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title: "Stadt Freiburg Einführung des Förderprogramms GebäudeGrün hoch³ in Freiburg; größerer Klimaeinfluss je mehr Gebäude grün werden"
sdDatePublished: "2026-08-14T13:50:00Z"
source: "https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E964899120/1828881/GG_Broschuere.pdf"
topics:
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "climate change"
    identifier: "medtop:20000418"
  - name: "sustainability"
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  - name: "construction and property"
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  - name: "housing and urban planning policy"
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    identifier: "medtop:20000420"
locations:
  - "Baden-Württemberg"
  - "Mannheim"
  - "Freiburg (im Breisgau)"
  - "Munich"
  - "Berlin"
  - "Basel-Stadt"
  - "Germany"
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Stadt Freiburg Einführung des Förderprogramms GebäudeGrün hoch³ in Freiburg; größerer Klimaeinfluss je mehr Gebäude grün werden

Förderprogramm
GebäudeGrün hoch³
Dachbegrünung | Fassadenbegrünung | Entsiegelung
Grüne Dächer | Fassaden | Höfe für Freiburg
•	Für Immobilienbesitzer_innen und WEGs
•	Für Mieter_innen und -gemeinschaften
•	Für kleine und mittlere Unternehmen
•	Für Projektentwickler_innen

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Vorwort der Umweltbürgermeisterin
Klimaanpassung in der Stadt
Die Zeichen stehen auf Grün
Gebäudebegrünung
Machen Sie mit!
Dachbegrünung
Ihr Dach blüht auf
Fassadenbegrünung
Ihre Fassade trägt grün
Entsiegelung
Ihr Hof wagt den Aufbruch
Kalkulationsbeispiele
Förderung, die sich rechnet
Referenzprojekte
Ideen für Ihr grünes Gebäude
Impressum
Herausgeberin
Stadt Freiburg im Breisgau
Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg im Breisgau
www.freiburg.de
Texte: Frank Sicklinger
Layout & Satz: Pfeffer & Stift
Fotos/Bildnachweis
Die Bildrechte liegen – sofern nicht anders
angegeben – beim Bundesverband Gebäude-
Grün e. V. (BuGG), Dr. Gunter Mann
Abweichende Bildrechte:
S. 4 © Stadt Freiburg, Stadtplanungsamt •
S. 10 © Ildigo, Pixabay • S. 11 oben
© Stadtplanungsamt Stadt Freiburg, Sibylle
Spillmann • S. 14/15 unten © agfapaperla-
punta, iStockphoto • S. 15 oben re. © René
Notenbomer, Adobe Stock
Inhalt
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Liebe Freiburgerinnen, liebe Freiburger,
Freiburg ist eine anziehende, lebenswerte Stadt – und wir setzen alles daran, dass das so bleibt.
Immer deutlicher spüren wir, wie hoch die Temperaturen im Sommer steigen und wie extrem und
unberechenbar die Niederschläge fallen. Deshalb stehen wir vor der Herausforderung, den Kli-
mawandel einzudämmen und seine Auswirkungen auf das Mikroklima in unserer Stadt zu be-
grenzen.
Mit dem Förderprogramm Klimafreundlich wohnen unterstützt die Stadt Freiburg bereits seit
mehreren Jahren die energetische Gebäudesanierung mit Wärmedämmung, effizienter Heiztech-
nik und regenerativer Energieerzeugung. Damit und mit dem Photovoltaik-Programm Dein Dach
kann mehr leisten bereits viele Gebäudeeigentümer_innen in Freiburg einen signifikanten Bei-
trag zur Verringerung der CO2-Emissionen im Bereich der Wohngebäude.
