---
title: "Hamburg Photovoltaikausbau auf öffentlichen Gebäuden; 11.153 kWp Höchststand"
sdDatePublished: "2026-08-14T11:11:00Z"
source: "https://www.hamburg.de/resource/blob/1208762/dc1f38be57f2d844a57d145da29b3f2e/monitoringbericht-pv-web-neu2-data.pdf"
topics:
  - name: "solar power"
    identifier: "medtop:20001209"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
  - name: "public officials"
    identifier: "medtop:20000596"
  - name: "infrastructure policy"
    identifier: "medtop:20001264"
locations:
  - "Hamburg"
---


Hamburg Photovoltaikausbau auf öffentlichen Gebäuden; 11.153 kWp Höchststand

Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden

PHOTOVOLTAIKAUSBAU
AUF HAMBURGS
ÖFFENTLICHEN GEBÄUDEN
Monitoringbericht 2025

Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
3
Datenerhebung
4
Bewertung des Jahres 2025
5
Fazit
7
Maßnahmen
8
Anhang
12
Impressum
14
Titel-Abbildung 1: PV-Anlage Stadtteilschule Poppenbüttel (Standort Schulbergredder)

3
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein zentrales Element der Hamburg Klimapolitik.
Hamburg hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, um bis 2040 klimaneutral zu werden.
Ein wichtiger Baustein zur Erreichung dieser Ziele ist die verstärkte Nutzung von
Photovoltaik (PV) auf den Dächern öffentlicher Gebäude.
Vor diesem Hintergrund hat die Hamburgische Bürgerschaft mit der Drucksache
22/10459 („Stellungnahme des Senats zu dem Ersuchen der Bürgerschaft vom
15. September 2021 – Fotovoltaik auf öffentlichen Dächern nutzen“) den Senat
beauftragt, das Potenzial der öffentlichen Dachflächen im Eigentum der Stadt und
ihrer verbundenen Unternehmen möglichst effizient für die Solarstromerzeugung zu
nutzen. Die Drucksache verpflichtet die Verwaltung, den Fortschritt beim Ausbau
von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden jährlich transparent zu doku­
mentieren und der Bürgerschaft zu berichten.
Der Monitoringbericht erfüllt diesen politischen Auftrag. Er basiert auf den Vorga­
ben und Berichtspflichten der Drucksache 22/10459 und stellt die Entwicklung des
PV-Ausbaus auf öffentlichen Nichtwohngebäuden der Stadt Hamburg dar. Ziel ist
es, die Fortschritte, Hemmnisse und Potenziale systematisch zu erfassen, die Wirk­
samkeit der ergriffenen Maßnahmen zu bewerten und eine fundierte Grundlage für
die weitere strategische Steuerung des PV-Ausbaus im Konzern FHH zu schaffen.
Nach Aufbereitung und Auswertung der Datenerhebung aus dem Vorjahr, wird die­
ser Bericht jährlich im Frühjahr veröffentlicht. Auf diese Weise wird die Transparenz
gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit sichergestellt und ein zentrales
Steuerungsinstrument zur Erreichung der Hamburger Klimaziele bereitgestellt.
 
Hintergrund

4
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
Datenerhebung
Die Datenerhebung erfolge bisher über eine jährliche Abfrage der Fachbehörden
und Bezirksämtern durch die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirt­
schaft (BUKEA). So wurden die im jeweiligen Jahr errichteten Photovoltaikanlagen
manuell zusammengeführt, aufbereitet und ausgewertet. Ergänzend dazu liefert
die HEnW KommunalEnergie GmbH (HKE) quartalsweise aktuelle Daten zu den
von ihr errichteten Anlagen.
Für die Zukunft ist geplant, dass die gesonderte Listenabfrage der BUKEA zum Stand
des Photovoltaikausbaus voraussichtlich ab dem Berichtsjahr 2026 unter Nutzung
des Immobilienkatasters der FHH erfolgen wird. In einer zentralen Datenbank könnten
auf diese Weise zukünftig steuerungsrelevante Gebäudedaten, einschließlich der PV-
relevanten Kennzahlen, aller Gebäude des steuerungsrelevanten Portfolios durch die
jeweiligen Datenverantwortlichen (Eigentümer und Bedarfsträger) gepflegt werden.
Auf dieser Basis soll ein Überblick über alle relevanten Gebäudedaten entstehen und
ein Prozess für ein möglichst sauberes Monitoring geschaffen werden.
Um eine möglichst eindeutige Datenerhebung zu gewährleisten und die Entwick­
lung über mehrere Jahre vergleichbar zu machen, werden in diesem Monitoring­
bericht lediglich die öffentlichen Nichtwohngebäude gemäß des Hamburgischen
Klimaschutzgesetzes betrachtet.
 

