Landesaufnahmebehörde Niedersachsen schließt Kooperationsvereinbarung mit IHK und BA in Niedersachsen; landesweite Zentralisierung beschleunigt Verfahren
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen schließt Kooperationsvereinbarung mit IHK und BA | Landesaufnahmebehörde Niedersachsen
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen schließt Kooperationsvereinbarung mit IHK und BA
Die Verfahren zur Fachkräfteeinwanderung beschleunigen und Unternehmen bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte noch besser unterstützen: Dieses Ziel verfolgen die Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen, die Zentralstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren bei der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen sowie die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit mit einer jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung.
Hintergrund der Vereinbarung ist die Neuorganisation des beschleunigten Fachkräfteverfahrens in Niedersachsen. Nachdem die Verfahren zuvor von den kommunalen Ausländerbehörden bearbeitet wurden, richtete das Land zum 1. Juli 2025 bei der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen in Osnabrück die Zentralstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren ein. Seit dem 1. Januar 2026 bearbeitet sie die Verfahren landesweit zentral. Damit wurden die Zuständigkeiten gebündelt und die Grundlage für einheitlichere und effizientere Verfahren geschaffen. Die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung baut auf dieser Reform auf und regelt die Zusammenarbeit zwischen den drei Partnern verbindlich. Ziel ist es, Unternehmen bereits vor Beginn des eigentlichen Verfahrens umfassend zu informieren und zu begleiten sowie die Qualität der Anträge frühzeitig zu verbessern.
Künftig unterstützen die sieben niedersächsischen Industrie- und Handelskammern ihre Mitgliedsunternehmen noch intensiver bei der Vorbereitung des beschleunigten Fachkräfteverfahrens. Sie informieren über die Voraussetzungen des Verfahrens, beraten Unternehmen individuell und prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit, bevor diese an die Zentralstelle weitergeleitet werden. Dadurch sollen Anträge möglichst vollständig eingereicht, Rückfragen reduziert und Verfahren ohne Erfolgsaussicht vermieden werden.
Nach Eingang der Unterlagen übernimmt die Zentralstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren die landesweite Koordination und Bearbeitung der Verfahren. Die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit bringt ihre arbeitsmarktbezogene Expertise in den Prozess ein und unterstützt insbesondere bei Fragestellungen rund um die Beschäftigung internationaler Fachkräfte.
„Der Fachkräftemangel ist für viele Unternehmen eine der größten Herausforderungen. Gleichzeitig wird der Bedarf an qualifizierten Beschäftigten durch den demografischen Wandel weiter steigen. Deshalb braucht Niedersachsen neben der Ausbildung und Aktivierung inländischer Potenziale auch eine funktionierende internationale Fachkräfteeinwanderung. Mit der heutigen Kooperationsvereinbarung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass das beschleunigte Fachkräfteverfahren für Unternehmen einfacher und verlässlicher funktioniert.“, erklärt Gerhard Oppermann, Präsident der IHK Niedersachsen.
Klaus Dierker, Präsident der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, ergänzt: „Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen, dass vollständige Antragsunterlagen entscheidend für eine zügige Bearbeitung sind. Jede Rückfrage kostet Zeit. Wenn die Unternehmen bereits im Vorfeld gut beraten werden und die Unterlagen vollständig bei uns eingehen, können wir die Verfahren deutlich effizienter bearbeiten.“
Johannes Pfeiffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, erklärt: „Wir stehen in einem harten internationalen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und wir stehen klar zur Erwerbsmigration. Wir Kooperationspartner wollen das beschleunigte Verfahren zur Fachkräfteeinwanderung zu einem starken Instrument machen. Jetzt ist es an den Unternehmen, das Verfahren zu nutzen. Die enge Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern und der Zentralstelle hilft dabei, Verfahren effizient zu gestalten und Unternehmen bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte bestmöglich zu unterstützen.“
Die Kooperationspartner wollen die Zusammenarbeit im beschleunigten Fachkräfteverfahren kontinuierlich weiterentwickeln. Gemeinsames Ziel ist es, Unternehmen verlässliche Ansprechpartner, klare Zuständigkeiten und effiziente Verfahren zu bieten, damit internationale Fachkräfte schneller für den niedersächsischen Arbeitsmarkt gewonnen werden können.