Das neue Förderprogramm GebäudeGrün hoch³ richtet sich gezielt auf die Klimaanpassung in
unserer Stadt. Grüne Dächern, lebendige Fassaden und entsiegelte Flächen senken durch die
Verdunstung der Pflanzen die Temperatur in ihrer Umgebung. Außerdem speichern sie das Re-
genwasser, fördern die Bildung von Grundwasser und entlasten bei starken Niederschlägen die
Entwässerung. Zudem sind diese Grünflächen auch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflan-
zen und tragen somit aktiv zum Naturschutz in der Stadt bei. Das Besondere dabei: Je mehr Ei-
gentümer_innen sich beteiligen und je mehr Gebäude grün werden, desto größer ist der Einfluss
auf das Klima in der Umgebung.
Mit dieser Broschüre zeigen wir Ihnen, wie Sie selbst Teil eines grüneren Freiburgs werden kön-
nen. Die Stadt unterstützt Sie auf diesem Weg mit fachlicher Beratung und umfangreichen För-
dermitteln. Wenn Sie Ihr Dach oder Ihre Fassade begrünen, leisten Sie nicht nur einen Beitrag für
die Stadt, sondern profitieren auch ganz konkret in Ihrem Gebäude.
Ich freue mich auf Ihre Teilnahme!
Ihre
Christine Buchheit
Bürgermeisterin für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung

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Die Zeichen stehen auf Grün.
Der Klimawandel ist immer deutlicher zu spüren – auch bei
uns in Freiburg. Schließlich gehört unsere Stadt durch die
Lage im Oberrheingraben ohnehin zu den Städten mit den
höchsten Temperaturen in Deutschland. In den vergangenen
Jahren ist der Klimawandel für uns alle konkret erfahrbar ge-
worden und hat sich nicht nur mit großer Hitze, sondern auch
im Wechsel mit langer Trockenheit und extremen Nieder­
schlägen ausgewirkt. Gleichzeitig geraten die grünen Inseln
zwischen Gebäuden und Verkehrswegen nicht nur durch zu-
nehmende Trockenphasen, sondern auch durch Bevölkerungs-
wachstum und Nachverdichtung weiter unter Druck.
Mit dem Förderprogramm GebäudeGrün hoch³ möchte die
Stadt Freiburg ihre Bewohner_innen dabei unterstützen, die
Stadt grüner zu machen und dadurch besser an die Auswirkun-
gen des Klimawandels anzupassen. Die Begrünung ist ein be-
sonders wirksames Mittel, um das Klima und die Lebensquali-
tät in der Stadt positiv zu beeinflussen.
Mehr Grün in der Stadt…
… reduziert durch Verdunstungskühlung die Hitzebelastung
im Sommer.
… bindet Staub und Schadstoffe und verbessert so die
Luftqualität.
… speichert Regenwasser, stärkt die Versickerung und
Verdunstung und entlastet so die kommunalen Ent-
wässerungseinrichtungen.
… schafft neue Lebensräume für Fauna und Flora und
fördert so die Biodiversität in der Stadt.
… steigert die Attraktivität des Wohn- und Arbeitsumfelds.
Setzen Sie ein Zeichen und schaffen Sie mit unserer Förde-
rung neue Grünflächen in Freiburg – für eine klimaangepasste,
artenreichere und weiterhin lebenswerte Stadt. Sie werden
sehen: Es lohnt sich.

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Machen Sie mit! Es lohnt sich.
GebäudeGrün hoch³ – Das Förderprogramm auf einen Blick:
Mit der Begrünung Ihres Daches, Ihrer Fassade und bisher ver-
siegelter Flächen leisten Sie einen wertvollen Beitrag für das
Klima und die Lebensqualität in der Stadt Freiburg. Das ist
aber nicht alles: Die Begrünungsmaßnahmen wirken sich auch
positiv auf Ihr Gebäude aus:
• Im Sommer reduziert die Begrünung durch Beschattung
und Verdunstungskühlung die Temperaturen in Ihrem Ge-
bäude.
• Im Winter wirkt die Begrünung als natürliche Wärmedäm-
mung und reduziert Ihren Energieeinsatz fürs Heizen.
• Die Begrünung absorbiert Lärm und dient als lebender
Sicht- und Sonnenschutz.
• Die Blätter steigern die Luftqualität, indem sie Sauerstoff
produzieren und Partikel und Feinstaub binden.
