Osteuropa kompensiert Exportverluste in den USA und China; 7,4% Zuwachs auf 154,4 Mrd EUR

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar. Research NORD/LB am Morgen

  1. August 2026

Research NORD/LB am Morgen 14. August 2026 Marktdaten 13.08.2026 12.08.2026 31.12.2025 Ytd % DAX 26.299,74 26.331,07 24.490,41 7,4 MDAX 32.264,86 32.335,17 30.617,67 5,4 TECDAX 4.063,12 4.067,62 3.622,27 12,2 EURO STOXX 50 6.545,47 6.533,99 5.791,41 13,0 STOXX 50 5.527,34 5.527,02 4.918,02 12,4 DOW JONES IND. 53.839,99 53.770,27 48.063,29 12,0 S&P 500 7.798,99 7.748,50 6.845,50 13,9 MCSI World 5.034,04 5.008,52 4.430,38 13,6 MSCI EM 1.695,37 1.681,90 1.404,37 20,7 NIKKEI 225 68.308,59 67.524,06 50.339,48 35,7 Euro in USD 1,1533 1,1527 1,1745 -1,8 Euro in YEN 183,90 183,71 183,58 0,2 Euro in GBP 0,8549 0,8541 0,8717 -1,9 Bitcoin (USD) 63.463,56 63.390,56 87.598,39 -27,6 Gold (USD) 4.359,51 4.405,94 4.319,37 0,9 Rohöl (Brent ICE USD) 87,07 88,98 60,85 43,1 CO2 Emissionsrechte 82,74 81,99 87,37 -5,3 Bund-Future 124,99 124,74 127,57

Rex 122,31 122,18 124,38

Umlaufrendite 3,12 3,12 2,78

3M Euribor 2,511 2,505 2,026

12M Euribor 2,943 2,957 2,243

Bund-Rendite 10J. 3,131 3,16 2,855

Bund-Rendite 20J. 3,568 3,59 3,383

US-Treasuries 10J. 4,643 4,692 4,167

Quelle: Bloomberg

Charts

Termine Zeit CET Land Indikator für Prognose NORD/LB

Konjunktur

09:00 CH BIP swda Sport-Event bereinigt Q/Q, vorl. Q2 0,5% 11:00 EU BIP sa Q/Q, zweite Meldung Q2 0,4% 11:00 EU BIP sa Y/Y, zweite Meldung Q2 1,0% 14:30 US Einzelhandelsums. ex Autos M/M Jul 0,2% 14:30 US Einzelhandelsumsätze M/M Jul 0,0% 14:40 US Fed’s Barkin spricht in Greenville

16:00 US Lagerbestände M/M Jun 0,2% 16:00 US Michigan Index, vorl. Aug P 54,0

Unternehmen/Sektor

07:30 DE SFC Energy Q2 07:30 DE Nagarro Q2 07:30 DE Talanx Q2 08:00 DE Wüstenrot & Württembergische Q2 08:00 GB Aviva H1 18:00 DE Flatexdegiro H1

Marktumfeld

Osteuropa kompensiert Exportverluste in den USA und China: Die deutschen Ausfuhren in die 29 Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 7,4% auf EUR 154,4 Mrd. und mach- ten damit die Rückgänge im Handel mit den USA und China mehr als wett. Treiber waren vor allem Polen (+9,2% auf EUR 53,8 Mrd.) und Tschechien (+14,0% auf EUR 30,3 Mrd.), die zunehmend an Bedeutung für die deutsche Wirtschaft gewinnen. Der Ost-Ausschuss der deut- schen Wirtschaft sieht Mittel- und Osteuropa als wichtige Wachstums- region in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und zunehmendem Pro- tektionismus. Der Handel mit Russland schrumpfte hingegen weiter deutlich, sodass das Land inzwischen nur noch Rang 49 unter Deutsch- lands Handelspartnern belegt.

Die Industrieproduktion im Euroraum stagnierte im Juni 2026 gegen- über dem Vormonat, während sie in der EU um 0,2% zulegte. Im Mai war die Produktion in beiden Regionen noch um 0,3% gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Industrieproduktion im Juni um 0,1% im Euroraum und um 0,6% in der EU.

Die US-Erzeugerpreise haben im Juli überraschend stagniert und damit die Inflationssorgen etwas gedämpft. Während Ökonomen mit einem Anstieg von 0,2% gerechnet hatten, blieben die Preise gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Jahresvergleich lag der Zuwachs mit 4,7% ebenfalls leicht unter den Erwartungen von 4,9%.

