---
title: "CDU Emsland plant Einführung eines Ehrenamts-Entlastungspakets und des Ehrenamts-Service Emsland in Emsland; Zentrale Anlaufstelle stärkt Ehrenamt"
sdDatePublished: "2026-08-14T08:06:00Z"
source: "https://cdu-emsland.de/image/kopfgrafiken/Wahlprogramm%20CDU%20im%20Emsland.pdf"
topics:
  - name: "election"
    identifier: "medtop:20000574"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
  - name: "housing and urban planning policy"
    identifier: "medtop:20000628"
  - name: "labour"
    identifier: "medtop:09000000"
  - name: "volunteering"
    identifier: "medtop:20001277"
  - name: "agriculture"
    identifier: "medtop:20000210"
  - name: "infrastructure projects"
    identifier: "medtop:20001245"
locations:
  - "Leer"
  - "Lathen"
  - "Emsland"
  - "Spelle"
  - "Lower Saxony"
  - "Meppen"
  - "Sögel"
  - "Steinfurt"
  - "Netherlands"
---


CDU Emsland plant Einführung eines Ehrenamts-Entlastungspakets und des Ehrenamts-Service Emsland in Emsland; Zentrale Anlaufstelle stärkt Ehrenamt

1
Wahlprogramm 2026–2031
Verantwortung leben.
der CDU im Emsland
Zukunftschancen nutzen.
Heimat stärken.
Ganz klar Emsland.

2
Einleitung
Das Emsland ist eine starke Region – wirtschaftlich erfolg-
reich, gesellschaftlich engagiert und geprägt von einem außer-
gewöhnlichen Zusammenhalt. Diese Stärke kommt nicht von
allein. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger harter Arbeit, kluger
politischer Entscheidungen und vieler Menschen, die Verantwortung
übernehmen – im Beruf, im Ehrenamt und im Alltag.
Doch wir stehen vor neuen Herausforderungen: steigende Kosten,
zunehmende Bürokratie, Fachkräftemangel, gesellschaftliche
Veränderungen und ein wachsender Druck auf unsere Infrastruktur.
Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen – durch Innovationen,
Digitalisierung und eine starke regionale Wirtschaft.
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen das Emsland weiter voranbringen
– indem wir unsere Heimat stärken, Zukunftschancen nutzen und
Verantwortung leben.

3
Unser Leitgedanke ist klar: Heimat lebt von Menschen, die anpa­
cken – im Ehrenamt, im Verein, in Kirche, Kultur und Nachbarschaft.
Das Emsland ist ein Landkreis, in dem Ehrenamt nicht einfach nur
ausgeübt wird, es gehört zu unserer DNA und macht den Landkreis
zu unserer Heimat. Das Emsland ist gerade deshalb stark, weil viele
Menschen Verantwortung vor Ort übernehmen und sich einbringen.
Diese gewachsene Struktur wollen wir bewahren und weiterentwi­
ckeln. Konkret heißt das, Wohnraum zu schaffen, Orte und Gemein­
den weiterzuentwickeln, der emsländischen Landwirtschaft eine
Perspektive zu bieten und unsere Lebensqualität zu erhalten.
WOHNEN
Wohnen im Emsland muss für Familien, junge und ältere Menschen
und Fachkräfte bezahlbar und erreichbar bleiben. Eigentum soll
weiterhin möglich sein und Ortskerne sollen lebendig bleiben. Dafür
werden wir den bezahlbaren Wohnraum gezielt stärken – insbe­
sondere im unteren und mittleren Mietsegment, in dem die Wohn­
raumanalysen im Landkreis klaren Handlungsbedarf für unsere
Kommunen zeigen. Unsere Städte und Gemeinden sollen bei ent­
sprechenden Konzepten und der Schaffung von Wohnraum mit ho­
her Priorität unterstützt werden. Dabei unterstützen wir kommunal
vorangetrieben Genossenschafts- und Wohnbaugesellschaftsmodel­
le zur Schaffung von bezahlbarem Wohnen.
Heimat stärken

