---
title: "LVZ.NRW von Straßen.NRW in Leverkusen startet umfassendes Projekt zur qualitativen Auswahl von Radverkehrszählsystemen; fünf Standorte, Testphase bis Oktober 2026"
sdDatePublished: "2026-08-14T08:06:00Z"
source: "https://www.strassen.nrw.de/de/meldung/technologien-fuer-radverkehrszaehlgeraete.html"
topics:
  - name: "transport"
    identifier: "medtop:20000337"
  - name: "technology and engineering"
    identifier: "medtop:20000756"
  - name: "road transport"
    identifier: "medtop:20000341"
  - name: "public transport"
    identifier: "medtop:20001362"
locations:
  - "Leverkusen"
  - "North Rhine-Westphalia"
---


LVZ.NRW von Straßen.NRW in Leverkusen startet umfassendes Projekt zur qualitativen Auswahl von Radverkehrszählsystemen; fünf Standorte, Testphase bis Oktober 2026

Technologien für Radverkehrszählgeräte - Straßen.NRW

Leverkusen (straßen.nrw) Die Landesverkehrszentrale LVZ.NRW von Straßen.NRW startet ein umfassendes Projekt zur qualitativen Auswahl von Systemtechnologien, die sich für die Zählungen des Radverkehres besonders eignen.

Das Land Nordrhein-Westfalen ist aktuell dabei, ein Netz von Dauerzählstellen für den Radverkehr aufzubauen. Da Messgeräte für den Radverkehr im Gegensatz zu solchen für den Kfz-Verkehr nicht zentral getestet und zugelassen bzw. zertifiziert sind, ist dafür eine Untersuchung von möglichen Erfassungssystemen unter vergleichbaren Bedingungen an verschiedenen realen Querschnitten notwendig.

In diesem Projekt werden unterschiedliche Technologien (Sensortypen) im Hinblick auf die Erfassungsqualität und betrieblichen Flexibilität untersucht, bewertet und einander gegenübergestellt, um die Auswahl einer oder mehrerer Gerätekategorien für den Aufbau des Radverkehrszählstellennetzes an einheitlichen, qualitäts- und betriebsorientierten Kriterien festmachen zu können.

Insgesamt sind mehrere Typen von Geräten ausgewählt worden, die die folgenden Sensortechnologien aufweisen: Radar, Kamera, Induktionsschleife und Laserscanner. In umfangreichen Versuchsaufbauten an den verschiedenen Einsatzorten werden alle Geräte für jeweils zwei Wochen umfangreichen Prüfungen unterzogen.

Ziel ist es, einen Gerätetyp zu ermitteln, der es Straßen.NRW ermöglicht, eine möglichst vollständige und akkurate Zählung und Klassifizierung von Radverkehr bei maximaler Flexibilität in Bezug auf Standortwahl und Umweltbedingungen zu finden. Ein weiterer Aspekt ist die Eignungsprüfung im Hinblick auf eine Nutzung sowohl für den Dauerbetrieb als auch für einen temporären

Ergänzend ist geplant, im Rahmen des Testpiloten eine Leistungsbeschreibung zu erarbeiten, die als „Blaupause“ für zukünftige Testverfahren anderer Zählsysteme des Radverkehres dienen kann, um ähnliche Auswahlverfahren in Zukunft deutlich zu vereinfachen.

Für die Tests im Rahmen des Radverkehrspiloten werden Standorte genutzt, die in die Baulast von Straßen.NRW fallen. Es sind fünf Standorte identifiziert worden, die unterschiedlichste Einflussfaktoren wie z.B. räumliche Unterschiede in Temperatur, Niederschlag oder Mobilfunkanbindung abbilden, um die Testgeräte den verschiedenen Bedingungen auszusetzen.

Im Kontext der angestrebten Mobilitätswende spielt der Radverkehr eine zentrale Rolle. Doch jede Maßnahme zur Erreichung dieses Ziels benötigt zunächst eine umfassende und belastbare Datenbasis. Anhand dieser können Planungen von Neu- und Umbauten der Infrastruktur erfolgen und verkehrstechnische Maßnahmen sowie deren Auswirkungen beurteilt werden. Auch ein perspektivischer Einsatz in der direkten Verkehrssteuerung macht die Gewinnung solcher Daten notwendig.

Das Projekt befindet sich seit Anfang August 2026 im Aufbau und wird bis voraussichtlich Ende Oktober diesen Jahres laufen. Und ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Es werden keine personenbezogenen Daten erfasst oder für andere Zwecke außer dem Projektinhalt verwendet.