• Die Begrünung schützt die Dachabdichtung vor UV-Strah-
lung und Temperaturschwankungen und kann die Lebens-
dauer des Daches um 10 bis 20 Jahre verlängern.
• Durch natürliche Klimatisierung, eine reduzierte Nieder-
schlagswassergebühr und niedrige Wartungskosten für das
Dach ergeben sich Kostenvorteile.
• Besonders interessant für Unternehmen ist die Außenwir-
kung: Ein begrüntes Dach oder eine grüne Fassade unter-
streichen den Innovations- und Nachhaltigkeitsanspruch
in der Öffentlichkeit.
Sie sehen: Es gibt viele Gründe, sich jetzt für eine Begrünung
zu entscheiden. Und mit dem Förderprogramm GebäudeGrün
hoch³ erstattet Ihnen die Stadt Freiburg zusätzlich bis zu 50 %
der Kosten. Packen Sie’s an!
Dachbegrünung
Fassadenbegrünung
      Bodengebundene
      Fassadenbegrünung
      Wandgebundene
      Fassadenbegrünung
Entsiegelung
      Vollflächige Entsiegelung
      Teilentsiegelung
 Grundförderung: Extensivbegrünung
 Zusatzmodul 1: Intensivbegrünung
 Zusatzmodul 2: Solar-Gründach
 Zusatzmodul 3: Biodiversitätsgründach
 Zusatzmodul 4: Retentionsgründach

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Vielfältige Begrünungsmöglichkeiten
in einem Berliner Wohnkomplex:
oben extensive Begrünung, unten
intensive Begrünung mit Sträuchern
und gleichzeitiger Nutzung als Ter-
rasse und Dachgarten.
Ihr Dach blüht auf
Was möchten Sie aus Ihrem Dach machen? Eine pflegeleichte
Begrünung mit Blumen, Gräsern und Kräutern? Einen Dach-
garten mit Stauden, Gehölzen und Gemüsebeet? Einen viel-
fältigen Lebensraum für Vögel, Kleintiere und Insekten? Oder
möchten Sie mit Wasserspeicherung und Photovoltaik einen
zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Wasserrückhal-
tung leisten?
Sie sehen: Die Möglichkeiten sind vielfältig, und jede Art der
Begrünung stellt ihre eigenen Anforderungen an den Aufbau,
die Bepflanzung und die Pflege des Daches. Um Sie möglichst
umfangreich bei Ihrem Dachbegrünungsprojekt zu unterstüt-
zen, fördert die Stadt Freiburg modular: Die Grundförderung
erhalten Sie für eine pflegeleichte, extensive Dachbegrünung.
Für Begrünungen mit höherer Qualität oder Funktionalität
stehen weitere Fördermodule für Intensivbegrünungen,
Solar-Gründächer, Biodiversitäts-Gründächer und Retentions-
Gründächer zur Verfügung. Die Förderung der zusätzlichen
Module wird auf die Grundförderung addiert. Zusätzlich
können Sie die Grundförderung und die Zusatzmodule mit
den Förderprogrammen der Stadt Freiburg für Artenschutz
(„Artenschutz in der Stadt“) und Photovoltaik („Dein Dach kann
mehr!“) kombinieren und so weitere Fördermittel für Ihr Pro-
jekt einwerben.
Was wird gefördert?
• Planungs-, Material- und Baukosten
für die Dachbegrünung
• Planungs-, Material- und Baukosten
für die Verbesserung der Tragfähig-
keit und Wurzelfestigkeit des
Daches
• Kosten der Fertigstellungspflege
Wie viel wird gefördert?
• max. 25 € pro m² Grünfläche
• max. 50 % der förderfähigen Kosten
• max. 5.000 € pro Liegenschaft
• 50 € Bonus für den Einsatz von
biodiversitätsförderndem Saatgut
Was wird vorausgesetzt?
