NAN und niedersächsische Ministerien plus Wirtschaftsverbände unterzeichnen neue Rahmenvereinbarung 2026–2031 in Niedersachsen; Dekarbonisierung, Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und sozialer Wandel im Fokus
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit im Land – Neue Kooperationsvereinbarung für die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit
Seit fast 18 Jahren im gemeinsamen Einsatz für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft in Niedersachsen: Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit (NAN), gegründet im Dezember 2008, verlängert ihre Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre. Heute haben die Kooperationspartner im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz eine neue Rahmenvereinbarung für die Jahre 2026 bis 2031 unterzeichnet.
In der Allianz arbeiten das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen mit Partnern aus dem Wirtschaftsleben zusammen, namentlich mit den Unternehmerverbänden Niedersachsen e. V., dem Deutschen Gewerkschaftsbund Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, der IHK Niedersachsen und der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen.
Ihr Hauptziel ist die Förderung der nachhaltigen Entwicklung in Unternehmen und damit die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen. Dies soll gelingen durch die Begleitung des Transformationsprozesses hin zur praktischen Treibhausgasneutralität. Die soziale Gerechtigkeit – mit guten Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung – soll dabei gewahrt und gefördert werden. Zugleich sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt und Investitionen ermöglicht werden.
Die NAN hat seit 2008 an vielen Stellen Erfolge zu verzeichnen. Allerdings sind die He-rausforderungen weiterhin sehr groß, so dass eine Fortführung und zielgerichtete Weiterentwicklung der gemeinsamen Arbeit erforderlich sind. Die Allianz hat sich darauf verständigt, ihre erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und mit den Themenschwerpunkten Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und zirkuläre Wirtschaft, Energiesysteme der Zukunft sowie der Übernahme von sozialer Verantwortung im Wandel zielgerichtet zu vertiefen.
Die Allianz bildet damit weiterhin einen Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie Niedersachsen. Dazu gehört die Überzeugung, dass Nachhaltigkeit nur durch den Dreiklang von Ökologie, Sozialem und Ökonomie erreicht werden. Diese drei Säulen vertreten in der NAN die unterschiedlichen Kooperationspartner. Die NAN versteht sich als Vordenkerin und zentrale Plattform, um Aktivitäten im Rahmen des wirtschaftlichen Transformationsprozesses zu bündeln. Zu den bisher umgesetzten und weiterhin verfolgten Vorhaben der NAN gehören unter anderem
der seit 2020 jährliche verliehene Klima-Innovationspreis Niedersachsen,
Fach‑ und Öffentlichkeitsveranstaltungen wie das zukünftig zweijährlich stattfindende NAN‑Symposium,
Vergabe, Begleitung und Auswertung themenspezifischer Studien.
Foto der Kooperationspartner bei der Vertragsunterzeichnung. Abgebildet sind v.l.n.r.: Benedikt Hüppe (UVN), Katherina Wieking (IHKN), Dr. Sebastian Herbeck (MW), Minister Christian Meyer (MU), Dr. Hildegard Sander (LHN), Dr. Ernesto Harder (DGB Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt)
Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz : „Der neue Rahmenvertrag ist ein starkes Signal für eine klimafreundliche, innovative und wettbewerbsfähige Wirtschaft in Niedersachsen. Niedersachsen profitiert enorm von Investitionen in den Klimaschutz und die Transformation der Wirtschaft. Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg gehören zusammen. Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit zeigt, wie Politik, Wirtschaft und Beschäftigte den Wandel gemeinsam ökonomisch erfolgreich und sozial gerecht gestalten können.“
Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen: „Wir befinden uns mitten in der Transformation unserer Wirtschaft. Das verlangt eine konsequente und ambitionierte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten – der Landesregierung, Wirtschaft, Verbänden, Kammern und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Wir brauchen Ansätze und Lösungen, wie sich Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in den Unternehmen bestmöglich miteinander vereinbaren und sich zugleich neue Erfolgsmodelle für Niedersachsen etablieren lassen. Daher wollen wir auf die bereits etablierte Zusammenarbeit in der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit mit der aktualisierten Rahmenvereinbarung aufbauen, um den Herausforderungen der Zeit gerecht zu werden. Dabei sollen vor allem die Themen „Dekarbonisierung“, „Ressourcenschonung“, „zirkuläre Wirtschaft“ und „Energiesysteme der Zukunft“ im Mittelpunkt stehen.“
Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer Unternehmerverbände Niedersachsen: „Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit vereint seit ihrem Start im Jahr 2008 ökologische Verantwortung, soziale Aspekte und wirtschaftliche Stärke. Für uns als UVN ist es wichtig, dass die Transformation wirtschaftlich tragfähig gestaltet wird. Klimaschutz und Ressourcenschonung müssen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken, Investitionen ermöglichen, Wertschöpfung sichern und Beschäftigung am Standort Niedersachsen erhalten. Die neue Rahmenvereinbarung führt diese bewährte Zusammenarbeit fort und schafft dafür eine starke Grundlage, weil sie Landesregierung, Wirtschaft, Kammern und Sozialpartner an einen Tisch bringt und den Fokus auf die praktische Umsetzung in den Betrieben legt.“
Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt: „Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit ist ein breit aufgestelltes und seit vielen Jahren etabliertes Bündnis, das bundesweit einzigartig ist. Als DGB begrüßen wir dessen Fortführung und Stärkung ausdrücklich. In Zeiten des voranschreitenden Klimawandels sollten wir die ökologische Transformation primär als Chance verstehen: Ziel muss es sein, bestehende Industrien und Wirtschaftsfelder zu erhalten, um diese zukunftsfähig neu auszurichten und nachhaltige Wirtschaftszweige zu schaffen. Entscheidend ist die Übernahme sozialer Verantwortung, Beschäftigungssicherung und mitbestimmte, tarifgebundene Gute Arbeit. Auf dem Weg Niedersachsens zur Klimaneutralität müssen Beschäftigte aktiv eingebunden und der Wandel sozial gerecht ausgestaltet werden.“
Monika Scherf, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen: „Nachhaltigkeit und Transformation sind bei der Mehrheit unserer Unternehmen seit vielen Jahren im Großen wie im Kleinen, in Strategie und Planung wie im Tagesgeschäft fester Bestandteil. Zusätzlich beschäftigen unsere Unternehmen die multiplen Krisen der letzten Jahre und die sich täglich ändernden Herausforderungen durch die instabile geopolitische Lage. Daher ist es gut, dass die NAN weiterhin als Austauschplattforum und als Ideengeber anhand Guter Beispiele die Wirtschaft auf dem Weg der Transformation begleitet.“
Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen e.V.: „Handwerk ist das Urgestein der Nachhaltigkeit. Durch das handwerkliche Reparieren, Restaurieren und Sanieren einerseits und die Leistungserbringung zentraler Dienstleistungen vor Ort andererseits wird dem Gedanken der Nachhaltigkeit bereits in einem hohen Maße Rechnung getragen. Aber wir alle wissen, es geht noch mehr. Aus diesem Grund unterstützen wir die Allianz für Nachhaltigkeit und begrüßen ihre Fortführung. Mit unserer Landesinitiative für mehr Nachhaltigkeit im Handwerk knüpfen wir auch in Zukunft unmittelbar an die Aktivitäten der Allianz an“.
Veröffentlicht am: 13. August 2026