Gemeinde Winkel Aufwertung artenreicher Magerwiesen in Büelhalden und Reben nordwestlich Niederrüti Winkel; Vernetzung der Magerwiesen im Glattal
Gemeinde Winkel Online - Bessere Bedingungen für seltene Tiere und Pflanzen in Winkel – zweite Etappe
Bessere Bedingungen für seltene Tiere und Pflanzen in Winkel – zweite Etappe
Die Wiederherstellung und Aufwertung trockener Magerwiesen hat im kantonalen Naturschutz-Gesamtkonzept (NSGK) hohe Priorität. Die Fachstelle Naturschutz hat den öffentlichen Auftrag das NSGK umzusetzen und so dem anhaltenden Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken. Die Biodiversität sorgt dafür, dass die Natur als funktionierendes System wichtige Ökosystemleistungen erbringen kann, auch für uns Menschen.
Von intensiv genutzten Flächen zu artenreichen Magerwiesen Die Teilgebiete «Büelhalden» und «Reben» liegen an einem nach Süd-Südwesten exponierten Hang nordwestlich des Ortsteils Niederrüti. Die Flächen wurden ehemals als Rebland genutzt und dienten in den letzten Jahren als Weide beziehungsweise als gedüngte Dauerwiese. Die Vegetation ist aufgrund der intensiven Nutzung in der Vergangenheit und der Nährstoffanreicherung in den Böden artenarm geworden. Seltene und gefährdete Arten können sich unter diesen Bedingungen nicht wieder ansiedeln, obwohl die Lage ein hohes Potenzial für artenreiche Magerwiesen bietet. Das ökologische Aufwertungsprojekt soll deshalb geeignete Standortbedingungen schaffen und diese seltenen Lebensräume wiederherstellen.
In den Teilgebieten «Büelhalden» und «Reben», die an die Fläche «Boden» der ersten Etappe angrenzen, wird der nährstoffreiche Oberboden abgetragen und teilweise durch nährstoffarmes Material ersetzt. Die Flächen werden anschliessend mit regionalem Saatgut begrünt und bei Bedarf mit Erosionsschutzmatten gesichert. So entstehen optimale Voraussetzungen für die Entwicklung artenreicher Magerwiesen.
Lebensräume für gefährdete Arten Mit der Aufwertung entstehen bessere Lebensraumbedingungen für gefährdete Arten der Magerwiesen. Davon profitieren beispielsweise der Westliche Scheckenfalter ( Melitaea parthenoides ), ein seltener Tagfalter, sowie Ragwurz-Arten ( Ophrys sp.), gefährdete Orchideen.
Das Projektgebiet liegt nahe zur Winkler Allmend sowie zu weiteren Trockenstandorten und Regenerationsflächen in der Region. Die aufgewerteten Flächen tragen somit zur Vernetzung von Magerwiesen im Glattal bei. Dadurch können Arten besser wandern, Nahrung finden und sich fortpflanzen.
Magerwiesen sind Hotspots der Artenvielfalt Nährstoffarme Magerwiesen sind besonders artenreiche Lebensräume. Sie beherbergen eine Vielzahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. In den vergangenen Jahrzehnten sind sie in unserer Landschaft stark zurückgegangen – einerseits durch Bebauung, andererseits durch starke Nährstoffzufuhr im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft. Viele gefährdete Wiesenarten sind auf nährstoffarme Böden angewiesen. Allein durch düngefreie Bewirtschaftung würde es mehr als 50 Jahre dauern, bis wieder geeignete Lebensräume entstehen. Deshalb ist es wichtig, diese aktiv wiederherzustellen, um das Aussterben der gefährdeten Arten zu verhindern.
Ablauf Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Mitte August 2026. Die Bauvollendung ist für Anfang Oktober 2026 vorgesehen. Anschliessend folgen die Begrünungsarbeiten. Bei schlechter Witterung oder ungenügend abgetrockneten Böden müssen die Arbeiten unterbrochen werden.
Der Bauperimeter liegt im Befallsgebiet des Japankäfers. Um die weitere Ausbreitung des Japankäfers zu verhindern, werden spezielle Sicherheitsmassnahmen im Umgang mit dem Boden und Grüngut berücksichtigt.
Mo 08.00 - 11.30 Uhr
Di 08.00 - 11.30 Uhr
Mi 08.00 - 11.30 Uhr
Do 08.00 - 11.30 Uhr
Fr 07.00 - 14.00 Uhr