Lena Damwildkälbchen wächst geschützt auf dem Gut Aiderbichl Kärnten; Bruno und Gruppe sicher im Micheldorf bei Friesach.

Damwildkälbchen Lena wächst geschützt auf Gut Aiderbichl auf

Aslan, Nacho, Akira, Shiva und Mira

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Lena wächst geschützt im Gut Aiderbichl Tierparadies in Kärnten auf

Der Damhirsch hat die Eiszeiten nur in Kleinasien überdauert und ist in Mitteleuropa während dieser Zeit verschwunden. Ab dem Mittelalter wurde er hier wieder eingebürgert, nicht zuletzt, weil er sich aufgrund seiner Erscheinungsform und seiner Eigenschaften hervorragend für die Haltung in Gehegen eignet. In Österreich treffen wir ihn nur selten in freier Wildbahn – oder auf Gut Aiderbichl in Kärnten.

Bruno und fünf seiner Kumpels brachen aus einem Gehege aus

Der ausgebüxte Bruno und seine Freunde stellten eine Gefahr für den Verkehr dar und so wurden leider zwei Damhirsche geschossen. Bruno streifte durch die Siedlungen und er wusste bald, wo es Tierfreunde gab, die ihm Futter gaben. Im Herbst konnten Bruno und seine Artgenossen wieder ins Gehege in Maiernigg am Wörthersee gebracht werden. Nun aber kam die nächste Gefahr, denn es war geplant, das Damwild- Gehege aufzulassen. Tierschützer setzten sich für die Herde ein und machten sich auf die Suche nach einem sicheren Ersatz-Zuhause für die Damhirsche.

Gut Aiderbichl hat Übung im stressfreien Einfangen von Tieren

Es war nicht leicht, den Damhirschen Bruno, Lino, Lillli, Lisa und Lea zu signalisieren, dass wir sie „nur retten wollen“. Das Gelände war steil. Für den Transport mussten die Tiere sediert werden und es vergingen viele Stunden, denn alles sollte so stressfrei wie nur möglich geschehen. Und dann: Am Ende eines langen Tages schließlich waren die Tiertransporter im neuen Gut Aiderbichl-Zuhause in Micheldorf bei Friesach angekommen.

Die Geschichte von Bruno und seinen Kumpels zeugt von Mitgefühl für die Tiere

Bruno und seine ausgebüxten Artgenossen schafften es, die Herzen der Menschen zu erobern. Sie bekamen Futter und alle überlegten sich, wie man den Tieren helfen konnte. Was noch niemand wusste, war die Tatsache, dass die fünfjährige Damhirsch-Kuh Lea trächtig war. Nach der Paarungszeit von Oktober bis November trägt die Damhirsch-Kuh ungefähr 145 – 150 Tage, bis das Kalb geboren wird.

Lena wird niemals ausbüxen wollen

Leas Kalb Lena ist erst einige Wochen alt und hat sich mit voller Wucht in die Herzen der Tierpfleger: innen geschlichen.

Mama Lea ist mit der Aufzucht ihres Kalbes beschäftigt. Die intensive Mutter-Kind-Bindung ist entscheidend für das Überleben des Nachwuchses.

Lea kümmert sich behutsam um ihr Kalb und schützt Lena vor Feinden (Wölfe, Luchse und Füchse) und wird Lena zu passender Zeit in die Herde integrieren.

Markus Leitner, Gutsleiter Gut Aiderbichl Kärnten, freut sich über den gesunden Nachwuchs im Hirschgehege und streichelt Damhirsch Bruno zärtlich über den Rücken:

„Ohne deinen Ausbruch aus dem Gehege hätten wir dieses schöne Erlebnis hier gerade nicht, lieber Bruno!“ .

Mach einfach deine beste Arbeit – dann versuche sie zu übertrumpfen.

Die kleine Lena gibt ab jetzt ihrer Herde eine besondere Stimme und Gut Aiderbichl dankt allen Beteiligten an der Mithilfe zur Rettung der Damhirsche. Wer weiß, wie es ohne Mitgefühl für die kleine Herde weiter gegangen wäre.

Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl

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