CDU Emsland plant Einführung eines Ehrenamts-Entlastungspakets und des Ehrenamts-Service Emsland in Emsland; Zentrale Anlaufstelle stärkt Ehrenamt

1 Wahlprogramm 2026–2031 Verantwortung leben. der CDU im Emsland Zukunftschancen nutzen. Heimat stärken. Ganz klar Emsland.

2 Einleitung Das Emsland ist eine starke Region – wirtschaftlich erfolg- reich, gesellschaftlich engagiert und geprägt von einem außer- gewöhnlichen Zusammenhalt. Diese Stärke kommt nicht von allein. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger harter Arbeit, kluger politischer Entscheidungen und vieler Menschen, die Verantwortung übernehmen – im Beruf, im Ehrenamt und im Alltag. Doch wir stehen vor neuen Herausforderungen: steigende Kosten, zunehmende Bürokratie, Fachkräftemangel, gesellschaftliche Veränderungen und ein wachsender Druck auf unsere Infrastruktur. Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen – durch Innovationen, Digitalisierung und eine starke regionale Wirtschaft. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen das Emsland weiter voranbringen – indem wir unsere Heimat stärken, Zukunftschancen nutzen und Verantwortung leben.

3 Unser Leitgedanke ist klar: Heimat lebt von Menschen, die anpa­ cken – im Ehrenamt, im Verein, in Kirche, Kultur und Nachbarschaft. Das Emsland ist ein Landkreis, in dem Ehrenamt nicht einfach nur ausgeübt wird, es gehört zu unserer DNA und macht den Landkreis zu unserer Heimat. Das Emsland ist gerade deshalb stark, weil viele Menschen Verantwortung vor Ort übernehmen und sich einbringen. Diese gewachsene Struktur wollen wir bewahren und weiterentwi­ ckeln. Konkret heißt das, Wohnraum zu schaffen, Orte und Gemein­ den weiterzuentwickeln, der emsländischen Landwirtschaft eine Perspektive zu bieten und unsere Lebensqualität zu erhalten. WOHNEN Wohnen im Emsland muss für Familien, junge und ältere Menschen und Fachkräfte bezahlbar und erreichbar bleiben. Eigentum soll weiterhin möglich sein und Ortskerne sollen lebendig bleiben. Dafür werden wir den bezahlbaren Wohnraum gezielt stärken – insbe­ sondere im unteren und mittleren Mietsegment, in dem die Wohn­ raumanalysen im Landkreis klaren Handlungsbedarf für unsere Kommunen zeigen. Unsere Städte und Gemeinden sollen bei ent­ sprechenden Konzepten und der Schaffung von Wohnraum mit ho­ her Priorität unterstützt werden. Dabei unterstützen wir kommunal vorangetrieben Genossenschafts- und Wohnbaugesellschaftsmodel­ le zur Schaffung von bezahlbarem Wohnen. Heimat stärken

4 Heimat stärken Auch wollen wir die neu geschaffenen Möglichkeiten des „Bau-Tur­ bos“ nutzen, um entsprechenden Wohnraum zu schaffen. Etablierte Wohngebiete wollen wir möglichst erhalten und ältere Bausubstanzen für die nächste Generation attraktiv halten. Gleichzeitig setzen wir uns für schnellere und digitale Verfahren in Planung und Genehmigung ein, damit Wohnungsbauprojekte zügiger realisiert werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf seniorengerechtem Wohnen, damit Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben kön­ nen. Dazu wollen wir Quartiersmanagement im Emsland fördern und begleiten. Bei Neubau und Nachverdichtung denken wir Wohnen immer ganz­ heitlich –mit Blick auf Energie, Wärmekonzepte, Infrastruktur, Kitas, Verkehr und Nahversorgung. Flächen werden dort entwickelt, wo Infrastruktur mitwächst oder die Dorfgemeinschaft wachsen kann.

