Beschäftigte der Autoindustrie organisieren bundesweiten Aktionstag in Deutschland; Investitionen statt Sparen, 50.000 Jobs verloren

Bundesweiter Aktionstag: Beschäftigte der Autoindustrie wehren sich gegen Kahlschlag :: IG Metall Leipzig

Am 21. September wird es laut

Bundesweiter Aktionstag: Beschäftigte der Autoindustrie wehren sich gegen Kahlschlag

14.08.2026 | Die Beschäftigten der Autoindustrie leisten Widerstand gegen die Spar- und Verlagerungsfantasien ihrer Konzernbosse. Beim bundesweiten Aktionstag werden sie ein deutliches Zeichen setzen: Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch Sparen, sondern durch Investitionen.

Am 21. September werden die Beschäftigten der Automobilindustrie ein deutliches Zeichen setzen – bundesweit bei unzähligen betrieblichen Aktionen, bei unzähligen Zulieferbetrieben und Herstellern. Nicht länger werden sie sich zu Sündenböcken machen lassen für eine Krise, die sie nicht verursacht haben. Nicht länger werden sie die Zeche für Managementfehler und die Folgen geopolitischer Konflikte zahlen. Damit ist jetzt Schluss! Die Beschäftigten sagen: Jetzt reicht’s!

Aktuell sind die Strategien der Konzernbosse an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Die Beschäftigten sollen mehr arbeiten, weniger verdienen oder gar ihren Job verlieren, während die Unternehmen Milliarden an Aktionäre auszahlen. Verlagerung, Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen stehen in ganz Deutschland auf dem Programm. Allein letztes Jahr haben die Konzernbosse über 50.000 Jobs in der Automobilindustrie vernichtet. Die Firmenchefs sind dabei, Deutschlands wichtigsten Wirtschaftszweig und zentralen Pfeiler für Wohlstand in die Bedeutungslosigkeit zu führen und abzuwirtschaften. Es droht der Totalschaden der Traditionsbranche. Dabei ist doch klar: Aus der Krise und zu mehr Wettbewerbsfähigkeit kommt die Branche nicht durch ein Sparprogramm, sondern nur durch Investitionen und Innovationen .

Beschäftigte aller Marken stehen zusammen

Die Krise der deutschen Automobilindustrie ist zu großen Teilen hausgemacht, weil die Vorstände der Autokonzerne reihenweise falsche Entscheidungen getroffen haben: Zu spät wurden kleine erschwingliche Modelle angeboten. Bei Digitalisierung und Batterien wurden wichtige Entwicklungen verschlafen. Investitionen in Zukunftstechnologien und Standorte wurden vernachlässigt.

Deswegen heißt es jetzt für die Beschäftigten: Widerstand . Die Beschäftigten einiger Zulieferer und Hersteller haben ihren Konzernbossen bereits mit einigen Aktionen einen heißen Sommer beschert. Am 21. September werden sie gemeinsam und bundesweit in ihren Betrieben verdeutlichen, was nun Phase sein muss. Sie fordern: Es braucht Investitionen in zukunftsfähige Produkte, Qualifizierung und sichere Standorte — nicht nur kurzfristige Kostensenkung.

Das Motto der Beschäftigten der Automobilindustrie ist: “Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke.” Die IG Metall ruft daher alle Beschäftigten der Zulieferer und Hersteller auf, sich an den Aktionen am 21. September zu beteiligen.

Lesetipp: FAQ zur Krise in der Automobilindustrie

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