Judith Gerlach Förderbescheid 1,44 Mio Euro für zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften in München-Solln; 24 Pflegeplätze in St. Gabriel
Gerlach:Ausbau von Pflegeplätzen in München schreitet voran – Förderbescheid über 1,44Millionen Euro für zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften im Stadtteil Solln - Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
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Gerlach:Ausbau von Pflegeplätzen in München schreitet voran – Förderbescheid über 1,44Millionen Euro für zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften im Stadtteil Solln
Der Ausbau wohnortnaher Pflegeangebote in München schreitet voran. Mit Unterstützung des bayerischen Förderprogramms „PflegesoNah“ entstehen im Münchner Stadtteil Solln zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach am Freitag anlässlich der Ausstellung eines Förderbescheids in Höhe von 1,44 Millionen für insgesamt 24 Pflegeplätze in der Klosteranlage St. Gabriel hingewiesen.
Die Ministerin betonte: „Die meisten Menschen wünschen sich, auch bei Pflegebedürftigkeit möglichst selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Ambulant betreute Wohngemeinschaften verbinden individuelle Lebensgestaltung mit der notwendigen Unterstützung im Alltag. Sie sind damit eine wichtige Alternative, wenn ein Verbleib im bisherigen Zuhause nicht mehr möglich ist, eine stationäre Pflege aber nicht gewünscht oder erforderlich ist.“
Im zentral gelegenen Stadtteil Solln wird ein Teil der Klosteranlage St. Gabriel zu zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Plätzen umgebaut. Beide Wohngemeinschaften verfügen über jeweils zwölf Einzelzimmer sowie einen großzügigen Gemeinschaftsraum mit integrierter offener Küche. Eine der beiden Wohngemeinschaften wird zusätzlich mit einem Snoezelenraum, einem speziell gestalteten Raum zur Entspannung und gezielten Sinnesanregung, ausgestattet.
Bei der Umsetzung des Projekts wird insbesondere auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz sowie mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen geachtet. So soll beispielsweise ein tageszeitenabhängiges Beleuchtungskonzept den Tag-Nacht-Rhythmus unterstützen, die Orientierung verbessern und die Selbstständigkeit fördern. Hinzu kommen unter anderem schalldämmende Materialien und eine reizreduzierte Gestaltung sowie Erinnerungsecken mit Fotos und persönlichen Gegenständen. Darüber hinaus schafft ein Therapiegarten mit Rundlaufmöglichkeit sowie Hochbeeten und Duftpflanzen Möglichkeiten für Bewegung, Beschäftigung und Sinneserfahrungen.
Gerlach erläuterte: „Für Menschen mit Pflegebedarf ist es wichtig, weiterhin am Leben in ihrem Umfeld teilnehmen zu können und Kontakte zu anderen Menschen zu haben. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die neuen Wohngemeinschaften eng mit Angeboten und Einrichtungen im sozialen Nahraum vernetzt werden sollen. Kooperationen mit Ärzten, Therapeuten, der Kirchengemeinde und weiteren Partnern schaffen kurze Wege und stärken die soziale Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner. Deshalb fördern wir dieses Vorhaben mit 1,44 Millionen Euro über unser Investitionskostenförderprogramm ‚PflegesoNah‘.“
Die Provinzleiterin der Schwestern vom Guten Hirten in Deutschland, Schwester Cordis Ganslmeier , sagte: „Wir freuen uns, dass wir, dank der großzügigen Förderung durch PflegesoNah, unser Angebot für ältere Menschen erweitern können. Seit 2022 gibt es in den Räumen des Klosters eine Tagespflege für betagte Menschen der Umgebung und auch für unsere Schwestern. Dieses Angebot wird jetzt ergänzt durch zwei selbstverantwortete ambulant betreute Wohngemeinschaften, in denen ältere Menschen und Ordensschwestern zusammenleben. Die großzügige Förderung ermöglicht uns, das bestehende Angebot in St. Gabriel mit Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe auf Senioren zu erweitern. Ein selbstbestimmtes Leben für ältere Menschen in ihrem gewohnten Sozialraum bleibt möglich.“
Die Ministerin hob hervor: „Die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern wird in den kommenden Jahren weiter steigen – bis 2050 rechnen wir mit rund 980.000 Menschen. Mit dem Förderprogramm ‚PflegesoNah‘ leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau einer leistungsfähigen Versorgungsstruktur.“
Mit dem Programm „PflegesoNah“ fördert das Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention seit 2020 den Ausbau und die Modernisierung von Pflegeplätzen. Ziel ist es, die Versorgung pflegebedürftiger Menschen wohnortnah zu sichern und individuelle Pflegeangebote zu stärken. In den bisherigen sechs Förderjahren konnten mit rund 410 Millionen insgesamt mehr als 8.870 Pflegeplätze gefördert werden.
Gerlach erklärte: „Gerade angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen brauchen wir vielfältige Angebote, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Mit unserem Förderprogramm ‚PflegesoNah‘ unterstützen wir deshalb innovative und wohnortnahe Pflegekonzepte und tragen dazu bei, dass Menschen auch bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange selbstbestimmt leben können.“
Weitere Informationen rund um die Förderrichtlinie finden Interessierte im Internet auf der Website des Landesamts für Pflege unter www.lfp.bayern.de
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach
Die Provinzleiterin der Schwestern vom Guten Hirten in Deutschland, Schwester Cordis Ganslmeier