Kinder verunglückten auf dem Schulweg in Deutschland; 74 getötete Kinder, davon 13 auf dem Fahrrad

Mehr Kinder verunglückt: ADFC fordert sichere Schulwege - ADFC Ravensburg

Mehr Kinder verunglückt: ADFC fordert sichere Schulwege

Auf dem Schulweg verunglückten Kinder im Jahr 2025 besonders häufig: Insgesamt nahm die Zahl der verletzten oder getöteten Kinder, die auf dem Fahrrad unterwegs waren, um sieben Prozent zu.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verunglückten im letzten Jahr 29.270 Kinder im Straßenverkehr. Das sind sieben Prozent mehr als 2024. Die Zahl der getöteten Kinder stieg von 53 auf 74, davon waren 13 auf dem Fahrrad unterwegs.

Mit 34 Prozent den größten Anteil der Verunglückten machen Kinder auf Fahrrädern aus. Der Weg zur Schule oder zurück ist dabei offenbar besonders gefährlich: In den Zeiten von sieben bis acht und 13 bis 17 Uhr häufen sich die Unfälle mit verletzten oder getöteten Kindern.

Der ADFC fordert angesichts dessen, Schulwege endlich sicherer zu gestalten: Mit Tempo 30 innerorts, Schulstraßen und Schulwegeplänen für mehr Sicherheit und Selbstständigkeit.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Caroline Lodemann sagt: „Bewegung, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen: Den Schulweg mit dem Fahrrad zu meistern, ist wichtig für die Entwicklung von Kindern. Und Spaß macht es obendrein. Dafür braucht es einerseits Übung, andererseits braucht es vor allem aber sichere Schulwege – von der Haustür bis zum Schultor.“

88 Prozent der radfahrenden Kinder sind grundsätzlich gern oder sehr gern mit dem Fahrrad unterwegs. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass selbstständige Mobilität von Kindern mit mehr Bewegung, einer besseren räumlichen Orientierung und mehr sozialen Kontakten verbunden ist.

Allerdings geben 78 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren an, Angst vor großen Fahrzeugen wie Lkw und Bussen zu haben. Und 75 Prozent fürchten sich davor, von einem Auto angefahren zu werden.

Der ADFC gibt Tipps, wie Eltern den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern üben können. Auch für ältere Kinder ist der Schulstart ein guter Anlass, den Weg zur Schule noch einmal gemeinsam abzufahren und auf mögliche Gefahrenstellen zu prüfen. Die Tipps sind hier zu finden .

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Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen? Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind. weiterlesen

Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten? Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs. weiterlesen

Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes? Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km

h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km

h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km

h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km

h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. weiterlesen

Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung? Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. weiterlesen

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