4
Heimat stärken
Auch wollen wir die neu geschaffenen Möglichkeiten des „Bau-Tur­
bos“ nutzen, um entsprechenden Wohnraum zu schaffen.
Etablierte Wohngebiete wollen wir möglichst erhalten und ältere
Bausubstanzen für die nächste Generation attraktiv halten.
Gleichzeitig setzen wir uns für schnellere und digitale Verfahren in
Planung und Genehmigung ein, damit Wohnungsbauprojekte zügiger
realisiert werden können.
Ein besonderer Fokus liegt auf seniorengerechtem Wohnen, damit
Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben kön­
nen. Dazu wollen wir Quartiersmanagement im Emsland fördern und
begleiten.
Bei Neubau und Nachverdichtung denken wir Wohnen immer ganz­
heitlich –mit Blick auf Energie, Wärmekonzepte, Infrastruktur, Kitas,
Verkehr und Nahversorgung.
Flächen werden dort entwickelt, wo Infrastruktur mitwächst oder die
Dorfgemeinschaft wachsen kann.

5
Heimat stärken
EHRENAMT
Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Region. Vereine, Feuerweh­
ren, Hilfsorganisationen, das Schützenwesen, Sportvereine, Kirchen
und zahlreiche kulturelle Initiativen tragen entscheidend dazu bei,
dass das Emsland lebendig, solidarisch und lebenswert bleibt. Sie
stiften Gemeinschaft, übernehmen Verantwortung und prägen das
gesellschaftliche Miteinander – oft im Stillen, aber mit enormer Wir­
kung. Unser Ziel ist es, dieses Engagement zu stärken, zu entlasten
und zukunftsfest aufzustellen.
Dazu werden wir ein Ehrenamts-Entlastungspaket auf den Weg
bringen, das bürokratische Hürden abbaut, Beratungsangebote ver­
bessert und digitale Antragswege ermöglicht. Vereine und Organi­
sationen vor Ort sollen bei Fragen zu Versicherung, Datenschutz,
Förderanträgen und rechtlichen Rahmenbedingungen praxistauglich
und verlässlich unterstützt werden. Der „Ehrenamts-Service Ems­
land“ soll als zentrale Anlaufstelle nach dem Prinzip „ein Ansprech­
partner, ein Antrag“ fungieren.
Auch die Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung werden wir
flächendeckend weiter verbessern: Mit einem verlässlichen und aus­
gebauten Programm zur Modernisierung von Sportstätten setzen wir
auf Sanierung, Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit. Ems­
ländische Sportanlagen sind und bleiben landesweit spitze.
Ebenso stehen wir zum Spitzensport und einer starken Talentför­
derung, deren Qualität wir gemeinsam mit dem Kreissportbund und
weiteren Partnern steigern wollen.

6
Heimat stärken
Die vielfältige Jugendarbeit im Emsland verdient unsere Unterstüt­
zung. Die Jugendverbände wollen wir gemeinsam mit dem Kreis­
jugendring weiter stärken, Fahrten, Kurse und Zeltlager sollen im
Emsland weiter volle Unterstützung erhalten. Die nächste 72-Stun­
den-Aktion im Emsland wollen wir ebenso wieder aktiv unterstützen.
Auch unsere emsländischen Jugendbildungshäuser in Sögel und
Ahmsen wollen wir im Rahmen einer engen Verzahnung mit dem
Ludwig-Windthorst Haus (LWH) und der Historisch-Ökologischen
Bildungsstätte (HÖB) stärken.
Darüber hinaus ist es uns ein zentrales Anliegen, Kultur und Brauch­
tum in der Fläche zu stärken. Große Veranstaltungen, überregionale
Einrichtungen im Bereich Kunst, Theater, Musik oder Kultur, aber
gerade auch kleine, lokale Initiativen und Vereine prägen die Identität
und verdienen unsere Unterstützung.
Wir wollen darüber hinaus mit einer gezielten Mikroförderung unter
dem Motto „Kultur und Brauchtum in der Fläche“ lokale Veranstaltun­
gen und Initiativen stärken.
Gemeinsam mit der Emsländischen Landschaft wollen wir uns für
den Erhalt der plattdeutschen Sprache einsetzen und deren Einsatz
an Schulen, im kulturellen Bereich und im alltäglichen Gebrauch aus­
weiten.