5 Heimat stärken EHRENAMT Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Region. Vereine, Feuerweh­ ren, Hilfsorganisationen, das Schützenwesen, Sportvereine, Kirchen und zahlreiche kulturelle Initiativen tragen entscheidend dazu bei, dass das Emsland lebendig, solidarisch und lebenswert bleibt. Sie stiften Gemeinschaft, übernehmen Verantwortung und prägen das gesellschaftliche Miteinander – oft im Stillen, aber mit enormer Wir­ kung. Unser Ziel ist es, dieses Engagement zu stärken, zu entlasten und zukunftsfest aufzustellen. Dazu werden wir ein Ehrenamts-Entlastungspaket auf den Weg bringen, das bürokratische Hürden abbaut, Beratungsangebote ver­ bessert und digitale Antragswege ermöglicht. Vereine und Organi­ sationen vor Ort sollen bei Fragen zu Versicherung, Datenschutz, Förderanträgen und rechtlichen Rahmenbedingungen praxistauglich und verlässlich unterstützt werden. Der „Ehrenamts-Service Ems­ land“ soll als zentrale Anlaufstelle nach dem Prinzip „ein Ansprech­ partner, ein Antrag“ fungieren. Auch die Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung werden wir flächendeckend weiter verbessern: Mit einem verlässlichen und aus­ gebauten Programm zur Modernisierung von Sportstätten setzen wir auf Sanierung, Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit. Ems­ ländische Sportanlagen sind und bleiben landesweit spitze. Ebenso stehen wir zum Spitzensport und einer starken Talentför­ derung, deren Qualität wir gemeinsam mit dem Kreissportbund und weiteren Partnern steigern wollen.

6 Heimat stärken Die vielfältige Jugendarbeit im Emsland verdient unsere Unterstüt­ zung. Die Jugendverbände wollen wir gemeinsam mit dem Kreis­ jugendring weiter stärken, Fahrten, Kurse und Zeltlager sollen im Emsland weiter volle Unterstützung erhalten. Die nächste 72-Stun­ den-Aktion im Emsland wollen wir ebenso wieder aktiv unterstützen. Auch unsere emsländischen Jugendbildungshäuser in Sögel und Ahmsen wollen wir im Rahmen einer engen Verzahnung mit dem Ludwig-Windthorst Haus (LWH) und der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) stärken. Darüber hinaus ist es uns ein zentrales Anliegen, Kultur und Brauch­ tum in der Fläche zu stärken. Große Veranstaltungen, überregionale Einrichtungen im Bereich Kunst, Theater, Musik oder Kultur, aber gerade auch kleine, lokale Initiativen und Vereine prägen die Identität und verdienen unsere Unterstützung. Wir wollen darüber hinaus mit einer gezielten Mikroförderung unter dem Motto „Kultur und Brauchtum in der Fläche“ lokale Veranstaltun­ gen und Initiativen stärken. Gemeinsam mit der Emsländischen Landschaft wollen wir uns für den Erhalt der plattdeutschen Sprache einsetzen und deren Einsatz an Schulen, im kulturellen Bereich und im alltäglichen Gebrauch aus­ weiten.

7 DAS EMSLANDJAHR Sich für andere Menschen einzusetzen, füreinander einzustehen und die Region mitzugestalten sind wesentliche Gelingensfaktoren, die das Emsland in der Vergangenheit stark gemacht haben. Deshalb wollen wir ein Angebot für Jung & Altschaffen, das diese Werte ver­ mittelt und neues Engagement fördert. Im Emslandjahr könnten junge Menschen nach der Schule im Rah­ men des Jugendfreiwilligendienstes viele Erfahrungen sammeln. Wir wollen dieses Engagement noch mehr unterstützen und eigene attraktive emsländische Angebote schaffen. Dabei wollen wir Mehr­ werte aufbauen, die über die normalen Angebote des Bundesfreiwil­ ligendienstes hinausgehen. Das Emslandjahr soll aber nicht nur für junge Menschen möglich sein. Auch für Erwachsene wollen wir ein ansprechendes Angebot schaffen, so dass sie zu passender Zeit ihr Emslandjahr absolvieren können. LANDWIRTSCHAFT Landwirtschaft ist im Emsland Heimat in Reinform. Sie prägt unse­ re Dörfer, unsere Landschaft, unsere Nachbarschaften und unsere regionale Identität. Sie steht für Familienbetriebe, Ausbildung, Hand­ werk sowie vor- und nachgelagerte Unternehmen und sorgt dafür, dass regionale Lebensmittel verfügbar bleiben. Wer das Emsland stärken will, muss deshalb auch die Landwirtschaft stärken. Dabei unterstützen wir sowohl die konventionellen als auch die Bio-Betrie­ be. Wir brauchen beides! Heimat stärken

