in Bremen und Bremerhaven jeweils?
5. Welche spezialisierten stationären und ambulanten Behandlungsangebote bestehen
im Land Bremen für schwer oder komplex erkrankte Menschen und welche Angebote
für Erwachsene und Kinder gibt es jeweils?
6. Wie wird die Einstellung des Long-COVID-Behandlernetzwerkes kompensiert?
7. Wie wird derzeit sichergestellt, dass schwer Erkrankte Zugang zu einer geeigneten
Diagnostik und Behandlung sowie zur pflegerischen Versorgung erhalten?

Landtag der Freien Hansestadt Bremen
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8. Welche
Möglichkeiten
bestehen
im
Land
Bremen
für
interdisziplinäre
Fallbesprechungen nach der Long-COVID-Richtlinie, insbes. für Hausärzte, die
Patienten mit komplexen Krankheitsverläufen versorgen?
9. Welche Maßnahmen hat der Senat seit Inkrafttreten der Long-COVID-Richtlinie
ergriffen, um deren Umsetzung sicherzustellen; welche weiteren Maßnahmen sind
geplant?
10. Welche Fortbildungsangebote zur Diagnostik und Versorgung von Long-/Post-COVID
und ME/CFS stehen Ärzten und Gesundheitsfachkräften zur Verfügung und wie werden
diese in Anspruch genommen?
11. Welche Informationsangebote stellt das Gesundheitsressort für Betroffene und
Angehörige bereit, und wie können sich Betroffene zentral über Behandlungs-,
Beratungs- und Unterstützungsangebote informieren?
12. Wie bewertet der Senat die derzeitige Versorgungslage von Menschen mit Long-/Post-
COVID, ME/CFS und Post-Vac im Land Bremen; welche Versorgungslücken bestehen
und welche Maßnahmen sind erforderlich, um diese zu schließen?
13. Anhand welcher Kennzahlen überprüft der Senat, ob die Umsetzung der Long-COVID-
Richtlinie tatsächlich zu einer verbesserten Versorgungslage im Land Bremen geführt
hat?

Beschlussempfehlung:

Ole Humpich, Thore Schäck und Fraktion der FDP

Anlage(n):
- keine