7
DAS EMSLANDJAHR
Sich für andere Menschen einzusetzen, füreinander einzustehen
und die Region mitzugestalten sind wesentliche Gelingensfaktoren,
die das Emsland in der Vergangenheit stark gemacht haben. Deshalb
wollen wir ein Angebot für Jung & Altschaffen, das diese Werte ver­
mittelt und neues Engagement fördert.
Im Emslandjahr könnten junge Menschen nach der Schule im Rah­
men des Jugendfreiwilligendienstes viele Erfahrungen sammeln.
Wir wollen dieses Engagement noch mehr unterstützen und eigene
attraktive emsländische Angebote schaffen. Dabei wollen wir Mehr­
werte aufbauen, die über die normalen Angebote des Bundesfreiwil­
ligendienstes hinausgehen.
Das Emslandjahr soll aber nicht nur für junge Menschen möglich
sein. Auch für Erwachsene wollen wir ein ansprechendes Angebot
schaffen, so dass sie zu passender Zeit ihr Emslandjahr absolvieren
können.
LANDWIRTSCHAFT
Landwirtschaft ist im Emsland Heimat in Reinform. Sie prägt unse­
re Dörfer, unsere Landschaft, unsere Nachbarschaften und unsere
regionale Identität. Sie steht für Familienbetriebe, Ausbildung, Hand­
werk sowie vor- und nachgelagerte Unternehmen und sorgt dafür,
dass regionale Lebensmittel verfügbar bleiben. Wer das Emsland
stärken will, muss deshalb auch die Landwirtschaft stärken. Dabei
unterstützen wir sowohl die konventionellen als auch die Bio-Betrie­
be. Wir brauchen beides!
Heimat stärken

8
Heimat stärken
Gleichzeitig ist klar, dass viele Betriebe unter Druck stehen: Stei­
gende Kosten, wachsende Bürokratie, Flächenkonkurrenz und
Wetterextreme belasten die Höfe zunehmend. Wir wollen eine wett­
bewerbsfähige, familiengeprägte Landwirtschaft im Emsland mit
Planungssicherheit, praxistauglichen Rahmenbedingungen, starken
Wertschöpfungsketten und einer klaren Perspektive für Tierhaltung
und Ackerbau. Die Tierhaltung im Emsland wollen wir sichern, indem
moderne Ställe ermöglicht, Tierwohl praxistauglich umgesetzt und
Genehmigungen beschleunigt werden. Dabei wollen wir landesweite
Modellregion für einen gelingenden Umbau der Tierhaltung werden.
Gleichzeitig wollen wir die regionale Wertschöpfung stärken, indem
Verarbeitung, Vermarktung und kurze Wege gefördert werden, damit
Arbeit und Einkommen in der Region bleiben. Für uns ist klar: Land­
wirtschaft muss als Partner behandelt werden. Es geht um Koopera­
tion statt Konfrontation und um Lösungen, die vor Ort funktionieren.
Deshalb wollen wir die Verwaltung für unsere Landwirtschaft weiter
zu einer Ermöglichungsbehörde entwickeln - mit klaren Verfahrens­
schritten, festen Zuständigkeiten, digitalen Verfahren und verbind­
lichen Zeitzielen.
Um Landwirtschaft und Umwelt in Einklang zu bringen, setzen wir
auf den Dialog. Die sogenannte Regionale Produktionsintegrierte
Kompensation der landwirtschaftlichen Flächen im Sinne des Nie­
dersächsischen Weges kann ein gutes Instrument dafür sein.