8 Heimat stärken Gleichzeitig ist klar, dass viele Betriebe unter Druck stehen: Stei­ gende Kosten, wachsende Bürokratie, Flächenkonkurrenz und Wetterextreme belasten die Höfe zunehmend. Wir wollen eine wett­ bewerbsfähige, familiengeprägte Landwirtschaft im Emsland mit Planungssicherheit, praxistauglichen Rahmenbedingungen, starken Wertschöpfungsketten und einer klaren Perspektive für Tierhaltung und Ackerbau. Die Tierhaltung im Emsland wollen wir sichern, indem moderne Ställe ermöglicht, Tierwohl praxistauglich umgesetzt und Genehmigungen beschleunigt werden. Dabei wollen wir landesweite Modellregion für einen gelingenden Umbau der Tierhaltung werden. Gleichzeitig wollen wir die regionale Wertschöpfung stärken, indem Verarbeitung, Vermarktung und kurze Wege gefördert werden, damit Arbeit und Einkommen in der Region bleiben. Für uns ist klar: Land­ wirtschaft muss als Partner behandelt werden. Es geht um Koopera­ tion statt Konfrontation und um Lösungen, die vor Ort funktionieren. Deshalb wollen wir die Verwaltung für unsere Landwirtschaft weiter zu einer Ermöglichungsbehörde entwickeln - mit klaren Verfahrens­ schritten, festen Zuständigkeiten, digitalen Verfahren und verbind­ lichen Zeitzielen. Um Landwirtschaft und Umwelt in Einklang zu bringen, setzen wir auf den Dialog. Die sogenannte Regionale Produktionsintegrierte Kompensation der landwirtschaftlichen Flächen im Sinne des Nie­ dersächsischen Weges kann ein gutes Instrument dafür sein.

9 Außerdem wollen wir eine Initiative „Regionale Wertschöpfung 2030“ auf den Weg bringen, die Erzeuger, Verarbeitung, Handel und Gast­ ronomie enger vernetzt und regionale Produkte sichtbarer macht. Gemeinsam mit dem Landvolk soll auch im Emsland das Thema Nachfolge- und Hofentwicklungsberatung, die den Generationen­ wechsel begleitet, Investitionen unterstützt und jungen Landwirten Perspektiven eröffnet, ausgebaut werden. Heimat stärken

10 Das Emsland ist stark, weil es Tradition und Fortschritt miteinander verbindet. Diese Stärke wollen wir nutzen, um die Chancen der Zukunft aktiv zu gestalten. Für uns ist klar: Wer auch morgen erfolg­ reich sein will, muss heute die richtigen Entscheidungen treffen. Zukunftschancen entstehen dort, wo Wirtschaftskraft, Innovation und Bildung zusammenkommen. Genau hier setzen wir an: mit einer starken regionalen Wirtschaft, moderner Infrastruktur, konsequenter Digitalisierung und einem Bildungssystem, das Menschen befähigt und Chancen eröffnet. WIRTSCHAFT – ENERGIE – INFRASTRUKTUR – INNOVATION Das Emsland ist ein starker Wirtschaftsstandort – geprägt von leis­ tungsfähigem Mittelstand, industrieller Kompetenz und innovativen Unternehmen. Diese Stärke wollen wir sichern und ausbauen. Dafür brauchen wir eine handwerks- und mittelstandsfreundliche Verwaltung durch ein unbürokratisches Ausschreibungswesen und das Ausnutzen von entsprechenden Freigrenzen. Eine Voraussetzung dafür ist eine verlässliche, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung. Als Energieregion kommt dem Emsland eine besondere Rolle zu – von der klassischen Industrie bis hin zu neuen Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien oder der Produktion von Wasserstoff. Unser Ziel ist es, diese Trans­ formation weiter aktiv zu gestalten, Wertschöpfung vor Ort zu halten, regionale Nutzungskonzepte zu etablieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wir unterstützen daher auch die Arbeit der regionalen Akteure der Wirtschaftsförderung, wie den Wirtschaftsverband Zukunftschancen nutzen

11 Zukunftschancen nutzen Emsland und die Wachstumsregion Ems-Achse und fördern die Verbesserung von Schnittstellen und die Zusammenarbeit, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Dafür müssen Energieinfrastruktur, Netze und Speicher konsequent ausgebaut werden. Wir wollen mit den Netzbetreibern, den Energie­ konzernen und den investierenden Unternehmen weiter daran arbei­ ten, dass das Emsland als Energielandkreis überregionale Bedeutung hat und Wertschöpfung für die gesamte Wirtschaft entsteht. Neben der Energiefrage bleibt eine leistungsfähige Infrastruktur entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg und Lebensqualität. Wir wollen Mobilität im Emsland zuverlässig und zukunftsfest gestalten. Dazu gehört für uns eine moderne und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ebenso, wie ein öffentlicher Nahverkehr, der auch im ländlichen Raum funktioniert. Deshalb werden wir uns weiter für den Ausbau der E233 als wichtige Ost-West-Achse einsetzen und starkmachen. Gleichzeitig setzen wir auf einen breiten Mobilitätsmix mit gut aus­ gebauten Radwegen, intakten Kreisstraßen, bis hin zu einem Aus­ bau des ÖPNV, Bus- und Bahnverkehr. Auch Car-Sh