5
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
Wie bereits in den letzten Jahren, zeigt die Entwicklung des Photovoltaikausbaus
auf öffentlichen Gebäuden in Hamburg auch im Jahr 2025 eine sehr positive und
steigende Tendenz. Die vorliegenden Kennzahlen verdeutlichen, dass die Stadt den
Ausbau der Solarenergie weiterhin konsequent und wirkungsvoll vorantreibt.
Die Gesamtanzahl der Photovoltaikanlagen und die installierte Gesamtleistung steigen
weiterhin deutlich an. Mit 286 Anlagen und einer Gesamtleistung von 11.153 kWp
wurde ein neuer Höchststand erreicht. Dies entspricht einer aktuellen Belegung von
6,8 % der aktuell rund 4.200 öffentlichen Gebäuden. Es ist jedoch davon auszuge­
hen, dass tatsächlich nur eine wesentlich kleinere Teilmenge dieser Gebäude für die
Umsetzung von Photovoltaikprojekten geeignet ist.
Im Jahr 2025 wurden auf öffentlichen Nichtwohngebäuden 48 neue PV-Anlagen er­
richtet. Trotz dieser moderaten Steigerung der Anlagenanzahl, ist der Leistungszubau
in Summe besonders bemerkenswert. Mit 3.680 kWp wurde fast 20 % mehr Leistung
installiert als im Vorjahr (3.077 kWp), womit die installierte Gesamtleistung um fast
50 % auf 11.153 kWp erhöht werden konnte. Dies unterstreicht die erfolgreiche Stra­
tegie, den Fokus verstärkt auf größere und leistungsstärkere Anlagen zu legen.
Tabelle 1: Entwicklung des Photovoltaikausbaus auf öffentlichen Nichtwohngebäuden
2020
2021
2022
2023
2024
2025
Gesamtleistung
[kWp]
1.918
2.031
3.013
4.396
7.473
11.153
Neu installierte
Leistung [kWp]
514
114
981
1.383
3.077
3.680
Gesamtanzahl
PV-Anlagen
80
84
164
192
238
286
Neu installierte
PV-Anlagen
18
4
80
28
46
48
Die Zahlen zeigen, dass die Vollbelegung von gut geeigneten und ertragreichen Dach­
flächen im Mittelpunkt der Ausbauaktivitäten steht und durch die gezielte Auswahl
und Nutzung das vorhandene Potenzial optimal ausgeschöpft und die Effizienz der
Solarstromproduktion deutlich gesteigert werden.
Bewertung des Jahres 2025

6
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
Abbildung 2: Verlauf der Leistungskennzahlen der letzten Jahre
So war es für HEnW KommunalEnergie GmbH (HKE) in 2025 möglich, allein auf öffent­
lichen Gebäuden insgesamt 35 neue Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung
von 2.828 kWp zu errichten. Dies entspricht einer durchschnittlichen Anlagengröße
von rund 80 kWp pro Anlage. Zudem konnte durch HKE eine Photovoltaikanlage mit
einer bemerkenswerten Leistung von 393 kWp auf dem Congress Center Hamburg
(CCH) realisiert werden. Da es sich hier aber um kein öffentliches Gebäude im Sinne
dieses Berichtes handelt, fließt diese Anlage nicht in die hier gezeigte Statistik ein.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Jahr 2025 sind die großen Fortschritte bei der
Umsetzung von PV-Projekten auf Gebäuden im Verantwortungsbereich von Schul­
bau Hamburg (SBH). Schulen bieten nicht nur umfangreiche Dachflächen, sondern
profitieren auch unmittelbar von der Eigenstromnutzung. Diese Projekte leisten
einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und stärken die Vor­
bildfunktion der öffentlichen Hand.
Während der Ausbau zunehmend vorangeschritten ist, war das Jahr gleichzeitig
geprägt von strategischen und richtungsweisenden Maßnahmen, welche eine zu­
nehmende Beschleunigung in den kommenden Jahren sicherstellen sollen. Auf einige
dieser Maßnahmen wird im nachfolgenden Abschnitt näher eingegangen.
V
erlau
f der
 Leis
tungs
kennza
hlen d
er l
etzt
en J
ahre

7
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
Fazit
Die Kennzahlen für 2025 zeigen, dass Hamburg beim Ausbau von Photovoltaik auf
öffentlichen Gebäuden große Fortschritte macht. Die konsequente Ausrichtung auf
die Errichtung von leistungsstarken Anlagen und die gezielte Nutzung ertragreicher
Dächer führen zu einer deutlichen Steigerung der Solarstromproduktion. Diese Ent­
wicklung ist unter anderem durch die enge Zusammenarbeit mit dem städtischen
Unternehmen HEnW KommunalEnergie GmbH (HKE) auch zukünftig gewährleistet.
Besonders die Fortschritte auf schulischen Gebäuden sind hervorzuheben. Damit
leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Erreichung ihrer Klimaziele und nimmt
eine Vorbildfunktion im öffentlichen Sektor ein.
Abbildung 3: PV-Anlage Bäderland Bramfeld

