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title: "Vier hallesche Wohnungsunternehmen entwickeln Quartier Voßstraße in Halle; rund 500.000 Euro KoMoNa-Fördermittel"
sdDatePublished: "2026-08-14T11:21:00Z"
source: "https://halle.de/verwaltung-stadtrat/presseportal/nachrichten/nachricht/vier-hallesche-wohnungsunternehmen-entwickeln-quartier-vossstrasse-gemeinsam-weiter"
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  - "Halle (Saale)"
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Vier hallesche Wohnungsunternehmen entwickeln Quartier Voßstraße in Halle; rund 500.000 Euro KoMoNa-Fördermittel

Vier hallesche Wohnungsunternehmen entwickeln Quartier Voßstraße gemeinsam weiter: Halle (Saale) - Händelstadt

Vier hallesche Wohnungsunternehmen entwickeln Quartier Voßstraße gemeinsam weiter

ps) Die vier halleschen Wohnungsunternehmen Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG), Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG, FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG und Wohnungsbaugenossenschaft “Eisenbahn“ e. G. treiben die gemeinsame Weiterentwicklung des Quartiers Voßstraße voran. Erstmals arbeiten die Unternehmen in einem Quartier dieser Größenordnung über Eigentumsgrenzen hinweg an einem gemeinsamen Konzept für Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und zukunftsfähige Freiräume. Für die Umsetzung konnten rund 500.000 Euro aus dem Bundesförderprogramm „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ eingeworben werden. Vorgestellt wurde das Vorhaben den Bewohnerinnen und Bewohnern im Rahmen eines gemeinsamen Quartiersfestes.

Das innerstädtische Quartier soll ökologisch aufgewertet, die Biodiversität gestärkt und die Aufenthaltsqualität durch neue Begrünungen, Baumpflanzungen und naturnahe Strukturen verbessert werden. Gleichzeitig sollen Lösungen für die Folgen des Klimawandels entwickelt und die Wegebeziehungen im Quartier weiter verbessert werden.

Es ist das erste Mal, dass die vier halleschen Wohnungsunternehmen ein gemeinsames Quartiersprojekt initiieren. An dem Vorhaben sind zudem die Stadt Halle (Saale), die Franckeschen Stiftungen, das Zukunftszentrum sowie das hallesche Landschaftsarchitekturbüro Planerzirkel beteiligt.

„Wenn vier Wohnungsunternehmen auf so engem Raum Wohnungen für viele Menschen anbieten, ist eine gemeinsame Gestaltung der Außenanlagen nur folgerichtig“, erklärt HWG-Geschäftsführerin Simone Danz. „Wir möchten die Wohnqualität erhöhen und gleichzeitig Lösungen für die klimatischen Herausforderungen finden.“

Die derzeitige Bepflanzung der Freiflächen bietet zu wenig Schatten und Verdunstungspotenzial. Gleichzeitig mangelt es aufgrund der dichten Bebauung an einer spürbaren Luftzirkulation im Quartier. In der Folge kann im Sommer eine sogenannte Wärmeinsel mit höheren Temperaturen als in Stadtrandlagen entstehen.

„Unsere Mieterschaft findet hier gutes innerstädtisches Wohnen. Doch wir sehen sowohl Potenziale als auch Handlungsbedarfe. Mikroklima ist so ein Stichwort. Darauf wollen wir reagieren“, so Dirk Neumann, Vorstandssprecher der WG FREIHEIT. Das Quartier Voßstraße grenzt unmittelbar im Osten an die Franckeschen Stiftungen. Markant sind die zwölf elfgeschossigen Hochhäuser, die rund 500 Wohnungen beherbergen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Umgang mit Starkregen. Innerhalb des Quartiers verläuft ein Gefälle von rund zehn Metern in Richtung der Franckeschen Stiftungen. Bei großen Regenmengen läuft das Wasser bislang nahezu ungehindert ab. Künftig sollen Lösungen entwickelt werden, um Wasser vor Ort zurückzuhalten und nutzbar zu machen.

„Wasser ist ein kostbares Gut. Das merken wir immer dann, wenn es lange nicht geregnet hat. Wir müssen einen Weg finden, große Wassermengen vor Ort zu binden, um sie später sinnvoll einsetzen zu können“, so Matthias Kirchner, Vorstand der WG Frohe Zukunft.

Neben den klimabezogenen Maßnahmen wollen die Projektpartner auch die Wegeführung im Quartier verbessern. Da die Voßstraße als Sackgasse angelegt ist, gibt es keinen motorisierten Durchgangsverkehr. Im Mittelpunkt stehen daher die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern, Radfahrenden sowie mobilitätseingeschränkten Menschen.

„Wir sehen schon jetzt, dass es an Rampen für Kinderwagen und Fahrräder fehlt. Gleichzeitig könnten manche Treppen an den Grünflächen durch Schrägen ersetzt werden. Deshalb prüfen wir die Umsetzung neuer barrierefreier Wegeverbindungen durch das Quartier“, so Matthias Simeonow, Vorstand der WG Eisenbahn.

Im Rahmen des Quartiersfestes wurden zudem die Ergebnisse einer Bewohnerbefragung vorgestellt. Die Rückmeldungen zeigen insbesondere den Wunsch nach mehr Grün, zusätzlichen Sitz- und Treffmöglichkeiten, besseren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Rollatoren sowie einer weiteren Verbesserung der Barrierefreiheit. Die Ergebnisse fließen in die weitere Konkretisierung des Projekts ein.

Die vier halleschen Wohnungsunternehmen reichten in Zusammenarbeit mit dem halleschen Landschaftsarchitekturbüro Planerzirkel erfolgreich einen Fördermittelantrag bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH ein. Die Antragsbearbeitung erfolgte im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Richtlinie „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“.

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