• Mindestens 18 m² zusammen­
hängende Dachfläche
• Mindestens 8 cm Substratdicke bei
Bestandsgebäuden und 12 cm bei
Neubauten (ohne verpflichtende
Dachbegrünung)
Mit der Grundförderung unterstützt Sie die Stadt Freiburg bei der Errichtung einer dauerhaft funktionsfähigen und zusammen-
hängenden extensiven Begrünung auf Bestandsgebäuden und Neubauten ohne verpflichtende Dachbegrünung, die über beste-
hende bau- und naturschutzrechtliche Anforderungen und städtebauliche Verträge hinausgeht.
So fördern wir Ihr Projekt: Grundförderung für extensive Dachbegrünung
Die vollständigen Angaben zu förderfähigen Kosten,
Förderhöhen und Förderbedingungen finden Sie in den
Richtlinien zum Förderprogramm unter freiburg.de/gg3

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Was macht extensive und intensive
Begrünung aus?
Extensiv bedeutet „mit geringem Aufwand verbunden“. Exten-
sive Dachbegrünungen setzen entsprechend auf trockenheits-
angepasste Pflanzen, die sich weitestgehend selbst erhalten
und verbreiten. Eine Substrathöhe ab 12 cm bei Neubauten
(bei Bestandsgebäuden ab 8 cm) ist für einen niedrigen Pflan-
zenwuchs als Mindesthöhe zu empfehlen. Bei ausreichender
Statik empfehlen sich aufgrund der höheren Wasserspeicher-
fähigkeit und der besseren Wasserversorgung der Pflanzen
jedoch höhere Substratschichten – für ein langfristig grünes
Dach.
Intensive Begrünungen, auch Dachgärten genannt, benötigen
Substrathöhen zwischen 30 und 100 cm. Dafür erlauben sie
wie ein natürlicher Boden die Bepflanzung mit Stauden, Sträu-
chern und Bäumen. Die größere Vielfalt geht mit einem höhe-
ren Aufwand für Pflege, Bewässerung und Nährstoffversor-
gung einher – vergleichbar mit einem Garten auf Ihrem Dach.
Schädigt die Begrünung mein Dach?
Aus umfangreichen Praxiserfahrungen und wissenschaftli-
chen Studien kann man klar sagen: Nein – im Gegenteil. Die
Begrünung schützt die Dachkonstruktion vor UV-Strahlung
und Temperaturschwankungen und trägt damit zur Verlänge-
rung der Lebensdauer der eingesetzten Materialien um 10 bis
20 Jahre bei. Geprüfte Dachabdichtungen und Wurzelschutz-
bahnen schützen das Gebäude bei fachgerechter Verarbeitung
zuverlässig vor Feuchtigkeit und Pflanzenwurzeln.
Nur rhizombildende Pflanzenarten wie Bambus oder Schilf
dürfen nicht zur Dachbegrünung eingesetzt werden. Die Um-
setzung von notwendigen Wartungsarbeiten und Reparaturen
am Dach ist auch mit Begrünung möglich.
Der Aufbau eines Gründachs
Mit einer Extensivbegrünung bringen Sie zwischen 30 und
180 Kilogramm, mit einer Intensivbegrünung sogar zwischen
300 und 1200 Kilogramm zusätzliches Gewicht auf das Dach
– und zwar pro Quadratmeter. Deshalb müssen die Statik des
Gebäudes und die Dachabdichtung vorab geprüft werden.
Das alles leistet eine
extensive Dachbegrünung
Pflanzenauswahl
Für extensive Begrünungen mit bis zu 12 cm Schichtdicke
sind Moose, Sedum sowie einfache Gräser und Kräuter ge-
eignet. Bei Intensivbegrünungen bestehen fast dieselben
Möglichkeiten wie auf ebener Fläche. Der Einsatz von
biodiversitätsförderndem Saatgut wird gesondert bezu-
schusst.
Pflege
Bei extensiven Begrünungen ist mit 1 bis 2, bei intensiven
Begrünungen ist mit 2 bis 10 Pflegeeinsätzen pro Jahr zu
rechnen. Durch die anspruchsvollere Bepflanzung erfor-
dern intensive Begrünungen in der Regel eine man