Schleswig-Holstein Verkehrsministerium beauftragt LKN.SH, Konzept zur Teil-Vertiefung des Husumer Hafens zu erarbeiten; tiefere Fahrrinne schafft mehr Liegeplätze
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Land beauftragt Konzept für Teil-Vertiefung des Husumer Hafens
KIEL. Der Husumer Hafen leidet schon lange unter zunehmender Verschlickung, der schon jetzt durch regelmäßige Baggerungen entgegengewirkt wird. Schiffe mit größerem Tiefgang haben jedoch Probleme, die Anlegeplätze zu erreichen. Hier wird das Land jetzt zusätzlich gegensteuern. Wie Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute (14. August) mitteilte, habe er den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz ( LKN . SH ) beauftragt, ein Konzept für eine Teil-Vertiefung zu erarbeiten. " Ziel ist, eine Fahrrinne zu baggern, die im Außenhafen zu verschiedenen Liegeplätzen führt. Die Schiffe werden absehbar immer mehr Tiefgang haben und dementsprechend muss auch das Wasser tiefer sein. Auch die Zeitfenster, in denen die Schiffe im tideabhängigen Hafen Husum fahren können, werden dadurch größer. " Der LKN . SH werde jetzt prüfen, wie die Ausbaggerung umgesetzt werden könnte und in welchem Kosten- und Zeitrahmen. Auch die Genehmigungsplanung werde erarbeitet. Wichtige Faktoren seien dabei die Auswirkungen auf den Nationalpark Wattenmeer und die bestehenden Bauwerke sowie wie rechtliche Fragestellungen. " Unsere Häfen sind Wirtschaftsfaktor, Daseinsvorsorge und Aushängeschild für den maritimen Standort Schleswig-Holstein. Jeder investierte Hafen-Euro bedeutet sichere Jobs und stabile Wertschöpfungsketten. Für unsere Landeshäfen haben wir eine besondere Verantwortung und der kommen wir nach “, betonte Madsen.
Die Interessengemeinschaft Nordfriesische Häfen (IGNH) sagte dazu: " Die Betriebe der IGNH begrüßen den Beschluss zur Erarbeitung eines Konzepts für die Fahrrinnen-Vertiefung des Husumer Außenhafens ausdrücklich. Nach über 15 Jahren kritisch-konstruktiver Diskussion ist dies das dringend notwendige Signal für den maritimen Standort Nordfriesland. Um die wirtschaftliche Entwicklung der Region – insbesondere die Versorgung der schleswig-holsteinischen Milchwirtschaft sowie den Erhalt der regionalen Dock- und Reparaturwerft – nachhaltig zu sichern, fordern wir nun ein zielgerichtetes und zeitlich verbindliches Planungsverfahren “, so die IGNH. Und weiter: " Da die wesentlichen Fakten und die Dringlichkeit der Verschlickungsproblematik seit Jahren bekannt sind, erwarten die betroffenen Unternehmen eine nahtlose Überführung des Konzepts in die praktische Umsetzung. Eine zeitnahe Festlegung des konkreten Realisierungszeitraums ist für die Betriebe unerlässlich, um die dringend benötigte Planungssicherheit zu gewährleisten und Investitionen verlässlich steuern zu können .”
Der Hafen Husum ist ein landeseigener Nordsee‑Hafen, der in zwei Bereiche unterteilt ist: Der im Stadtzentrum liegende Binnenhafen ist verpachtet und wird für Freizeitzwecke genutzt. Der Außenhafen ist wirtschaftlich genutzt und wird vom LKN . SH für das Verkehrsministerium betrieben.
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