9
Außerdem wollen wir eine Initiative „Regionale Wertschöpfung 2030“
auf den Weg bringen, die Erzeuger, Verarbeitung, Handel und Gast­
ronomie enger vernetzt und regionale Produkte sichtbarer macht.
Gemeinsam mit dem Landvolk soll auch im Emsland das Thema
Nachfolge- und Hofentwicklungsberatung, die den Generationen­
wechsel begleitet, Investitionen unterstützt und jungen Landwirten
Perspektiven eröffnet, ausgebaut werden.
Heimat stärken

10
Das Emsland ist stark, weil es Tradition und Fortschritt miteinander
verbindet. Diese Stärke wollen wir nutzen, um die Chancen der
Zukunft aktiv zu gestalten. Für uns ist klar: Wer auch morgen erfolg­
reich sein will, muss heute die richtigen Entscheidungen treffen.
Zukunftschancen entstehen dort, wo Wirtschaftskraft, Innovation
und Bildung zusammenkommen. Genau hier setzen wir an: mit einer
starken regionalen Wirtschaft, moderner Infrastruktur, konsequenter
Digitalisierung und einem Bildungssystem, das Menschen befähigt
und Chancen eröffnet.
WIRTSCHAFT – ENERGIE – INFRASTRUKTUR – INNOVATION
Das Emsland ist ein starker Wirtschaftsstandort – geprägt von leis­
tungsfähigem Mittelstand, industrieller Kompetenz und innovativen
Unternehmen. Diese Stärke wollen wir sichern und ausbauen.
Dafür brauchen wir eine handwerks- und mittelstandsfreundliche
Verwaltung durch ein unbürokratisches Ausschreibungswesen und
das Ausnutzen von entsprechenden Freigrenzen.
Eine Voraussetzung dafür ist eine verlässliche, bezahlbare und
nachhaltige Energieversorgung. Als Energieregion kommt dem
Emsland eine besondere Rolle zu – von der klassischen Industrie bis
hin zu neuen Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien
oder der Produktion von Wasserstoff. Unser Ziel ist es, diese Trans­
formation weiter aktiv zu gestalten, Wertschöpfung vor Ort zu halten,
regionale Nutzungskonzepte zu etablieren und neue Arbeitsplätze
zu schaffen. Wir unterstützen daher auch die Arbeit der regionalen
Akteure der Wirtschaftsförderung, wie den Wirtschaftsverband
Zukunftschancen nutzen

11
Zukunftschancen nutzen
Emsland und die Wachstumsregion Ems-Achse und fördern die
Verbesserung von Schnittstellen und die Zusammenarbeit, um
Doppelstrukturen zu vermeiden.
Dafür müssen Energieinfrastruktur, Netze und Speicher konsequent
ausgebaut werden. Wir wollen mit den Netzbetreibern, den Energie­
konzernen und den investierenden Unternehmen weiter daran arbei­
ten, dass das Emsland als Energielandkreis überregionale Bedeutung
hat und Wertschöpfung für die gesamte Wirtschaft entsteht.
Neben der Energiefrage bleibt eine leistungsfähige Infrastruktur
entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg und Lebensqualität.
Wir wollen Mobilität im Emsland zuverlässig und zukunftsfest
gestalten. Dazu gehört für uns eine moderne und gut ausgebaute
Verkehrsinfrastruktur ebenso, wie ein öffentlicher Nahverkehr, der
auch im ländlichen Raum funktioniert. Deshalb werden wir uns
weiter für den Ausbau der E233 als wichtige Ost-West-Achse
einsetzen und starkmachen.
Gleichzeitig setzen wir auf einen breiten Mobilitätsmix mit gut aus­
gebauten Radwegen, intakten Kreisstraßen, bis hin zu einem Aus­
bau des ÖPNV, Bus- und Bahnverkehr. Auch Car-Sh