Tagesausblick: Heute stehen die Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsät- zen im Fokus. Aus den Autohäusern ist im Juli mit keinen stützenden Impulsen zu rechnen – eher im Gegenteil! Es könnten sich aber hilfrei- che Effekte durch die „Soccer-WM“ zeigen. Aktienmärkte

An den deutschen und europäischen Aktienmärkten war die Luft ges- tern dünn. Es fehlten starke Impulse, so dass die meisten Aktienindizes nur wenig verändert notierten.

An der Wall Street trieben die durch die stagnierenden Erzeugerpreise weiter gedämpften Inflationssorgen in Kombination mit fallenden Öl- preisen die Kurse weiter nach oben.

DAX -0,12%; MDAX -0,22%; TecDAX -0,11%

Dow Jones +0,13%; S&P 500 +0,65%; Nasdaq Comp. +0,81% Unternehmen

Thyssenkrupp hat den operativen Gewinn in Q3 2025/26 um 18% auf EUR 183 Mio. gesteigert. Besonders das Stahlgeschäft und der Werk- stoffhandel trugen zur Ergebnisverbesserung bei. Für das Gesamtjahr hob der Konzern die Prognose für das bereinigte EBIT auf EUR 600 bis 900 Mio. an. Parallel treibt Vorstandschef Miguel Lopez den Umbau zu einer Finanzholding mit eigenständigeren Tochtergesellschaften voran.

Sixt hat in Q2 von einer starken Urlaubernachfrage in Südeuropa profi- tiert und Umsatz sowie Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse stiegen um knapp 10% auf EUR 1,2 Mrd., der Vorsteuergewinn legte um 14,6% auf EUR 123 Mio. zu. Wachstumstreiber waren vor allem Spanien und Italien, während sich das Geschäft in den USA aufgrund des schwäche- ren Konsumklimas verhaltener entwickelte. Auch in Deutschland wuchs das Geschäft. Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen.

Der Prothesenhersteller Ottobock hat nach einem starken H1 seine Prognose angehoben und erwartet nun ein organisches Umsatzwachs- tum von 6 bis 8% und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 27% (bisher: 5 bis 8% bzw. mindesten 26,5%). Der Umsatz stieg in H1 auf EUR 818,5 Mio., das bereinigte EBITDA legte um 18% auf EUR 207 Mio. zu. Wachstumstreiber war vor allem Europa (Ukraine-Krieg), wäh- rend der schwache USD das Amerika-Geschäft belastete. Der Nettoge- winn konnte sich auf EUR 67,3 Mio. mehr als verdoppeln.

Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen hat nach einem star- ken H1 und dank Übernahmen seine Umsatzprognose um 1 PP auf +21% bis +23% leicht angehoben. Die Anleger honorierten die gestrigen Zahlen und den optimistischeren Ausblick mit einem Kurssprung von über 17%, obwohl sich Adyen beim Margenausblick wegen der Zukäufe Talon.One und Orb etwas vorsichtiger zeigte. Die EBITDA-Marge dürfte 2026 rund einen Prozentpunkt unter dem Niveau von 2025 (53%) lie- gen. Bis 2028 peilt das Unternehmen jedoch weiterhin einen Anstieg auf über 55% an. Devisen und Rohstoffe

Der USD gab leicht nach, nachdem die Inflationsdaten für Juli geringer als erwartet ausgefallen waren. Die nachlassenden Zinserhöhungser- wartungen an die Fed belasteten. Marktteilnehmer sehen nun nur noch eine 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September.

Sorgen über eine schwächere Ölnachfrage ließen gestern die Rohöl- preise fallen.

Weitergabe am: 14.08.2026 06:48:46

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  1. August 2026

Research NORD/LB am Morgen 14. August 2026 Wichtige Hinweise: Dieses Informationsschreiben (nachfolgend als „Information“ bezeichnet) ist von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“) erstellt wor- den. Die für die NORD/LB zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Europäische Zentralbank („EZB“), Sonnemannstraße 20, D-60314 Frankfurt am Main, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht („BaFin“), Graurheindorfer Str. 108, D-53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28, D-60439 Frankfurt am Main. So- fern Ihnen diese Information durch Ihre Sparkasse überreicht worden ist, unter- liegt auch diese Sparkasse der Aufsicht der BaFin und ggf. auch der EZB. Eine Über- prüfung oder Billigung dieser Information oder der hierin beschriebenen Pro- dukte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grund- sätzlich nicht erfolgt. 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