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title: "Osteuropa kompensiert Exportverluste in den USA und China; 7,4% Zuwachs auf 154,4 Mrd EUR"
sdDatePublished: "2026-08-14T06:06:00Z"
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  - name: "economy, business and finance"
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  - "Italy"
  - "Czech Republic"
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  - "Netherlands"
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Osteuropa kompensiert Exportverluste in den USA und China; 7,4% Zuwachs auf 154,4 Mrd EUR

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar.
Research
NORD/LB am Morgen

14. August 2026

Research
NORD/LB am Morgen
14. August 2026
 Marktdaten
13.08.2026
12.08.2026
31.12.2025
Ytd %
DAX
26.299,74
26.331,07
24.490,41
7,4
MDAX
32.264,86
32.335,17
30.617,67
5,4
TECDAX
4.063,12
4.067,62
3.622,27
12,2
EURO STOXX 50
6.545,47
6.533,99
5.791,41
13,0
STOXX 50
5.527,34
5.527,02
4.918,02
12,4
DOW JONES IND.
53.839,99
53.770,27
48.063,29
12,0
S&P 500
7.798,99
7.748,50
6.845,50
13,9
MCSI World
5.034,04
5.008,52
4.430,38
13,6
MSCI EM
1.695,37
1.681,90
1.404,37
20,7
NIKKEI 225
68.308,59
67.524,06
50.339,48
35,7
Euro in USD
1,1533
1,1527
1,1745
-1,8
Euro in YEN
183,90
183,71
183,58
0,2
Euro in GBP
0,8549
0,8541
0,8717
-1,9
Bitcoin (USD)
63.463,56
63.390,56
87.598,39
-27,6
Gold (USD)
4.359,51
4.405,94
4.319,37
0,9
Rohöl (Brent ICE USD)
87,07
88,98
60,85
43,1
CO2 Emissionsrechte
82,74
81,99
87,37
-5,3
Bund-Future
124,99
124,74
127,57

Rex
122,31
122,18
124,38

Umlaufrendite
3,12
3,12
2,78

3M Euribor
2,511
2,505
2,026

12M Euribor
2,943
2,957
2,243

Bund-Rendite 10J.
3,131
3,16
2,855

Bund-Rendite 20J.
3,568
3,59
3,383

US-Treasuries 10J.
4,643
4,692
4,167

  Quelle: Bloomberg

Charts

Termine
Zeit
 CET
Land
Indikator
für
Prognose
NORD/LB

Konjunktur

09:00
CH
BIP swda Sport-Event bereinigt Q/Q, vorl. Q2
0,5%
11:00
EU
BIP sa Q/Q, zweite Meldung
Q2
0,4%
11:00
EU
BIP sa Y/Y, zweite Meldung
Q2
1,0%
14:30
US
Einzelhandelsums. ex Autos M/M
Jul
0,2%
14:30
US
Einzelhandelsumsätze M/M
Jul
0,0%
14:40
US
Fed’s Barkin spricht in Greenville

16:00
US
Lagerbestände M/M
Jun
0,2%
16:00
US
Michigan Index, vorl.
Aug P
54,0

Unternehmen/Sektor

07:30
DE
SFC Energy
Q2
07:30
DE
Nagarro
Q2
07:30
DE
Talanx
Q2
08:00
DE
Wüstenrot & Württembergische
Q2
08:00
GB
Aviva
H1
18:00
DE
Flatexdegiro
H1

Marktumfeld

Osteuropa kompensiert Exportverluste in den USA und China: Die
deutschen Ausfuhren in die 29 Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas
stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 7,4% auf EUR 154,4 Mrd. und mach-
ten damit die Rückgänge im Handel mit den USA und China mehr als
wett. Treiber waren vor allem Polen (+9,2% auf EUR 53,8 Mrd.) und
Tschechien (+14,0% auf EUR 30,3 Mrd.), die zunehmend an Bedeutung
für die deutsche Wirtschaft gewinnen. Der Ost-Ausschuss der deut-
schen Wirtschaft sieht Mittel- und Osteuropa als wichtige Wachstums-
region in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und zunehmendem Pro-
tektionismus. Der Handel mit Russland schrumpfte hingegen weiter
deutlich, sodass das Land inzwischen nur noch Rang 49 unter Deutsch-
lands Handelspartnern belegt.

