KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln kritisiert Zustand des Spielplatzes an St. Ursula; Drei Jahre ohne Spielgeräte
FDP/KSG kritisiert Zustand des Spielplatzes an St. Ursula | FDP Köln
KSG kritisiert Zustand des Spielplatzes an St. Ursula
Houben: „Warum lässt man die Fläche so verkommen?“
KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln
KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln kritisiert den Zustand des Spielplatzes an St. Ursula in der Kölner Innenstadt. Bereits 2023 wurden sämtliche Spielgeräte aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit abgebaut. Seitdem besteht der Spielplatz im Wesentlichen aus einer leeren Sandfläche und einigen Sitzbänken. Wann dort wieder tatsächlich gespielt werden kann, ist weiterhin offen.
Reinhard Houben, jugendpolitischer Sprecher der FDP
„Ich würde hier keine Kinder spielen lassen. Seit mittlerweile drei Jahren gibt es auf diesem Spielplatz kein einziges Spielgerät mehr. Gleichzeitig berichten Anwohner davon, dass die Fläche regelmäßig von Obdachlosen und Drogenkonsumenten genutzt wird. Teile des Geländes werden zudem für die angrenzende Baustelle benötigt. Mit einem Spielplatz hat dieser Zustand kaum noch etwas zu tun.“
Die Stadt begründet die Verzögerung bei der Wiederherstellung mit der Sanierung eines benachbarten Wohnhauses. Aufgrund der dortigen Baugrube und der notwendigen Baustellenabsicherung werden Teile der Zuwegung zum Spielplatz benötigt. Erst nach Abschluss der privaten Baumaßnahme soll die Wiederherstellung der Spielfläche fortgeführt werden.
KSG-Fraktion ist dies jedoch kein Grund, die Fläche bis dahin sich selbst zu überlassen.
Houben: „Ich habe den Eindruck, die Stadt lässt das hier einfach laufen. Warum lässt man eine öffentliche Fläche mitten in der Innenstadt über Jahre so verkommen? Wenn dort derzeit kein vernünftiger Spielbetrieb möglich ist, muss die Stadt zumindest dafür sorgen, dass die Fläche regelmäßig kontrolliert oder vorübergehend abgesperrt wird.“
Eine Sperrung lehnt die Stadt bislang ab. Sie verweist darauf, dass öffentliche Spielflächen grundsätzlich allen Menschen für einen friedlichen und störungsfreien Aufenthalt zur Verfügung stehen. Zudem lägen dem Ordnungsamt bislang keine Beschwerden über die Situation vor.
„Das ist eine schwache Argumentation“, kritisiert Houben. „Entscheidend ist doch nicht, wie die Fläche auf dem Papier bezeichnet wird, sondern wie sie tatsächlich aussieht. Wenn dort seit Jahren keine Spielgeräte stehen und Kinder den Platz faktisch nicht mehr zum Spielen nutzen können, muss die Stadt daraus Konsequenzen ziehen.“
Wann sich die Situation ändern wird, ist bislang unklar. Nach Angaben des Bauherrn sollen die Arbeiten auf dem angrenzenden Grundstück noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Einen konkreten Termin, wann anschließend neue Spielgeräte aufgestellt und der Spielplatz wieder vollständig nutzbar sein wird, nennt die Stadt derzeit jedoch nicht.
KSG-Fraktion wird das Thema deshalb in den Jugendhilfeausschuss bringen. Houben kündigt eine entsprechende Anfrage für die kommende Sitzung an:
„Drei Jahre ohne Spielgeräte sind mehr als genug. Wir wollen von der Verwaltung wissen, wann die Arbeiten beginnen, wann die Kinder hier endlich wieder spielen können und was bis dahin unternommen wird. Eine Fläche über Jahre als Spielplatz auszuweisen, auf der Kinder faktisch nicht spielen können, ist keine zufriedenstellende Lösung. Die Stadt muss jetzt einen konkreten Zeitplan vorlegen.“
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