Internationale Seegerichtshof und IFLOS Summer Academy 2026 in Hamburg; 42 Teilnehmende aus 33 Nationen
Senatsempfang für die Summer Academy 2026 - hamburg.de
Anna Gallina, Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz: “Es ist für mich eine ganz besondere Freude, dass die Summer Academy bei uns in Hamburg stattfindet und dass wir in unserer Stadt über ein so breites Fachwissen im internationalen Seerecht verfügen. Der Austausch zwischen internationalem Nachwuchs und erfahrenen Expertinnen und Experten trägt in besonderer Weise auch zur Stärkung unseres Rechts- und Wirtschaftsstandorts bei. Eine unserer zentralen Herausforderungen ist es, internationale Rechtsordnungen zu stärken und gleichzeitig den Schutz und die Nutzung der Weltmeere miteinander zu verknüpfen. Die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen ist eine enorme Aufgabe und zeigt noch einmal sehr deutlich, wie stark auch die Bedeutung der Gerichte im Klimaschutz sind.”
Tomas Heidar, Präsident des Internationalen Seegerichtshofs: “Der Internationale Seegerichtshof ist davon überzeugt, dass das Wissen über die Rechtsordnung der Meere kontinuierlich über Ländergrenzen und Altersgruppen hinweg weitergegeben werden muss – die Summer Academy der Internationalen Stiftung für Seerecht (IFLOS) bietet hierfür ein passendes Forum. Der Seegerichtshof unterstützt die IFLOS daher seit Jahrzehnten gerne als Gastgeber und begleitet dadurch Jahr für Jahr neue Generationen des Seerechts bei ihrer Entwicklung im maritimen Wirtschaftsrecht und Seevölkerrecht.”
Prof. Dr. Alexander Proelß, Vorsitzender der Stiftung für Seerecht: “Angesichts der derzeitigen geopolitischen Spannungen und der wachsenden Herausforderungen für die Weltmeere ist eine regelbasierte internationale Ordnung wichtiger denn je. Die IFLOS Summer Academy vermittelt nicht nur Wissen über das internationale Seerecht, sondern schafft auch ein globales Netzwerk junger Expertinnen und Experten, die künftig Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ozeane übernehmen werden.”
Hintergrund Internationale Stiftung für Seerecht
Die Internationale Stiftung für Seerecht wurde im Dezember 2003 von Hamburger Unternehmen und Privatleuten mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg gegründet. Hauptprojekt der Stiftung ist die jährliche Summer Academy, deren Ziel es ist, jüngere Nachwuchskräfte aus Wissenschaft, Verwaltung und maritimer Wirtschaft weiterzubilden. Seit dem Start im Jahr 2007 konnte die Stiftung insgesamt 649 Teilnehmende aus 143 Nationen in Hamburg begrüßen. Die Summer Academy 2026 findet vom 19. Juli bis zum 14. August statt.
Der Internationale Seegerichtshof ist ein unabhängiges Gericht, das im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen gegründet wurde. Die 21 internationalen Richter:innen des ISGHs haben seit 1996 in zahlreichen seerechtlichen Streitfällen Entscheidungen getroffen. Dabei ging es um ein breites Spektrum von Rechtsfragen, zum Beispiel die Abgrenzung von Meeresgebieten, die Schifffahrt, die Erhaltung und Bewirtschaftung der lebenden Ressourcen des Meeres sowie den Schutz und die Erhaltung der Meeresumwelt und die Umwelt- und Haftungsstandards bei Aktivitäten auf dem Meeresboden.
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Senatsempfang für die Summer Academy 2026
Einmal im Jahr kommen der Internationale Seegerichtshof (ISGH) und die Internationale Stiftung für Seerecht (International Foundation for the Law of the Sea IFLOS) im Rahmen der Summer Academy mit internationalem Nachwuchs in Hamburg zusammen. Das Treffen dient dazu, das Wissen über Seerecht und Seehandelsrecht zu fördern. Bei dem vierwöchigen Kurs teilen Richter:innen sowie viele weitere Expertinnen und Experten ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit insgesamt 42 Teilnehmenden aus 33 Nationen. In Vertretung für Justizsenatorin Anna Gallina hat Christoph Holstein, Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, heute die Teilnehmenden begrüßt.
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