8
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
Maßnahmen
PHOTOVOLTAIKSTRATEGIE
Mit der im Oktober 2025 vom Senat beschlossenen Photovoltaikstrategie hat die
Freie und Hansestadt Hamburg einen entscheidenden Schritt zur Beschleunigung
des PV-Ausbaus und zur Erreichung ihrer ambitionierten Ziele unternommen. Die
Strategie bildet den verbindlichen Rahmen für alle weiteren Maßnahmen und setzt
klare Schwerpunkte für die kommenden Jahre.
Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden soll in Hamburg
strategisch, koordiniert und effizient erfolgen. Hierzu wird derzeit ein einheitliches
Verfahren entwickelt, das sicherstellen soll, dass bis 2030 mindestens 80 % der
geeigneten Dächer mit PV-Anlagen ausgestattet sind. Der Ausbauprozess wird
transparent, nachvollziehbar und für alle Beteiligten handhabbar gestaltet. Im Jahr
2026 soll eine standardisierte Vorgehensweise für die Identifikation, Bewertung,
Priorisierung und Umsetzung von PV-Projekten auf öffentlichen Gebäuden etabliert
werden.
Zu diesem Zweck koordiniert das PV-Strategie-Büro der BUKEA eine enge Zu­
sammenarbeit der relevanten städtischen Akteure. Das Ziel ist es, die vorhandenen
Ressourcen optimal zu nutzen, Synergien zwischen den Akteuren zu schaffen und
die Umsetzungsgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen. Auf diese Weise wird ein
­wesentlicher Beitrag zur Erreichung der Hamburger Klimaziele geleistet.
PHOTOVOLTAIKAUSBAU MIT HENW KOMMUNALENERGIE GMBH
Ein zentrales Element ist die Zusammenarbeit mit der HEnW KommunalEnergie
GmbH (HKE). Als Tochterunternehmen der Hamburger Energiewerke (HEnW) stellt
das öffentliche Unternehmen einen wichtigen Partner der FHH zur Erreichung der
ambitionierten Ausbauziele dar. Ziel ist es, die Vorbereitung und Umsetzung von
PV-Maßnahmen deutlich zu beschleunigen. Es wird erwartet, dass die Kooperation
mit der HKE maßgeblich zur zügigen Realisierung von Photovoltaikanlagen auf
öffentlichen Dachflächen beiträgt und somit einen entscheidenden Impuls für den
weiteren Ausbau liefert.

9
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
VOLLBELEGUNG ERTRAGREICHER DÄCHER
Ein besonderer Fokus liegt auf der Vollbelegung von gut geeigneten und ertrag­reichen
Dachflächen. Dies bedeutet, dass auf einem geeigneten Dach so viel Fläche wie mög­
lich für PV genutzt wird, obwohl die Anlagengröße mit einer rein wirtschaftlichen
Betrachtung durch den Strombedarf des Gebäudes begrenzt wäre. Auf diese Weise
werden die Potenziale von Dachflächen voll ausgeschöpft und die Kapazitäten beim
systematischen Ausbau auf die ertragreichen Dächer gelenkt.
ZIELGERICHTETE ZUWENDUNGEN
Durch zielgerichtete Zuwendungen der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und
Agrarwirtschaft (BUKEA) konnten trotz technischer und finanzieller Herausforderun­
gen bereits mehrere Photovoltaikprojekte mit einer Vollbelegung auf ertragreichen
Dachflächen, wie beispielsweise auf dem Cruise Center Altona oder der Universitäts­
verwaltung am Mittelweg, in die Realisierung gebracht werden.
BILANZKREIS
Durch die Realisierung des sogenannten Bilanzkreismodells wurde die gebäudeüber­
greifende Nutzung des erzeugten Photovoltaikstroms ermöglicht. Auf diese Weise
wird der Überschussstrom von Dächern der Kernverwaltung automatisch anderen
städtischen Gebäuden über den Stromliefervertrag zur Verfügung gestellt. Da somit
die Größe einer Photovoltaikanlage nicht mehr durch den lokalen Eigenverbrauch
eines Gebäudes begrenzt wird, konnte hierdurch ein wirtschaftlicher Rahmen für
die HEnW KommunalEnergie GmbH (HKE) zur konsequenten Umsetzung der Voll­
belegung geschaffen werden.

10
Photovoltaikausbau auf Hamburgs öffentlichen Gebäuden
POTENZIALANALYSE UND MACHBARKEITSUNTERSUCHUNG
Zur Identifikation und Priorisierung geeigneter Standorte wurde in den vergangenen
Jahren die Eignung von Dachflächen öffentlicher Gebäude sukzessive untersucht.
Um das vorhandene Solarpotenzial unter möglichst realistischen Annahmen zu be­
stimmen, werden in 2026 alle Dächer und Fassaden der öffentlichen Gebäude im
Rahmen einer umfassenden Potenzialstudie untersucht. Diese Studie ergänzt alle
bisher erfolgten einzeln