Die Industrieproduktion im Euroraum stagnierte im Juni 2026 gegen-
über dem Vormonat, während sie in der EU um 0,2% zulegte. Im Mai
war die Produktion in beiden Regionen noch um 0,3% gestiegen. Im
Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Industrieproduktion im
Juni um 0,1% im Euroraum und um 0,6% in der EU.

Die US-Erzeugerpreise haben im Juli überraschend stagniert und damit
die Inflationssorgen etwas gedämpft. Während Ökonomen mit einem
Anstieg von 0,2% gerechnet hatten, blieben die Preise gegenüber dem
Vormonat unverändert. Im Jahresvergleich lag der Zuwachs mit 4,7%
ebenfalls leicht unter den Erwartungen von 4,9%.

Tagesausblick: Heute stehen die Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsät-
zen im Fokus. Aus den Autohäusern ist im Juli mit keinen stützenden
Impulsen zu rechnen – eher im Gegenteil! Es könnten sich aber hilfrei-
che Effekte durch die „Soccer-WM“ zeigen.
Aktienmärkte

An den deutschen und europäischen Aktienmärkten war die Luft ges-
tern dünn. Es fehlten starke Impulse, so dass die meisten Aktienindizes
nur wenig verändert notierten.

An der Wall Street trieben die durch die stagnierenden Erzeugerpreise
weiter gedämpften Inflationssorgen in Kombination mit fallenden Öl-
preisen die Kurse weiter nach oben.

DAX -0,12%; MDAX -0,22%; TecDAX -0,11%

Dow Jones +0,13%; S&P 500 +0,65%; Nasdaq Comp. +0,81%
Unternehmen

Thyssenkrupp hat den operativen Gewinn in Q3 2025/26 um 18% auf
EUR 183 Mio. gesteigert. Besonders das Stahlgeschäft und der Werk-
stoffhandel trugen zur Ergebnisverbesserung bei. Für das Gesamtjahr
hob der Konzern die Prognose für das bereinigte EBIT auf EUR 600 bis
900 Mio. an. Parallel treibt Vorstandschef Miguel Lopez den Umbau zu
einer Finanzholding mit eigenständigeren Tochtergesellschaften voran.

Sixt hat in Q2 von einer starken Urlaubernachfrage in Südeuropa profi-
tiert und Umsatz sowie Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse stiegen
um knapp 10% auf EUR 1,2 Mrd., der Vorsteuergewinn legte um 14,6%
auf EUR 123 Mio. zu. Wachstumstreiber waren vor allem Spanien und
Italien, während sich das Geschäft in den USA aufgrund des schwäche-
ren Konsumklimas verhaltener entwickelte. Auch in Deutschland wuchs
das Geschäft. Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen.

Der Prothesenhersteller Ottobock hat nach einem starken H1 seine
Prognose angehoben und erwartet nun ein organisches Umsatzwachs-
tum von 6 bis 8% und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens
27% (bisher: 5 bis 8% bzw. mindesten 26,5%). Der Umsatz stieg in H1
auf EUR 818,5 Mio., das bereinigte EBITDA legte um 18% auf EUR 207
Mio. zu. Wachstumstreiber war vor allem Europa (Ukraine-Krieg), wäh-
rend der schwache USD das Amerika-Geschäft belastete. Der Nettoge-
winn konnte sich auf EUR 67,3 Mio. mehr als verdoppeln.

Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen hat nach einem star-
ken H1 und dank Übernahmen seine Umsatzprognose um 1 PP auf
+21% bis +23% leicht angehoben. Die Anleger honorierten die gestrigen
Zahlen und den optimistischeren Ausblick mit einem Kurssprung von
über 17%, obwohl sich Adyen beim Margenausblick wegen der Zukäufe
Talon.One und Orb etwas vorsichtiger zeigte. Die EBITDA-Marge dürfte
2026 rund einen Prozentpunkt unter dem Niveau von 2025 (53%) lie-
gen. Bis 2028 peilt das Unternehmen jedoch weiterhin einen Anstieg
auf über 55% an.
Devisen und Rohstoffe

Der USD gab leicht nach, nachdem die Inflationsdaten für Juli geringer
als erwartet ausgefallen waren. Die nachlassenden Zinserhöhungser-
wartungen an die Fed belasteten. Marktteilnehmer sehen nun nur noch
eine 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September.

Sorgen über eine schwächere Ölnachfrage ließen gestern die Rohöl-
preise fallen.

Weitergabe am: 14.08.2026 06:48:46

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar.
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14. August 2026

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