Oole Wach Sanierung Hamburg-Finkenwerder; Solarstrom deckt Großteil Wärmepumpe

Nachhaltige Nutzung für die „Oole Wach“ - hamburg.de

Nach intensiven bauhistorischen Untersuchungen und der Erteilung der Baugenehmigung im Januar 2024 wurde das Gebäude umfassend saniert. Dabei galt es, die individuellen Anforderungen des Denkmalschutzes mit den notwendigen statischen und brandschutztechnischen Ertüchtigungen sowie einer energetischen Optimierung in Einklang zu bringen. Das Außenmauerwerk, insbesondere das Klinkermauerwerk, wurde instandgesetzt und beschädigte Klinkersteine wurden teilweise erneuert. Fenster und Türen wurden saniert oder erneuert. Zudem wurden das Dach und sein Tragwerk instandgesetzt und ertüchtigt. Auch die technische Gebäudeausrüstung wurde modernisiert: Die Wärmeversorgung erfolgt künftig über eine Wärmepumpe. Auf den straßenabgewandten Dachflächen wurde außerdem eine Photovoltaikanlage installiert. Der erzeugte Solarstrom kann zu großen Teilen für den Betrieb der Wärmepumpe und die Beleuchtung der Allgemeinbereiche genutzt werden. Die Neugestaltung der Außenanlagen steht aktuell noch aus. Bis auf das Dachgeschoss ist das Gebäude vollständig vermietet, die Übergabe an die Nutzer ist für Anfang September vorgesehen.

Die Kosten des Projektes belaufen sich auf die veranschlagten rund 4,1 Mio. Bereitgestellt wurden die Mittel durch den Bund, das Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP), reguläre Haushaltsmittel der Finanzbehörde sowie durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit der jetzt abgeschlossenen Revitalisierung der ‚Oole Wach‘ führen wir dieses kulturelle Denkmal in die Zukunft. Wir setzen damit ein starkes Zeichen für den Erhalt norddeutscher Traditionen. Wie Denkmalschutz und moderne Anforderungen Hand in Hand gehen können, dafür ist die rundum modernisierte ‚Oole Wach‘ ein beeindruckendes Beispiel.“

Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Mit der Instandsetzung ist die ‚Oole Wach‘ als bedeutendes Kulturdenkmal und Zeugnis der Finkenwerder Geschichte für die Zukunft gesichert. Dass dieses besondere Gebäude bis heute erhalten und lebendig geblieben ist, ist auch dem großen Engagement der Finkenwerder Ortsgemeinschaft zu verdanken. Ich wünsche allen, die die ‚Oole Wach‘ heute und in Zukunft mit Leben füllen, weiterhin viel Freude an und in diesem besonderen Ort.“

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Kaum ein Gebäude erzählt die Geschichte Finkenwerders so anschaulich wie die Oole Wach. Als Gaststätte, Polizeiwache und seit über 40 Jahren als Heimat der Finkwarder Speeldeel hat sie den Ortskern über Generationen hinweg geprägt. Dank der erfolgreichen Sanierung bleibt sie auch in Zukunft ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Mit der Sanierung der Oole Wach leistet Sprinkenhof einen Beitrag dazu, dieses besondere Kulturdenkmal als Ort des gemeinschaftlichen Lebens langfristig für Finkenwerder und kommende Generationen zu sichern. Die Instandsetzung des denkmalgeschützten Gebäudes erforderte dabei in besonderem Maße fachliche Expertise und eine enge Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt. Gleichzeitig verbinden wir den Erhalt der historischen Bausubstanz mit einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Nutzung: Eine denkmalgerecht in das Dach integrierte Photovoltaikanlage und die neue Wärmepumpe tragen dazu bei, den Energiebedarf des Gebäudes klimafreundlicher zu decken. Wir freuen uns, dass die Sanierung nun erfolgreich abgeschlossen ist und die Oole Wach für die Zukunft gut aufgestellt ist.“

Das 1903 ursprünglich als Gaststätte errichtete Gebäude wurde ab 1934 als Polizeiwache genutzt und erhielt den plattdeutschen Namen „De Oole Wach“. Seit 2013 steht es als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Bereits seit 1982 ist die „Oole Wach“ Heimat des norddeutschen Folklorevereins Finkwarder Speeldeel e. V. Dank des großen Engagements der Finkenwerder Ortsgemeinschaft konnte das Gebäude erhalten und im April 1983 nach zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden feierlich eröffnet werden.

Heute ist die Finkwarder Speeldeel e. V. die Hauptnutzerin der „Oole Wach“ und nutzt die Räumlichkeiten im 1. Unter- und 1. Obergeschoss. Darüber hinaus wird das Gebäude von weiteren ortsansässigen Institutionen und Gewerbetreibenden genutzt: Im Erdgeschoss befinden sich der SPD Distrikt Finkenwerder, die SBB Produktionsschule GmbH, die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. sowie ein Büro für Grafikdesign.

Um das kulturelle Erbe und die denkmalgeschützte ehemalige Polizeiwache langfristig zu sichern, war mehr als 100 Jahre nach ihrer Errichtung eine umfassende Sanierung erforderlich. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien beauftragten die Sprinkenhof GmbH als Realisierungsträgerin der Freien und Hansestadt Hamburg mit der denkmalgerechten Instandsetzung. Ziel war es, die Betriebsfähigkeit der „Oole Wach“ als kulturelle Begegnungsstätte im Stadtteil nachhaltig zu sichern.

Finanzbehörde Pressestelle Telefon: 040 42823 2754 E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de

Behörde für Kultur und Medien Enno Isermann | Pressesprecher Telefon: 040 42824 207 E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de

Bezirksamt Hamburg-Mitte Pressestelle Telefon: 040 42854 2880 E-Mail: pressestelle@hamburg-mitte.hamburg.de

Sprinkenhof GmbH Lars Vieten Telefon: 040 33954-325 E-Mail: lars.vieten@sprinkenhof.de

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… Behörde für Finanzen und…

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